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Das perfekte Pitch Deck

Das perfekte Pitch Deck

Oder über die Bedeutung eines Pitch Decks.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein gutes Pitch Deck sogar die Bedeutung eines ausgefeilten Businessplans relativieren kann. Warum?

Zunächst einmal muss geklärt werden, was ein Pitch Deck überhaupt ist. Ein Pitch Deck ist eine Unterlage, meist in Powerpoint verfasst, die kurz die wichtigsten Punkte zur Geschäftsidee zusammenfasst. Das wohl bekannteste öffentlich frei verfügbare Pitch Deck ist das von Air BnB. Dieses findest Du hier.

Gute Pitch Decks überzeugen!

Gute Pitch Decks sind kurz und knackig und kommen direkt zur Sache. Mit wenigen Worten wird die Geschäftsidee genau beschrieben. Ein gutes Pitch Deck kann innerhalb von wenigen Minuten gelesen und verstanden werden und macht neugierig auf mehr.

Inhalte eines guten Pitch Deck

Zunächst einmal ist es wichtig die Präsentation genau auf die Zielgruppe auszurichten. Geht es um die Unterstützung von Investoren oder möchte man potentielle Kunden gewinnen? Je nachdem sind andere Schwerpunkte und Informationen relevant.

Selbst das beste Pitch Deck wird nicht alle Fragen und Themen abdecken können, aber genau das ist auch gut so. Auf 10 bis maximal 15 Seiten sollte sich auf das wichtigste konzentriert werden.

Aufbau der Präsentation

Jede Pitch Präsentation sollte ein ansprechendes Deckblatt mit Namen und Logo der Firma aufweisen. Es lohnt sich tatsächlich hier einige Minuten mehr zu investieren. Ein gutes Logo braucht Zeit und man bekommt schließlich immer nur eine Chance für den ersten Eindruck.

Vision, Mission der Claim

Gleich danach sollte die Unterlage mit der Vision beginnen. Worum geht es? Was ist der Claim bzw. die Mission, um die es geht? Für mich eine der essentiellsten Fragestellungen überhaupt und leider in vielen Pitch Decks gar nicht berücksichtigt oder teilweise auch nicht hinreichend beschrieben. Ein Claim kann ein kurzer prägnanter Satz sein, der das Produkt oder die Dienstleistung genau auf den Punkt bringt. Ein Beispiel für einen Claim ist “Haribo macht Kinder froh” oder “Carglass repariert, Carglass tauscht aus.”

Welches Problem soll gelöst werden?

Im folgenden geht es dann um die Problemstellung als solche und die dazugehörige Lösung. Bei der Formulierung des Problems ist es immer am besten vom großen ins kleine zu gehen und sich so dem Problem zu nähern. Der Bezug zum Produkt oder Dienstleistung muss klar werden und der gewillte Zuhörer muss leicht verstehen, worum es geht. Dabei ist es ganz wichtig das Publikum auch emotional abzuholen, das Problem muss “spürbar” werden.

Die Lösung

Die Beschreibung der Lösung also im Grunde des Produkts oder der Dienstleistung sollte auch klar und einfach beschrieben sein. Hier ist es wichtig die Lösung genau auf das Publikum zuzuschneiden. Je nachdem sind Details mehr oder weniger relevant.

Gibt es bereits Wettbewerb oder ist es das einzige Produkt oder die einzige Dienstleistung am Markt. Hier muss im Vorfeld gründlich recherchiert worden sein. (das sollte man immer wieder tun) Gibt es bereits Zukunftspläne für das Produkt? Wenn ja, dann sind diese Visionen an dieser Stelle auch relevant. Am allerbesten schließt man diesen Teil mit einer kurzen Präsentation des Produkts, ein Mock up oder einem Prototypen.

Das Team

Die Vorstellung des Teams ist eine Folie, die ich je nachdem auch gerne ganz an den Beginn der Präsentation sehe. Je nachdem wie wichtig die eigentlich Köpfe hinter der Idee sind. Das Team muss Vertrauen schaffen und es muss authentisch und glaubhaft die Geschäftsidee präsentieren.

Das Geschäftsmodell

Wie soll Geld verdient werden? Diese Frage sollte auf dieser Seite beantwortet werden. Die Seite ist die Quintessenz des Finanzplans. Besonders die Frage, wann ein potentieller Break-Even Point erwartet wird, ist hier relevant.

Die Kunden

Wer werden die Kunden sein? Wie groß ist das Potential? Welcher Markt lässt sich mit welchem potentiellen Volumen erschließen? Es ist ganz wichtig seinen Markt und die dazugehörigen Kunden genau zu kennen. Viel zu selten wird hier sich hier detailliert genug mit beschäftigt und sehr häufig wird zu kurz, weil nur national gedacht.

Der Wettbewerb

Unglaublich aber wahr, sehr oft stelle ich bei der Durchsicht von Pitch Decks fest, dass man sich mit dem potentiellen Wettbewerb nicht auseinander gesetzt hat. Zu fokussiert war man auf seine Sache und seine Idee. Dabei ist es wichtig seinen Wettbewerb zu kennen und auch einschätzen zu können wie dieser sich entwickelt.

Erste Auszeichnungen oder erreichte Ziele

Zum Schluss ist es an der Zeit noch etwas Werbung zu machen, wenn möglich, und schon erste erreichte Ziele vorstellen zu können. Wenn dies noch nicht geschehen ist, dann sollte diese Seite weg gelassen werden.

Weitere Seiten zu speziellen Themen

Je nach Publikum können noch vereinzelte Seiten dazu kommen. Ein guter Pitch ist allerdings nicht länger als 5-10 Minuten je nachdem. Deshalb sollte jede Seite mit bedacht gewählt werden und nur dann mit in das Pitch Deck integriert werden, wenn sie wirklich von Relevanz ist.

Wie Du einen guten Pitch Trainer findest

Wie Du einen guten Pitch Trainer findest

Pitch Trainer gibt es vor allem in Deutschland recht wenige. Und noch viel wenigere mit Erfahrung. Dabei haben vor allem die großen Beratungsunternehmen schon längst begriffen wie wichtig eine gute professionelle Vorbereitung eines Pitches ist. Aber auch die zunehmende Anzahl von Startups ist auf gute Pitch Trainer angewiesen, um ihre Produkte und Dienstleistungen in einem perfekten Licht zu präsentieren.

Ich habe bereits einige Blogartikel zum Thema Pitch Training verfasst, die Du hier und hier findest. In dem ersten Artikel geht es um das Pitch Training allgemein und im zweiten Artikel darum, dass der Kunde in das Zentrum eines jeden Pitches gerückt werden sollte.

Warum einen Pitch Trainer /in buchen?

Egal wann es darauf ankommt mit seinem Produkt oder seiner Dienstleistung zu glänzen, ein Pitch Trainer schadet nie. Ob Großnternehmen, Startup, Freiberufler oder Selbständiger, jeder sollte seine Verkaufsstrategie, sein Verkaufsgespräch und die Art der Vorstellung geübt und einstudiert haben.

Oftmals ist man persönlich, aber auch als Team so stark von seinem Produkt und seiner Dienstleistung geblendet, dass man dem Tunnelblick verfällt. Ein guter Pitch Trainer schafft den Blickwinkel zu verändern und macht auf Punkte aufmerksam, die man übersehen oder nicht bedacht hat.

Unique Selling Point

Pitch Trainer hinterfragen und challengen den Unique Selling Point (USP). Es geht darum sehr exakt herauszuarbeiten, was das Produkt oder die Dienstleistung vom Wettbewerb unterscheidet. Hier ist es wichtig sich sehr viel Zeit zu nehmen. Gibt es keinen echten USP? Ja, auch das passiert zuweilen. Dann muss mit dieser Tatsache bewusst umgehen und einen Plan schmieden wie man sein Produkt oder die Dienstleistung dennoch besser verkaufen kann als der Wettbewerb.

Entscheider

Wer sind die Entscheider, die über einen Zuschlag am Ende entscheiden? Was dann folgt ist Entscheiderstalking wie ich es immer gerne nenne. Alle öffentlich zugänglichen Informationen über den Entscheider müssen vorliegen. Dabei gilt es sowohl berufliche, aber auch private Hintergründe zu erfahren. Das Internet ist dafür die beste Recherchequelle, aber auch andere berufliche Kontakte können hier helfen. Je besser man vor einem Pitch weiß mit wem man es zu tun hat desto besser. Vielleicht gibt es gemeinsame Vorlieben für Sport, gleiche Universitäten oder gemeinsame Kontakte, all das kann im Pitch entscheidend sein das Eis zu brechen.

Wettbewerb

Aber auch den Wettbewerb muss beleuchtet werden. Manche Startups kennen ihren Wettbewerb kaum oder denken, dass es ausreicht sich kurz damit beschäftigt zu haben. Aber gerade bei Startups verändert sich das Wettbewerbsumfeld ständig und es treten immer wieder neue Wettbewerber auf den Markt. Allerdings reicht es nicht aus den Wettbewerb nur zu kennen. Ein guter Pitch Trainer wird gemeinsam mit dem Team die Stärken und Schwächen des Wettbewerbs herausarbeiten und reflektieren wir man diesen am besten begegnen kann.

Wie finde ich einen passenden Pitch Trainer?

Gute Pitch Trainer bringen viel Erfahrung mit und haben schon viele Teams in den verschiedensten Branchen gecoached. Ich betreue aktuell etwa 40-50 Teams pro Jahr über alle Industrien hinweg, kleine und große Unternehmen, aber auch viele Startups. In vielen Startup Masterclasses gibt es häufig einzelne Blöcke, die sich nur mit Pitch Training befassen. Meine Erfahrung aus unzähligen Pitches mit einem Volumen von wenigen tausend Euro bis über 20 Millionen Euro helfen mir jedem Team noch eine gute Idee mitzugeben und sie ideal vorzubereiten.

Im Internet gibt es einige gute Pitch Trainer. Kontaktgespräche sind immer kostenlos und es lohnt sich in einem Erstgespräch auszuloten, ob das gegenüber zu einem passen könnte. Letztendlich muss die Chemie stimmen und man das Gefühl haben, dass der Pitch Trainer den geforderten Mehrwert bringt.

Meine Schwerpunkte

Meine Schwerpunkte liegen in der Pitch Vorbereitung und Betreuung von Startups insbesondere in der Automobil- und Maschinenbauindustrie. In letzter Zeit habe ich auch vermehrt Technologiethemen betreut.

Bist Du auf der Suche nach einem Pitch Trainer? Dann schreibe mir eine Mail.

Kunden – Pitch Training

Kunden – Pitch Training

Kennst Du deinen Kunden? Wenn ja, wie gut? Einer meiner ersten Fragen geht immer in genau diese Richtung, wenn ich beginne mit Teams an einer Pitchvorbereitung zu arbeiten. Mittlerweile weiß ich, dass es, sagen wir einmal, eine unterschiedliche Auslegung gibt wie gut man seinen Kunden kennt.

Dieser Beitrag ist der zweite Post zum Thema Pitchtraining für Entrepreneure oder Teams. Den ersten Beitrag findest Du hier.

Kundenbeziehung als Erfolgsfaktor

Eine enge und gute Kundenbeziehung ist nicht selten der Erfolgsfaktor schlechthin. Ich kenne so viele hoch erfolgreiche Geschäftsleute, die sich nur darauf spezialisiert haben und so einen Auftrag nach dem anderen bekommen. Es ist eben immer ein “People Business”.

Kunden “verraten” dann schon ganz gerne mal das ein oder andere mehr. Es sind oftmals nur kleine Gesten oder Kommentare, die Rückschlüsse über Preise und inhaltliches möglich machen. Das kann am Ende den entscheidenden Wettbewerbsvorteil bedeuten.

Männer und Frauen sind auch hier unterschiedlich

Allerdings ist die Auslegung wie gut eine Kundenbeziehung ist sehr unterschiedlich. Gerade Männer beschreiben ihre Verhältnis zum Kunden oftmals besser und intensiver als sie eigentlich sind. Frauen sind diesbezüglich kritischer und realitätsnäher. Ich denke das liegt daran, dass Frauen tendenziell engere und tiefere Beziehungen pflegen während Männer oberflächlicher und weniger persönlich bleiben.

In der Pitchvorbereitung ist diese Unterscheidung allerdings essentiell. Je belastbarer die Beziehungen zum Kunden ist desto einfacher ist ein klares Bild über die Gesamtsituation zu zeichnen.

Wie sieht eine gute Kundenbeziehung aus?

Eine gute Beziehung zum Kunden zeichnet sich meiner Meinung nach fast schon durch eine Art freundschaftliches Verhältnis aus. Es basiert auf Vertrauen, Offenheit und Respekt füreinander und hat bestenfalls schon eine längere Historie. Vertrauen und Respekt entwickeln sich nicht ohne eine gemeinsame Historie. Deshalb glaube ich nicht daran, dass es ausreicht den ein oder anderen Kunden mal beim Mittagessen erlebt oder im Meeting gesehen zu haben.

Im besten Fall kennt man den Kunden im Vorfeld einer Angebotsphase bereits so gut, dass man schon vorab genau weiß, wonach der Kunde sucht. Je klarer das Team die Bedürfnisse oder auch aktuellen Herausforderungen der Kundenseite kennt desto passgenauer kann man ein Angebot erstellen und auch den Pitch entsprechend vorbereiten.

Welches Problem hat mein Kunde?

Das ist einer der essentiellsten Fragen einer jeden Pitch- oder Angebotsvorbereitung. Warum braucht der Kunde mein Produkt oder meine Dienstleistung überhaupt? Welches Problem kann ich oder mein Produkt für ihn lösen? Mit dieser Frage kann man sich meiner Meinung nach gar nicht lange genug beschäftigen.

Erst wenn völlig klar ist, welches Problem des Kunden es zu lösen gilt, kann mit dem eigentlichen Angebot angefangen werden.

Ziel ist es die Herausforderung des Kunden zu lösen

Es sollte das Kernziel eines jeden Angebotes oder Pitches sein. Es geht darum den Kunden bei seinem Problem “abzuholen” und ihm glaubhaft aufzuzeigen wie man sein Problem gegebenenfalls lösen kann. Erst wenn der Kunde das Gefühl hat, dass man ihn verstanden hat und er seine Bedürfnisse adressiert sieht, wird er einem Angebot zustimmen bzw. einen Auftrag erteilen.

Leider verlieren sich viele immer dabei ihre Kompetenzen aufzuzeigen und zu sagen, was sie alles können. Dabei geht der Kundenfokus sehr oft komplett verloren. Den Kunden interessiert es nicht wie viele Qualifikationen und Fähigkeiten Du hast, wenn Du nicht konkret sein Bedürfnis adressierst.

Hast Du eine Frage wie Du Dich auf einen Pitch vorbereiten sollst? Oder hast Du selbst noch einen Tipp? Dann schreibe mir gerne eine E-Mail.

Pitch Training Teil 1

Pitch Training Teil 1

Pitch Training oder Sales Coaching im Generellen wird zunehmend bedeutender. Wenn Produkte oder Dienstleistungen nahezu beliebig austauschbar sind, wird es zunehmend wichtiger im Pitch zu glänzen. Meiner Meinung nach scheitern viele gute Produkte, Ideen und Dienstleistungen an schlechten Vorstellungen im Pitch. Andersherum gewinnen aber auch viele einen Auftrag oder ein Projekt aufgrund eines herausragenden Pitches, der am Ende ein großes Differenzierungsmerkmal sein kann.

Sales kann nicht jeder

Nicht jeder Mensch ist der geborene Verkäufer. Gerade Menschen mit einem nicht betriebswirtschaftlichen Hintergrund tun sich schwer ihre Produkte oder Dienstleistungen zu verkaufen. Aber auch persönliche Veranlagungen und mangelnde Routine können verhindern, dass man den Auftrag bekommt.

Die wenigsten Menschen, die ich kenne, sind die geborenen Verkäufer. Und die, die es sind, haben oftmals viele Jahre dafür geübt.

Wann sollte man einen Pitch üben?

Ich bin der Meinung, dass man vor jedem Pitch “üben” sollte. Sogenannte Rehearsals machen in meinen Augen immer Sinn. Je umfangreicher der Pitch und je unerfahrener das Pitchteam im Vorstellen und Verkaufen von Dienstleistungen und Produkten, desto relevanter ist ein Pitch Training.

Ich kenne selbst hoch erfahrene Experten, denen es die Sprache in einem Pitch verschlägt. Für einen 60 minütigen Pitch sollte mans mindestens das 3fache an Rehearsalzeit einplanen. Bei Teams über 3 Personen und wenig Erfahrung kann sich das schon mal auf 1-2 Tage Rehearsalzeit ausweiten.

Ein Pitch Training lohnt sich immer, egal wie gut und erfahren man eigentlich ist.

Vorbereitung ist der Schlüssel

Bevor man jedoch in das Training für den Pitch einsteigt, gilt es Zeit in die Vorbereitung zu investieren. Und hier zeigt sich: je mehr Zeit man in die Vorbereitung steckt, desto leichter wird das Rehearsal. Viele Teams unterschätzen wie wichtig eine genaue Vorbereitung ist und wie viel es in Rahmen der Vorbereitung für einen Pitch zu tun gibt.

Produkt und Dienstleistung

Das beste Pitch Training wiederum nützt nichts, wenn das Produkt oder die Dienstleistung nicht gut ist.  Die Grundlage eines jeden Pitch ist deshalb das Produkt und die Dienstleistung. 

Fokus auf die Kundensicht

Bei jedem Pitch ist es zwingend notwendig auf die Wünsche und Bedürfnisse des Kunden einzugehen. Was bringt mein Produkt oder meine Dienstleistung dem Kunden? Welchen Mehrwert stifte ich damit? Was kann mein Produkt vielleicht besser als das des Wettbewerbs?

Referenzen

Referenzen sind besonders wichtig. Je mehr passende Referenzen ich aufzuweisen kann, desto besser. Aus meiner Erfahrung sind Referenzen, die die Qualität des Produkts oder der Dienstleistung untermauern essentiell, um neue Kunden oder Projekte zu gewinnen.

Je passender die Referenz umso besser. Am besten sind Referenzen, die die gleiche Problemstellung aufzeigen und aus der gleichen Industrie stammen. Es geht darum dem Kunden glaubhaft zu übermitteln, dass die Dienstleistung oder das Produkt einen echten Mehrwert für ihn bieten kann. 

Sehr oft werden Pitches verloren mit der Begründung, dass die Referenz nicht gepasst hat oder im schlimmsten Fall gar keine Referenz aufgezeigt wurde.

Warum wird ein Pitch Training nicht immer gemacht?

Die häufigste Ausrede ist Zeit. Es gäbe noch so viel anderes zu tun und es sei einfach nicht genug Zeit zur Verfügung. Ich bin der Meinung, dass man sich entweder die Zeit nimmt und den Pitch als absolute Priorität sieht oder man sollte es lassen und den Pitch sogar besser absagen. Denn die wenigsten großen Projekte werden so gewonnen.

Besser eine Sache richtig, als 10 gleichzeitig

Einzelpersonen, aber auch Teams verzetteln sich darüber hinaus nicht selten mit vielen verschiedenen Pitches, Angeboten und Projekten. Hier gilt es sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Wie hoch ist die Win Wahrscheinlichkeit für jedes einzelne Thema? Wo habe ich gegebenenfalls mehr Chancen? Was ist mir persönlich wichtiger? Konzentration auf eine Sache nach der anderen ist hier oft der Schlüssel zum Erfolg.

Checkliste Pitch Training

Du oder ihr steht vor einem großen Pitch? Hier eine kurze Checkliste der Dinge über die ihr nachgedacht haben solltet.

  • Teilnehmerkreis – Wer nimmt von Kunden- aber auch von der Teamseite am Pitch teil?
  • Stakeholder Management – Wer entscheidet auf Kundenseite?
  • Wettbewerbsanalyse – Wer könnte auch zum gleichen Thema pitchen und was sind deren Stärken und Schwächen?
  • Wie viel Zeit habe(n) wir/ich?
  • Was sind meine/unsere Unique Selling Points (USPs)?
  • Welche kritischen Fragen könnten gestellt werden und wie könnte man diese beantworten?
  • Habe ich an einen Medienwechsel gedacht, um meinen Pitch spannend zu machen?
  • Möchte ich dem Kunden etwas “da lassen”?
  • Dresscode?
  • Hat der Kunde eine Agenda vorgegeben ?

Meine Pitch Trainings

Ich habe über 10 Jahre Erfahrung im Rahmen von über 500 Angeboten und Pitches bei kleinen, mittleren und großen Unternehmen. Darüber hinaus war ich dieses Jahr auch Mitglied in einer Start Up Jury und habe Business Pläne (mehr zum Thema Business Plan) von über 100 europäischen Start Ups und Entrepreneuren bewertet. Ich bin Diplom Volkswirtin, ausgebildeter Business Coach und betreue momentan vor allem Pitches über 500.000 Euro. Ich biete auch kurzfristig Pitch Trainings für Teams und Einzelpersonen an.

Bei Interesse bitte E-Mail an info@rosita-kraus.de

Männer und Frauen im Job

Männer und Frauen im Job

Dies ist mein zweiter Blogpost zum Thema Business Beziehungsratgeber. Ich möchte auch in diesem auf das was Männer und Frauen im Job unterscheidet eingehen. Jeder, der mit dem jeweils anderen Geschlecht bereits zusammengearbeitet hat, weiß, dass Männer und Frauen nicht nur privat sondern auch beruflich anders ticken. Den ersten Blogpost zum Thema findet ihr übrigens hier.

Business Beziehungsratgeber Teil 2

Männer denken hierarchisch während gerade Frauen grundsätzlich wenig mit Hierarchien in Berührung gekommen sind. Wenn wir ein wenig in der Geschichte zurückgehen, wird diese Tatsache ziemlich schnell klar. Klischeehaft gesagt, trafen sich Männer beim Militär während Frauen auf dem Markt waren oder den Haushalt führten. Das mag nun ein altes Rollenbild sein, aber prägt die Kommunikation von Männern und Frauen bis heute.

Unterschiede in der Kommunikation

Männer und Frauen kommunizieren anders. Das wissen wir nicht schon aus unseren privaten Beziehungen Zuhause, aber trotzdem gerät dieser Aspekt immer wieder in Vergessenheit. Frauen kommunizieren eher indirekt und im konjunktiv, während Männer gerade direkte Aussagen brauchen. Während die eine Seite also vor allem um eine gute Stimmung bemüht ist, fragt der andere sich, warum sie so unsicher und wenig durchsetzungsfähig wirkt.

In Meetings sprechen Frauen tendenziell alle an und versuchen jeden inhaltlich abzuholen. Männer hingegen legen wert den Ranghöchsten abzuholen und auf ihre Seite zu ziehen.

Unterbrechen oder ausreden lassen?

So viel ist sicher, die meisten Frauen unterbrechen extrem ungern, aber gerade das geschickte unterbrechen insbesondere von Männern, die als “rangniedriger” im Meeting empfunden werden, kann einer Frau Respekt bringen.

Das mag nicht immer so sein und auch ich bin der Meinung, dass aufmerksames Zuhören eine große Stärke insbesondere von Frauen ist, aber in manchen Situationen schadet ein gezieltes Unterbrechen im richtigen Moment ganz und gar nicht.

Wird man selbst unterbrochen, sollte man kurz überlegen, ob die Unterbrechung begründet ist oder nicht. Unbegründete Unterbrechungen sollten sich weder Männer noch Frauen gefallen lassen.

Horizontale oder vertikale Gesprächsebene

Die Gesprächsebene spielt in der Kommunikation eine wichtige Rolle. Wenn Männer und Frauen miteinander kommunizieren bewegen sie sich häufig auf unterschiedlichen Ebenen. Während Frauen die horizontale, gleichberechtigte Gesprächsebene vorziehen, begegnen sich Männer nicht selten eher auf der vertikalen, hierarchischen Ebene.

Ein Praxisbeispiel

Erst kürzlich war ich einer Telefonkonferenz mit etwa 10 ranghöheren Männern. Es ging um eine Projektausschreibung eines Kunden und ich legte meine Sicht der Dinge mit sehr viel Hintergrundwissen den Kollegen dar. Plötzlich erhob ein mir bisher unbekannter Kollege die Stimme: “Wer bist Du eigentlich, dass Du Dich hier in dem Thema engagierst?” Das war ganz klar der Beginn der vertikalen Kommunikation. Mein Rang wurde in Frage gestellt, der Unterton war zudem leicht abfällig.

Meine Antwort: “Ich habe fast 2 Jahre für den Kunden gearbeitet, ich kenne die Organisation in- und auswendig.” Damit war das Thema erledigt und der Kollege schwieg. Diese Art der Kommunikation ist typisch männlich und wir Frauen reagieren häufig persönlich angegriffen. Dabei geht es Männern gar nicht um einen persönlich gemeinten Angriff, sondern es ist ein ganz normales Verhalten, um Rang und Status abzufragen.

Was können Männer und Frauen daraus lernen?

Ich möchte nicht zu klischeehaft sein. Es gibt sicher auch Frauen die vertikal kommunizieren, sowie Männer die horizontal orientiert sind. Was ich sagen will ist, dass es klare geschlechtsspezifische Tendenzen gibt. Männer und Frauen sollten beide Varianten kennen und beide Kommunikationsvarianten in Gesprächen in betracht ziehen. Nur so kann vermieden werden, dass größere Konflikte oder Missverständnisse entstehen.

Ich kann aus Erfahrung sagen, dass die meisten Situationen, die gerade wir Frauen als persönliche Attacken empfinden gar keine persönlichen Angriffe sind. In den meisten Fällen handelt sich um eine typische vertikale Gesprächsführung um Rang und Hierarchie zu klären.

 

 

 

 

 

Business Beziehungsratgeber Teil 1

Business Beziehungsratgeber Teil 1

Beziehungsratgeber über Männer und Frauen und deren Eigenheiten gibt es wie Sand am Meer. Aber es gibt soweit ich weiß keinen Business Beziehungsratgeber über die geschlechtsspezifischen Gepflogenheiten im beruflichen Umfeld. Aus diesem Grund habe ich mir vorgenommen aus diesem Thema eine Serie zu machen und über teilweise skurrile Situationen im Berufsalltag zu schreiben.

Es dabei wird um Eigenheiten und um “Gehabe” gehen, vor allem aus meiner weiblichen Sicht. Aber es geht mir auch darum Transparenz für die weibliche und die männliche Sicht zu schaffen wie die jeweils andere Seite denkt und fühlt. Wie funktionieren berufliche Beziehungen und wie unterschiedlich verhalten sich Männer und Frauen. All das soll Inhalt dieser Blogserie Business Beziehungsratgeber werden.

Meine Erfahrungen

Die Idee zu einem Beziehungsratgeber basiert auf eigenen Erfahrungen. Wie häufig habe ich in den vergangenen Jahren männliche und weibliche berufliche Verhaltensweisen bemerkt, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Ich habe Kollegen und Kolleginnen befragt und um ihre Einschätzung gebeten. Ich habe mit meinem Mann, der selbst Führungskraft ist darüber gesprochen und reflektiert. Warum reagieren Männer so wie es eine Frau nie tun würde? Wie verhalten sich weibliche Führungskräfte im Vergleich zu männlichen? Was ist der Unterschied?

Bin ich selbst in einer männlich dominierten Umgebung anders als unter Frauen? Ja, ich bin anders, das habe ich bereits festgestellt. Ich antizipiere teilweise männliches Verhalten, um schneller an mein Ziel zu kommen. Aber es hilft auch unter Männern als Frau akzeptiert und respektiert zu werden.

Wofür sind Meetings gut?

Schon in Meetings wird klar, dass Frauen und Männer anders ticken. Männer nutzen Meetings gerne zum “Schaulaufen”, der Inhalt ist gerade zu Beginn eher zweitrangig. Das verstehen Frauen nicht. Frauen möchten zum Punkt kommen, denn es gibt noch viel zu erledigen. Sie sehen keinen Sinn Dinge mehrfach zu wiederholen und aufeinander zu referenzieren. Männer auf der anderen Seite nutzen ein Meeting genau dafür. Es geht um Hierarchien und Rangordnungen für Männer. Insbesondere die Worte des “Ranghöchsten” werden am liebsten wiederholt und aufgegriffen. Es ist eine Form Loyalität zu zeigen.

Allein über das Verhalten in Meetings könnte ich einen halben Beziehungsratgeber schreiben. Wer beginnt das Meeting? Wer hat den höchsten Redeanteil? Wie ist die Sitzordnung? Wer sagt was? All diese Dinge spielen eine große Rolle für Männer. Für Frauen geht es bei den meisten Meetings nur um die Inhalte und die Ergebnisse. Für Männer ist ein Meeting viel mehr. Es ist ein soziales Event. Und liebe Frauen, es ist unglaublich wie viel Männer in Meetings reden können. Die Beiträge von manchen Männern in Meetings übertreffen die Anzahl der Worte, die ein Mann mit seiner Frau wöchentlich austauscht um ein vielfaches.

Braucht man(n) Statussymbole?

Ja, viele Männer brauchen sie. Statussymbole sind Männern viel wichtiger als Frauen. Ich kenne unzählige Männer, die ihre Initialen auf ihren Hemden eingestickt haben. Auf der andere Seite kenne ich keine einzige Frau, die eine Bluse mit ihren Anfangsbuchstaben hat. Ich könnte hier beliebig viele andere Statussymbole aufzählen von gravierten Montblanc Kugelschreibern, Autoschlüsseln, Krawatten im Wert von 500 Euro, das große Büro oder die Ehefrau zuhause, die mindestens 2 Kinder hütet. Die Ehefrau? Ja, richtig. Für Männern ist eine Familie zu haben ein Statussymbol. Im Gegensatz zu uns Frauen. Wenn wir äußern frisch verheiratet zu sein, dann wird man als Frau kritisch beäugt, ob sich in unserer Mitte nicht vielleicht schon etwas wölbt. Eine Schwangerschaft wird uns negativ ausgelegt. Ein Mann hat seinen Status mit einer schwangeren Frau eher erhöht als erniedrigt. Klingt absurd? Ich weiß.

Auch über das Thema Statussymbole könnte man einen ganzen Beziehungsratgeber schreiben. Deswegen wird es auch hierzu einen separaten Beitrag geben.

Berufliche Feind- und Freundschaften

Unter Frauen werden Feindschaften auch im beruflichen Kontext recht schnell offensichtlich. Einmal als “Feindin” auserkoren, wird es keine freundschaftlichen Gesten zwischen diesen Frauen geben. Männer hingegen halten selbst mit ihren Smalltalk und klopfen sich gegenseitig auf die Schulter in jovialer Lockerheit. Männliche Feindschaften werden selten schnell offensichtlich, selbst für Männer untereinander ist es oft schwer zu erkennen wie andere zueinander stehen. Aber genau hier die Gründe und Gepflogenheiten zu verstehen und zu ergründen, wird Teil des Beziehungsratgebers sein.

Business Beziehungsratgeber für Männer und Frauen

Gerade Frauen in Führungspositionen sehen sich nicht selten einer großen Gruppe männlicher Kollegen gegenüber. Ich weiß wovon ich spreche, da gerade im Automotive Sektor hauptsächlich Männer die Entscheidungen treffen und die Führungsebenen männlich dominiert sind. Wie kann ich mich als Frau hier integrieren, wenn Männer ihre Bündnisse gemeinsam schwitzend in der Sauna schmieden oder abends beim Bier zum Champions League Spiel. Wie können sich weibliche Führungskräfte in einem solchen Umfeld behaupten und positionieren und was müssen sie dabei beachten?

Aber auch das Thema warum Frauen und Männer unterschiedlich mit ihren Kompetenzen in der Außenwirkung umgehen, möchte ich erläutern. Auflockern werde ich mit typischen Szenen aus dem Alltag und den Fragen, die ich mir aus weiblicher Sicht dazu gestellt habe.

Ziel ist es Transparenz über typisch weibliches und typisch männliches Verhalten im Business Kontext zu geben. Dabei soll es Männern als auch Frauen leichter gemacht werden sich gegenseitig, aber auch untereinander besser lesen und verstehen zu können.

 

 

 

 

 

 

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