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Männer und Frauen im Job

Männer und Frauen im Job

Dies ist mein zweiter Blogpost zum Thema Business Beziehungsratgeber. Ich möchte auch in diesem auf das was Männer und Frauen im Job unterscheidet eingehen. Jeder, der mit dem jeweils anderen Geschlecht bereits zusammengearbeitet hat, weiß, dass Männer und Frauen nicht nur privat sondern auch beruflich anders ticken. Den ersten Blogpost zum Thema findet ihr übrigens hier.

Business Beziehungsratgeber Teil 2

Männer denken hierarchisch während gerade Frauen grundsätzlich wenig mit Hierarchien in Berührung gekommen sind. Wenn wir ein wenig in der Geschichte zurückgehen, wird diese Tatsache ziemlich schnell klar. Klischeehaft gesagt, trafen sich Männer beim Militär während Frauen auf dem Markt waren oder den Haushalt führten. Das mag nun ein altes Rollenbild sein, aber prägt die Kommunikation von Männern und Frauen bis heute.

Unterschiede in der Kommunikation

Männer und Frauen kommunizieren anders. Das wissen wir nicht schon aus unseren privaten Beziehungen Zuhause, aber trotzdem gerät dieser Aspekt immer wieder in Vergessenheit. Frauen kommunizieren eher indirekt und im konjunktiv, während Männer gerade direkte Aussagen brauchen. Während die eine Seite also vor allem um eine gute Stimmung bemüht ist, fragt der andere sich, warum sie so unsicher und wenig durchsetzungsfähig wirkt.

In Meetings sprechen Frauen tendenziell alle an und versuchen jeden inhaltlich abzuholen. Männer hingegen legen wert den Ranghöchsten abzuholen und auf ihre Seite zu ziehen.

Unterbrechen oder ausreden lassen?

So viel ist sicher, die meisten Frauen unterbrechen extrem ungern, aber gerade das geschickte unterbrechen insbesondere von Männern, die als „rangniedriger“ im Meeting empfunden werden, kann einer Frau Respekt bringen.

Das mag nicht immer so sein und auch ich bin der Meinung, dass aufmerksames Zuhören eine große Stärke insbesondere von Frauen ist, aber in manchen Situationen schadet ein gezieltes Unterbrechen im richtigen Moment ganz und gar nicht.

Wird man selbst unterbrochen, sollte man kurz überlegen, ob die Unterbrechung begründet ist oder nicht. Unbegründete Unterbrechungen sollten sich weder Männer noch Frauen gefallen lassen.

Horizontale oder vertikale Gesprächsebene

Die Gesprächsebene spielt in der Kommunikation eine wichtige Rolle. Wenn Männer und Frauen miteinander kommunizieren bewegen sie sich häufig auf unterschiedlichen Ebenen. Während Frauen die horizontale, gleichberechtigte Gesprächsebene vorziehen, begegnen sich Männer nicht selten eher auf der vertikalen, hierarchischen Ebene.

Ein Praxisbeispiel

Erst kürzlich war ich einer Telefonkonferenz mit etwa 10 ranghöheren Männern. Es ging um eine Projektausschreibung eines Kunden und ich legte meine Sicht der Dinge mit sehr viel Hintergrundwissen den Kollegen dar. Plötzlich erhob ein mir bisher unbekannter Kollege die Stimme: „Wer bist Du eigentlich, dass Du Dich hier in dem Thema engagierst?“ Das war ganz klar der Beginn der vertikalen Kommunikation. Mein Rang wurde in Frage gestellt, der Unterton war zudem leicht abfällig.

Meine Antwort: „Ich habe fast 2 Jahre für den Kunden gearbeitet, ich kenne die Organisation in- und auswendig.“ Damit war das Thema erledigt und der Kollege schwieg. Diese Art der Kommunikation ist typisch männlich und wir Frauen reagieren häufig persönlich angegriffen. Dabei geht es Männern gar nicht um einen persönlich gemeinten Angriff, sondern es ist ein ganz normales Verhalten, um Rang und Status abzufragen.

Was können Männer und Frauen daraus lernen?

Ich möchte nicht zu klischeehaft sein. Es gibt sicher auch Frauen die vertikal kommunizieren, sowie Männer die horizontal orientiert sind. Was ich sagen will ist, dass es klare geschlechtsspezifische Tendenzen gibt. Männer und Frauen sollten beide Varianten kennen und beide Kommunikationsvarianten in Gesprächen in betracht ziehen. Nur so kann vermieden werden, dass größere Konflikte oder Missverständnisse entstehen.

Ich kann aus Erfahrung sagen, dass die meisten Situationen, die gerade wir Frauen als persönliche Attacken empfinden gar keine persönlichen Angriffe sind. In den meisten Fällen handelt sich um eine typische vertikale Gesprächsführung um Rang und Hierarchie zu klären.

 

 

 

 

 

Business Beziehungsratgeber Teil 1

Business Beziehungsratgeber Teil 1

Beziehungsratgeber über Männer und Frauen und deren Eigenheiten gibt es wie Sand am Meer. Aber es gibt soweit ich weiß keinen Business Beziehungsratgeber über die geschlechtsspezifischen Gepflogenheiten im beruflichen Umfeld. Aus diesem Grund habe ich mir vorgenommen aus diesem Thema eine Serie zu machen und über teilweise skurrile Situationen im Berufsalltag zu schreiben.

Es dabei wird um Eigenheiten und um „Gehabe“ gehen, vor allem aus meiner weiblichen Sicht. Aber es geht mir auch darum Transparenz für die weibliche und die männliche Sicht zu schaffen wie die jeweils andere Seite denkt und fühlt. Wie funktionieren berufliche Beziehungen und wie unterschiedlich verhalten sich Männer und Frauen. All das soll Inhalt dieser Blogserie Business Beziehungsratgeber werden.

Meine Erfahrungen

Die Idee zu einem Beziehungsratgeber basiert auf eigenen Erfahrungen. Wie häufig habe ich in den vergangenen Jahren männliche und weibliche berufliche Verhaltensweisen bemerkt, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Ich habe Kollegen und Kolleginnen befragt und um ihre Einschätzung gebeten. Ich habe mit meinem Mann, der selbst Führungskraft ist darüber gesprochen und reflektiert. Warum reagieren Männer so wie es eine Frau nie tun würde? Wie verhalten sich weibliche Führungskräfte im Vergleich zu männlichen? Was ist der Unterschied?

Bin ich selbst in einer männlich dominierten Umgebung anders als unter Frauen? Ja, ich bin anders, das habe ich bereits festgestellt. Ich antizipiere teilweise männliches Verhalten, um schneller an mein Ziel zu kommen. Aber es hilft auch unter Männern als Frau akzeptiert und respektiert zu werden.

Wofür sind Meetings gut?

Schon in Meetings wird klar, dass Frauen und Männer anders ticken. Männer nutzen Meetings gerne zum „Schaulaufen“, der Inhalt ist gerade zu Beginn eher zweitrangig. Das verstehen Frauen nicht. Frauen möchten zum Punkt kommen, denn es gibt noch viel zu erledigen. Sie sehen keinen Sinn Dinge mehrfach zu wiederholen und aufeinander zu referenzieren. Männer auf der anderen Seite nutzen ein Meeting genau dafür. Es geht um Hierarchien und Rangordnungen für Männer. Insbesondere die Worte des „Ranghöchsten“ werden am liebsten wiederholt und aufgegriffen. Es ist eine Form Loyalität zu zeigen.

Allein über das Verhalten in Meetings könnte ich einen halben Beziehungsratgeber schreiben. Wer beginnt das Meeting? Wer hat den höchsten Redeanteil? Wie ist die Sitzordnung? Wer sagt was? All diese Dinge spielen eine große Rolle für Männer. Für Frauen geht es bei den meisten Meetings nur um die Inhalte und die Ergebnisse. Für Männer ist ein Meeting viel mehr. Es ist ein soziales Event. Und liebe Frauen, es ist unglaublich wie viel Männer in Meetings reden können. Die Beiträge von manchen Männern in Meetings übertreffen die Anzahl der Worte, die ein Mann mit seiner Frau wöchentlich austauscht um ein vielfaches.

Braucht man(n) Statussymbole?

Ja, viele Männer brauchen sie. Statussymbole sind Männern viel wichtiger als Frauen. Ich kenne unzählige Männer, die ihre Initialen auf ihren Hemden eingestickt haben. Auf der andere Seite kenne ich keine einzige Frau, die eine Bluse mit ihren Anfangsbuchstaben hat. Ich könnte hier beliebig viele andere Statussymbole aufzählen von gravierten Montblanc Kugelschreibern, Autoschlüsseln, Krawatten im Wert von 500 Euro, das große Büro oder die Ehefrau zuhause, die mindestens 2 Kinder hütet. Die Ehefrau? Ja, richtig. Für Männern ist eine Familie zu haben ein Statussymbol. Im Gegensatz zu uns Frauen. Wenn wir äußern frisch verheiratet zu sein, dann wird man als Frau kritisch beäugt, ob sich in unserer Mitte nicht vielleicht schon etwas wölbt. Eine Schwangerschaft wird uns negativ ausgelegt. Ein Mann hat seinen Status mit einer schwangeren Frau eher erhöht als erniedrigt. Klingt absurd? Ich weiß.

Auch über das Thema Statussymbole könnte man einen ganzen Beziehungsratgeber schreiben. Deswegen wird es auch hierzu einen separaten Beitrag geben.

Berufliche Feind- und Freundschaften

Unter Frauen werden Feindschaften auch im beruflichen Kontext recht schnell offensichtlich. Einmal als „Feindin“ auserkoren, wird es keine freundschaftlichen Gesten zwischen diesen Frauen geben. Männer hingegen halten selbst mit ihren Smalltalk und klopfen sich gegenseitig auf die Schulter in jovialer Lockerheit. Männliche Feindschaften werden selten schnell offensichtlich, selbst für Männer untereinander ist es oft schwer zu erkennen wie andere zueinander stehen. Aber genau hier die Gründe und Gepflogenheiten zu verstehen und zu ergründen, wird Teil des Beziehungsratgebers sein.

Business Beziehungsratgeber für Männer und Frauen

Gerade Frauen in Führungspositionen sehen sich nicht selten einer großen Gruppe männlicher Kollegen gegenüber. Ich weiß wovon ich spreche, da gerade im Automotive Sektor hauptsächlich Männer die Entscheidungen treffen und die Führungsebenen männlich dominiert sind. Wie kann ich mich als Frau hier integrieren, wenn Männer ihre Bündnisse gemeinsam schwitzend in der Sauna schmieden oder abends beim Bier zum Champions League Spiel. Wie können sich weibliche Führungskräfte in einem solchen Umfeld behaupten und positionieren und was müssen sie dabei beachten?

Aber auch das Thema warum Frauen und Männer unterschiedlich mit ihren Kompetenzen in der Außenwirkung umgehen, möchte ich erläutern. Auflockern werde ich mit typischen Szenen aus dem Alltag und den Fragen, die ich mir aus weiblicher Sicht dazu gestellt habe.

Ziel ist es Transparenz über typisch weibliches und typisch männliches Verhalten im Business Kontext zu geben. Dabei soll es Männern als auch Frauen leichter gemacht werden sich gegenseitig, aber auch untereinander besser lesen und verstehen zu können.

 

 

 

 

 

 

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