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Der Begriff der Working Mom ist den meisten geläufig, aber über einen Working Dad redet niemand. Arbeitende Väter gibt es statistisch gesehen weitaus mehr, aber den Begriff des Working Dad hört man eher selten. In meinem vorherigen Blogpost zum Thema Working Mom Tipps & Tricks habe ich das Thema bereits angeschnitten.

Gleichberechtigung zwischen Vätern und Müttern

Die Tatsache, dass es eher den Begriff der arbeitenden Mutter gibt, lässt verschiedene Rückschlüsse zu. Einerseits ist es statistisch eher seltener, dass Mütter auch arbeiten, andererseits scheinen Väter entweder zu arbeiten oder sich um die Kinder kümmern. Ein Mann ist eher ein arbeitender Mann, als ein arbeitender Vater, so meine Hypothese. Nach Gleichberechtigung klingt das nicht, ich weiß. Nur, warum ist das so?

Arbeitende Mütter

Das statistische Bundesamt hat dieses Jahr einen Bericht herausgegeben „Das Leben von Frauen und Männern in Europa – Ein statistisches Porträt„.  Die erste Kernaussage dort ist:

„Je mehr Kinder, desto größer der Unterschied in der Beschäftigungsquote von Frauen und Männern“

Generell: Die Erwerbstätigenquote von Männern ist im Durchschnitt höher als bei Frauen.  „Im Jahr 2017 betrug die Beschäftigungsquote von Frauen ohne Kinder in der EU 66 %, während die der Männer bei 74 % lag. Mit einem Kind stiegen die Quoten auf 71 % bei Frauen und 86 % bei den Männern. Mit zwei Kindern blieb die Quote bei den Frauen fast unverändert bei 72 %, bei Männern stieg sie hingegen auf 90 %. Bei drei oder mehr Kindern fiel die Beschäftigungsquote der Frauen auf 57 %, die der Männer auf 85 %. Dieses Muster ließ sich in den meisten Mitgliedstaaten beobachten.“

Die zweite große Kernaussage dazu ist:

„Fast ein Drittel der erwerbstätigen Frauen arbeitet Teilzeit“

Teilzeitarbeit ist unter Frauen deutlich verbreiteter als unter Männern. Im Jahr 2017 arbeiteten 32 % der erwerbstätigen Frauen Teilzeit, im Vergleich dazu aber nur 9 % der Männer.

Warum arbeiten Frauen mehr Teilzeit als Männer?

Mütter arbeiten also vermehrt Teilzeit, je mehr sie sich um die Kinder kümmern wollen bzw. müssen. Der Working Dad Anteil steigt hingegen. Die typischen Klischees scheinen damit bedient. Männer spielen die Versorger und Frauen die Hausfrauen.

Gender Paygap

Ein Grund dafür dürfte sein, dass ein Working Dad einfach mehr verdient als eine Working Mom. Die ungleiche Einkommensverteilung zwischen Männern und Frauen würde wahrscheinlich ein ganzes Buch füllen, deswegen möchte ich an dieser Stelle nicht näher darauf eingehen. Wenn wir jedoch wollen, dass auch Väter mehr Verantwortung für ihre Kinder übernehmen, dann muss dieses Thema gelöst werden.

Working Dad in der Verantwortung

Aber es geht auch darum Väter in die Verantwortung zu nehmen. Auch mit Vollzeitstelle, denn es gibt auch Mütter, die trotz Vollzeitstelle sich um Kinder und den Haushalt kümmern. Demgegenüber kenne ich viele Männer, die sich regelrecht vor ihrer Vaterrolle und den Aufgaben im Haushalt verstecken. Sätze wie „ich habe den ganzen Tag gearbeitet und brauche meine Ruhe“ sind hier keine Seltenheit. Das klingt dann häufig ähnlich dramatisch wie die Emotionen bei der typischen Männergrippe, nur dass hier ein Drache erlegt worden und die Welt vor dem Untergang gerettet wurde.

Spaß beiseite. Kinder erziehen sich nicht von allein und auch der Haushalt muss gemacht werden. Ein Working Dad mit einer Vollzeitstelle kann sich hier genauso beteiligen wie eine Working Mom.

Mütter in der Pflicht

Aber es geht nicht nur darum, dass Väter mehr Verantwortung übernehmen. Es geht insbesondere auch darum, dass wir Frauen sie lassen und sie dabei unterstützen. Uns Müttern ist es über viele Generationen und kulturell in die Wiege gelegt worden uns um Kinder und Haushalt zu kümmern. Die meisten von uns hatten unsere Mütter als Vorbild. Männern hingegen ist es eher fremd nur für Kinder und Haushalt da zu sein. ich will nichts entschuldigen, aber die wenigsten Männer hatten Vollzeit berufstätige Mütter und Väter, die sich insbesondere um Kinder und Haushalt gekümmert haben.

Es ist also auch ein stückweit unsere Pflicht den Vätern die Hausaufgabenbetreuung, das Geschenke und Klamotten kaufen, das kochen und Wäsche waschen beizubringen und dann zu übertragen.

Wie ist Deine Meinung zu diesem Thema? Schreib mir doch gerne einen Kommentar dazu. 🙂

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