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Bist Du eine Erdmutter oder eine Regenbogenmutter?

Ich habe letzte Woche einen spannenden Artikel zum Thema Muttertyp gelesen. Lynn V. Andrews, eine Autorin und Schamanin, unterscheidet in ihrem Buch „Jaguar Woman“ zwei Muttertypen: kreative Regenbogenmütter und Erdmütter.

Archetypen einer Mutter

Andrews bezeichnet die zwei Archetypen einer Mutter mit den Begriffen Regenbogenmutter und Erdmutter. Die alten Maya haben diese beiden Begrifflichkeiten zum Muttertyp ursprünglich geprägt.

Das tolle an ihrer Unterscheidung finde ich, dass beide Muttertypen sowohl gute als auch schlechtere Seiten, vergleichbar mit Yin und Yang. Kein Muttertyp ist besser oder schlechter als der andere und beide haben ihre Berechtigung.

Die Regenbogenmutter

Die Regenbogenmutter wird oft, in ihrer eigenen Wahrnehmung oder die der Gesellschaft, als nicht „richtig“ wahrgenommen. Sie hat Visionen, sie ist kreativ, sie hat viele Projekte in ihrem Kopf und sie probiert immer wieder neue Dinge aus. Die Regenbogenmutter ist wie ein Schmetterling, der von einer Blüte zur nächsten fliegt, dabei braucht sie Zeit für sich, um sich mit ihren Ideen und Visionen zu verbinden.

The ecstatic Rainbow Mother is the energy of the poet, the dancer, the weaver and the Seer. Artists are intimate with Rainbow Mother, for she is their muse. And she is completely misunderstood in our society, a world that does not support its artists, its writers and thinkers. She wants to dream and inspire people to health and wellbeing, and routine wilts her. – Lynn Andrews

Die kreative Regenbogenmutter hat nicht selten ein leicht chaotisches Leben und halb fertige Projekte, aber mit viel Platz für Kreativität und Inspiration. Hausarbeit hält die Regenbogenmutter für überwertet und sie widmet sich lieber ihren Träumen und  arbeitet an ihren persönlichen Lebenszielen. Von Zeit zu Zeit benötigt sie die Freiheit frei zu sein.

Die Wahrheit ist, dass sie zwei Seelen in ihrer Brust trägt. Ihr Zuhause und ihre Familie und ihre große Liebe zu diesen Dingen und auf der anderen Seite der Geist, der nach Selbstverwirklichung strebt. Auch, wenn es manchmal so aussieht als sei ihr letzteres wichtiger, braucht auch sie ihr Zuhause, eine stabile Partnerschaft und ihre Kinder, um sich zu erden. Nicht selten birgt dieses Spannungsfeld natürlich auch Konfliktpotential. Die Regenbogenmutter wird in unserer Gesellschaft nicht selten als die „Rabenmutter“ bezeichnet.

Energielevel Regenbogenmutter

Mütter mit dem Muttertyp der Regenbogenmütter ziehen ihre Energie in kreativen und inspirierenden Momenten. Ihr Energielevel ist selten stetig, sondern von Höhen und Tiefen durchzogen. Kreative Regenbogenmütter tun sich weitaus schwerer damit mehr als ein Kind zu haben, da sie sich bewusst darüber sind, dass ein Kind immer einen großen Teil ihrer so dringend benötigten Energie entziehen wird. Ihre Kinder fremdbetreuen zu lassen, ist eine gute, gesellschaftlich allerdings nicht immer akzeptierte, Lösung. Regenbogenmütter fühlen sich in sippenähnlichen Umgebungen, in denen die eigene Mutter das Kind mitbetreut oder vielleicht auch ein Au Pair Mädchen diese Rolle übernimmt, wohl.

Die Erdmutter

Die Erdmutter bevorzugt hingegen komfort, Sicherheit und findet vollkommene Erfüllung in der Ehe. Sie ist oft gerne an einen Ort gebunden und zieht dort ihre Kinder auf. Sie liebt die Ordnung und das Geregelte in ihrem Leben. Die Erdmutter wird in der Gesellschaft als die „gute Mutter“ wahrgenommen.

Die Erdmutter ist umschließend, umgreifend, sie füllt den Raum mit Ruhe und Stärke. Beständigkeit, Geduld und Verlässlichkeit sind Begriffe, die sie sehr gut beschreiben.

A strong but gentle flow of constant energy comes from her heart, her arms embracing firmly to comfort, to hold on, and sometimes to hold back.

Energielevel der Erdmutter

Das Energievel der Erdmütter ist relativ beständig. Es schwankt auch, aber nicht so extrem wie bei einer Regenbogenmutter. Erdmütter laden ihre Energie durch Interaktionen in zwischenmenschlichen Beziehungen, Routine und geordnete Abläufe auf. Sie gehen voll in ihrer Rolle als Mutter auf und sind die in unserer Gesellschaft „perfekten“ Mütter.

Kein Muttertyp ist besser oder schlechter als der andere

Ich mag keine Stereotypen und Klischees. Ich denke, dass jede Mutter ein stückweit Regenbogenmutter und stückweit Erdmutter ist. Vielleicht gibt es sogar noch andere Muttertypen, ganz sicher sogar. Wir Frauen haben verschiedene Charaktere in uns: die Mutter, die Liebhaberin, die Heilerin, die Kriegerin usw.

Wenn wir Archetypen verwenden, können wir uns aber sehr viel klarer werden, wer  und wie wir sind und das wir genau so richtig sind. Der Gesellschaft steht es nicht zu ein Urteil zu fällen wie wir sein sollen und wann wir gute Mütter sind und wann nicht. Jede Mutter sollte so sein wie es ihrer Veranlagung entspricht und wir Frauen müssen lernen uns darin zu unterstützen, statt uns gegenseitig zu verurteilen.

Mein Muttertyp

Ich bin eine bekennende Regenbogenmutter und habe heute gelernt dieses Konzept auch offen in der Gesellschaft zu leben. Mein Sohn wurde bereits recht früh (nach etwas über einem Jahr) fremdbetreut und ich habe seit Jahren sehr gute Erfahrungen mit Au Pair Mädchen, die ich als Teil der Familie wahrnehme. Ich mag die Gemeinschaft und den Gedanken, dass wir alle als eine kleine „Sippe“ zusammen leben. Viele Jahre musste ich mich für diese Lebensweise rechtfertigen. Heute weiß ich, dass diese Art von Leben das beste für mich und das beste für mein Kind ist. Dem gegenüber bewundere ich aber den Muttertyp der Erdmutter, da ich Frauen, die voll in dieser Rolle aufgehen wunderbar finde, und diese Frauen mich ganz besonders an meine geliebte Oma erinnern.

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