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Männer und Frauen im Job

Männer und Frauen im Job

Dies ist mein zweiter Blogpost zum Thema Business Beziehungsratgeber. Ich möchte auch in diesem auf das was Männer und Frauen im Job unterscheidet eingehen. Jeder, der mit dem jeweils anderen Geschlecht bereits zusammengearbeitet hat, weiß, dass Männer und Frauen nicht nur privat sondern auch beruflich anders ticken. Den ersten Blogpost zum Thema findet ihr übrigens hier.

Business Beziehungsratgeber Teil 2

Männer denken hierarchisch während gerade Frauen grundsätzlich wenig mit Hierarchien in Berührung gekommen sind. Wenn wir ein wenig in der Geschichte zurückgehen, wird diese Tatsache ziemlich schnell klar. Klischeehaft gesagt, trafen sich Männer beim Militär während Frauen auf dem Markt waren oder den Haushalt führten. Das mag nun ein altes Rollenbild sein, aber prägt die Kommunikation von Männern und Frauen bis heute.

Unterschiede in der Kommunikation

Männer und Frauen kommunizieren anders. Das wissen wir nicht schon aus unseren privaten Beziehungen Zuhause, aber trotzdem gerät dieser Aspekt immer wieder in Vergessenheit. Frauen kommunizieren eher indirekt und im konjunktiv, während Männer gerade direkte Aussagen brauchen. Während die eine Seite also vor allem um eine gute Stimmung bemüht ist, fragt der andere sich, warum sie so unsicher und wenig durchsetzungsfähig wirkt.

In Meetings sprechen Frauen tendenziell alle an und versuchen jeden inhaltlich abzuholen. Männer hingegen legen wert den Ranghöchsten abzuholen und auf ihre Seite zu ziehen.

Unterbrechen oder ausreden lassen?

So viel ist sicher, die meisten Frauen unterbrechen extrem ungern, aber gerade das geschickte unterbrechen insbesondere von Männern, die als „rangniedriger“ im Meeting empfunden werden, kann einer Frau Respekt bringen.

Das mag nicht immer so sein und auch ich bin der Meinung, dass aufmerksames Zuhören eine große Stärke insbesondere von Frauen ist, aber in manchen Situationen schadet ein gezieltes Unterbrechen im richtigen Moment ganz und gar nicht.

Wird man selbst unterbrochen, sollte man kurz überlegen, ob die Unterbrechung begründet ist oder nicht. Unbegründete Unterbrechungen sollten sich weder Männer noch Frauen gefallen lassen.

Horizontale oder vertikale Gesprächsebene

Die Gesprächsebene spielt in der Kommunikation eine wichtige Rolle. Wenn Männer und Frauen miteinander kommunizieren bewegen sie sich häufig auf unterschiedlichen Ebenen. Während Frauen die horizontale, gleichberechtigte Gesprächsebene vorziehen, begegnen sich Männer nicht selten eher auf der vertikalen, hierarchischen Ebene.

Ein Praxisbeispiel

Erst kürzlich war ich einer Telefonkonferenz mit etwa 10 ranghöheren Männern. Es ging um eine Projektausschreibung eines Kunden und ich legte meine Sicht der Dinge mit sehr viel Hintergrundwissen den Kollegen dar. Plötzlich erhob ein mir bisher unbekannter Kollege die Stimme: „Wer bist Du eigentlich, dass Du Dich hier in dem Thema engagierst?“ Das war ganz klar der Beginn der vertikalen Kommunikation. Mein Rang wurde in Frage gestellt, der Unterton war zudem leicht abfällig.

Meine Antwort: „Ich habe fast 2 Jahre für den Kunden gearbeitet, ich kenne die Organisation in- und auswendig.“ Damit war das Thema erledigt und der Kollege schwieg. Diese Art der Kommunikation ist typisch männlich und wir Frauen reagieren häufig persönlich angegriffen. Dabei geht es Männern gar nicht um einen persönlich gemeinten Angriff, sondern es ist ein ganz normales Verhalten, um Rang und Status abzufragen.

Was können Männer und Frauen daraus lernen?

Ich möchte nicht zu klischeehaft sein. Es gibt sicher auch Frauen die vertikal kommunizieren, sowie Männer die horizontal orientiert sind. Was ich sagen will ist, dass es klare geschlechtsspezifische Tendenzen gibt. Männer und Frauen sollten beide Varianten kennen und beide Kommunikationsvarianten in Gesprächen in betracht ziehen. Nur so kann vermieden werden, dass größere Konflikte oder Missverständnisse entstehen.

Ich kann aus Erfahrung sagen, dass die meisten Situationen, die gerade wir Frauen als persönliche Attacken empfinden gar keine persönlichen Angriffe sind. In den meisten Fällen handelt sich um eine typische vertikale Gesprächsführung um Rang und Hierarchie zu klären.

 

 

 

 

 

Business Beziehungsratgeber Teil 1

Business Beziehungsratgeber Teil 1

Beziehungsratgeber über Männer und Frauen und deren Eigenheiten gibt es wie Sand am Meer. Aber es gibt soweit ich weiß keinen Business Beziehungsratgeber über die geschlechtsspezifischen Gepflogenheiten im beruflichen Umfeld. Aus diesem Grund habe ich mir vorgenommen aus diesem Thema eine Serie zu machen und über teilweise skurrile Situationen im Berufsalltag zu schreiben.

Es dabei wird um Eigenheiten und um „Gehabe“ gehen, vor allem aus meiner weiblichen Sicht. Aber es geht mir auch darum Transparenz für die weibliche und die männliche Sicht zu schaffen wie die jeweils andere Seite denkt und fühlt. Wie funktionieren berufliche Beziehungen und wie unterschiedlich verhalten sich Männer und Frauen. All das soll Inhalt dieser Blogserie Business Beziehungsratgeber werden.

Meine Erfahrungen

Die Idee zu einem Beziehungsratgeber basiert auf eigenen Erfahrungen. Wie häufig habe ich in den vergangenen Jahren männliche und weibliche berufliche Verhaltensweisen bemerkt, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Ich habe Kollegen und Kolleginnen befragt und um ihre Einschätzung gebeten. Ich habe mit meinem Mann, der selbst Führungskraft ist darüber gesprochen und reflektiert. Warum reagieren Männer so wie es eine Frau nie tun würde? Wie verhalten sich weibliche Führungskräfte im Vergleich zu männlichen? Was ist der Unterschied?

Bin ich selbst in einer männlich dominierten Umgebung anders als unter Frauen? Ja, ich bin anders, das habe ich bereits festgestellt. Ich antizipiere teilweise männliches Verhalten, um schneller an mein Ziel zu kommen. Aber es hilft auch unter Männern als Frau akzeptiert und respektiert zu werden.

Wofür sind Meetings gut?

Schon in Meetings wird klar, dass Frauen und Männer anders ticken. Männer nutzen Meetings gerne zum „Schaulaufen“, der Inhalt ist gerade zu Beginn eher zweitrangig. Das verstehen Frauen nicht. Frauen möchten zum Punkt kommen, denn es gibt noch viel zu erledigen. Sie sehen keinen Sinn Dinge mehrfach zu wiederholen und aufeinander zu referenzieren. Männer auf der anderen Seite nutzen ein Meeting genau dafür. Es geht um Hierarchien und Rangordnungen für Männer. Insbesondere die Worte des „Ranghöchsten“ werden am liebsten wiederholt und aufgegriffen. Es ist eine Form Loyalität zu zeigen.

Allein über das Verhalten in Meetings könnte ich einen halben Beziehungsratgeber schreiben. Wer beginnt das Meeting? Wer hat den höchsten Redeanteil? Wie ist die Sitzordnung? Wer sagt was? All diese Dinge spielen eine große Rolle für Männer. Für Frauen geht es bei den meisten Meetings nur um die Inhalte und die Ergebnisse. Für Männer ist ein Meeting viel mehr. Es ist ein soziales Event. Und liebe Frauen, es ist unglaublich wie viel Männer in Meetings reden können. Die Beiträge von manchen Männern in Meetings übertreffen die Anzahl der Worte, die ein Mann mit seiner Frau wöchentlich austauscht um ein vielfaches.

Braucht man(n) Statussymbole?

Ja, viele Männer brauchen sie. Statussymbole sind Männern viel wichtiger als Frauen. Ich kenne unzählige Männer, die ihre Initialen auf ihren Hemden eingestickt haben. Auf der andere Seite kenne ich keine einzige Frau, die eine Bluse mit ihren Anfangsbuchstaben hat. Ich könnte hier beliebig viele andere Statussymbole aufzählen von gravierten Montblanc Kugelschreibern, Autoschlüsseln, Krawatten im Wert von 500 Euro, das große Büro oder die Ehefrau zuhause, die mindestens 2 Kinder hütet. Die Ehefrau? Ja, richtig. Für Männern ist eine Familie zu haben ein Statussymbol. Im Gegensatz zu uns Frauen. Wenn wir äußern frisch verheiratet zu sein, dann wird man als Frau kritisch beäugt, ob sich in unserer Mitte nicht vielleicht schon etwas wölbt. Eine Schwangerschaft wird uns negativ ausgelegt. Ein Mann hat seinen Status mit einer schwangeren Frau eher erhöht als erniedrigt. Klingt absurd? Ich weiß.

Auch über das Thema Statussymbole könnte man einen ganzen Beziehungsratgeber schreiben. Deswegen wird es auch hierzu einen separaten Beitrag geben.

Berufliche Feind- und Freundschaften

Unter Frauen werden Feindschaften auch im beruflichen Kontext recht schnell offensichtlich. Einmal als „Feindin“ auserkoren, wird es keine freundschaftlichen Gesten zwischen diesen Frauen geben. Männer hingegen halten selbst mit ihren Smalltalk und klopfen sich gegenseitig auf die Schulter in jovialer Lockerheit. Männliche Feindschaften werden selten schnell offensichtlich, selbst für Männer untereinander ist es oft schwer zu erkennen wie andere zueinander stehen. Aber genau hier die Gründe und Gepflogenheiten zu verstehen und zu ergründen, wird Teil des Beziehungsratgebers sein.

Business Beziehungsratgeber für Männer und Frauen

Gerade Frauen in Führungspositionen sehen sich nicht selten einer großen Gruppe männlicher Kollegen gegenüber. Ich weiß wovon ich spreche, da gerade im Automotive Sektor hauptsächlich Männer die Entscheidungen treffen und die Führungsebenen männlich dominiert sind. Wie kann ich mich als Frau hier integrieren, wenn Männer ihre Bündnisse gemeinsam schwitzend in der Sauna schmieden oder abends beim Bier zum Champions League Spiel. Wie können sich weibliche Führungskräfte in einem solchen Umfeld behaupten und positionieren und was müssen sie dabei beachten?

Aber auch das Thema warum Frauen und Männer unterschiedlich mit ihren Kompetenzen in der Außenwirkung umgehen, möchte ich erläutern. Auflockern werde ich mit typischen Szenen aus dem Alltag und den Fragen, die ich mir aus weiblicher Sicht dazu gestellt habe.

Ziel ist es Transparenz über typisch weibliches und typisch männliches Verhalten im Business Kontext zu geben. Dabei soll es Männern als auch Frauen leichter gemacht werden sich gegenseitig, aber auch untereinander besser lesen und verstehen zu können.

 

 

 

 

 

 

Von Pferden Führung lernen

Von Pferden Führung lernen

Wie Pferde führen oder was wir als Führungskräfte von Pferden lernen können

Seit meiner Kindheit bin ich mit Pferden in Berührung. Meine Familie hat über mehrere Generationen hinweg Rennpferde, Englische Vollblüter, besessen und gezüchtet. Mein Onkel wurde in England ausgebildet und war sogar Trainer für Rennpferde in Asien. Man kann also sagen mir ist der Umgang mit Pferden in die Wiege gelegt worden. Seit über 30 Jahren arbeite ich nun mit Pferden und seit über 10 Jahren arbeite ich unter anderem als Führungskraft in der Industrie mit Vorständen, Unternehmensleitern, Fach- und anderen Führungskräften zusammen.

Meine Kindheit mit Pferden

Mein Glück war, dass Lehrer und Erzieher mir in der Schule/Kindergarten „Hyperaktivität“ bescheinigten und der Kinderarzt meiner Mutter rieten mich reiten zu lassen.  Geritten bin ich deshalb bereits im Alter von etwa 5 Jahren, mein erstes eigenes Pferd besaß ich bereits mit 9 Jahren, wofür ich meinen Eltern noch heute zutiefst dankbar bin. Auch, wenn ich damals vielleicht noch nicht reif dafür war und man vieles vielleicht hätte anders machen müssen, so habe ich gerade von diesem Pferd auch sehr viel für mein späteres Leben gelernt. Und an alle Eltern: Ruhiger und konzentrierter wurde ich dank der Arbeit mit Pferden dann auch.

Den Grundstein meines heutigen Werteverständnisses hat mir ein Pferd gelegt.

Pferde als Lehrmeister

Ein Pferd ist ist nicht bestechlich und Pferde folgen Dir nur, wenn sie vertrauen. Pferde sind von Natur aus Fluchttiere, sie sind also in erster Linie darauf aus sich in Sicherheit zu bringen und für ihre Sicherheit zu Sorgen. Aber Pferde sind auch extrem aufmerksam und feinfühlig. Ein Pferd spürt, wenn eine Fliege auf seinem Rücken sitzt. Pferde besitzen aufgrund ihrer Eigenschaften die Fähigkeit menschliches Verhalten zu reflektieren.

Pferdegestütztes Coaching

Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Coaches die auf pferdegestütztes Coaching setzen. Ein oft belächelter Ansatz und gerade für männliche Führungskräfte befremdlich wie mir bereits einige Male erläutert wurde. Allerdings hat bisher noch jeder seine vorerst ablehnende Haltung geändert und bei vielen hat sich der anfängliche Respekt auch in eine positive Neugierde Pferden gegenüber gewandelt.

Ich glaube, dass es für ein pferdegestütztes Coaching für Führungskräfte zwei Komponenten braucht: 1. Langjährige Pferdeerfahrung und 2. Persönliche Erfahrung als Führungskraft.

Was kann mir ein Pferd lehren?

Pferde eignen sich hervorragend dazu Verhalten zu spiegeln. Sie können einem Menschen zeigen wie er wirkt und zwar vom ersten Moment an. Mitarbeiter folgen ihren Vorgesetzten häufig auch ohne Vertrauen und machen ihre Arbeit, ein Pferd würde dies wenn überhaupt nur widerwillig tun. Extremer ist es noch bei unklaren und ungenauen Anweisungen. An dieser Stelle wird ein Pferd die Kooperation einstellen und sehr deutlich werden lassen, dass es nicht versteht, was es tun soll. Es wird stehen bleiben anstatt vorwärts zu gehen oder nach links anstatt nach rechts gehen.

Klare Anweisungen

Ein Pferd zu führen, heißt klare Anweisungen zu geben. Es wird nicht reagieren, wenn der Mensch im übertragenen Sinne sagt: „Ich weiß nicht genau, was ich gerade tue, aber mach bitte einfach mal.“ Je weniger ich mir selbst sicher bin, was zu tun ist, desto weniger wird ein Pferd mit mir kooperieren. Wie auch? Es kann ja nicht wissen, was zu tun ist. Mitarbeiter kompensieren dieses Unwissen von Vorgesetzten häufig, Respekt wird dadurch allerdings nicht gefördert. Oft ist einem Chef aber auch gar nicht klar, dass er unklare Anweisungen gibt.

Im Tagesgeschäft geht so manche Struktur und Logik nicht selten verloren, eine E-Mail jagt die andere, es gibt nur kurze und knappe Anweisungen, die häufig unklar sind. Ein Tag mit einem Pferd kann hier heilend sein. Ein Pferd lehrt Achtsamkeit und schult Präzision in der Kommunikation, die über die Jahre vielleicht verloren gegangen ist. Ich hatte in den vergangenen Jahren die ein oder andere Führungskraft, die überrascht war wie wenig er bzw. sie in den letzten Jahren auf eine klare Kommunikation geachtet hat.

Haltung und Körpersprache

In der Arbeit mit Pferden spielt die Haltung, die innere also auch die äußere, sowie die Art wie ich mit meinem Körper umgehe eine entscheidende Rolle. Ein Pferd ist als Fluchttier darauf trainiert kleinste Veränderungen in seiner Umwelt wahrzunehmen. Es merkt also auch wie energetisch ich in meiner Körpersprache bin. Wenn ich mit hängenden Schultern einem Pferd sage, dass es sich nun bitte schneller und voller Energie bewegen soll, wird das Pferd mich nicht verstehen. Es erkennt die Diskrepanz zwischen der verbalen Kommunikation und der nonverbalen Haltung und Körpersprache. Die meisten Pferd ignorieren dann die verbale Aufforderung. Es ist für ein Pferd quasi nicht glaubwürdig.

Nonvervale Kommunikation

Die unbewussten und oder nonverbalen Signale sind bei der Arbeit mit Pferden höchst relevant und machen nicht selten den großen Unterschied in der Zusammenarbeit. Wir Menschen untereinander sind auch in der Lage unbewusste und nonverbale Signale zu deuten, allerdings sind wir wesentlich ungeübter darin und beachten sie viel zu selten.

Bedeutung von Authentizität

Die wenigsten von uns sind zum Führen geboren und gerade viele Führungskräfte werden ob sie wollen oder nicht irgendwann vor diese Aufgabe gestellt. Leider stelle ich sehr oft fest, dass so manche Führungskraft fachlich ein Genie ist, aber zwischenmenschlich große Defizite aufzeigt. Führungsqualitäten werden viel zu selten geprüft oder ausreichend gelehrt und rein fachliche Kompetenzen überlagern die meisten Beförderungsentscheidungen. Darüber hinaus will auch nicht jede Führungskraft führen, was in den allermeisten Unternehmen gar nicht bedacht wird.

Ein Pferd allerdings wird sofort merken, wenn ein Mensch nicht Führen kann. Unsicherheit oder gar Angst kann ein Mensch vor keinem Pferd verstecken. Authentizität ist den meisten Menschen nicht in die Wiege gelegt, aber man kann und muss sie lernen. Da Pferde sehr intuitiv reagieren, muss die Autorität, Ruhe und Überzeugungskraft vom Menschen tatsächlich gelebt und verinnerlicht sein, um ein Pferd davon zu überzeugen bedingungslos und freudig zu kooperieren. Auch Mitarbeiter spüren, ob Chefs authentisch sind oder nicht. 

Pferde als Feedbackgeber

Mit Pferden ist es ein bisschen wie mit Kindern, sie geben Dir ein sehr aufrichtiges und ungefiltertes Feedback. Im chinesischen gibt es ein Sprichwort, das lautet: „Dein Pferd ist Dein Spiegel. Ärgerst Du Dich über Dein Pferd, kannst Du Dich genauso gut über Dich selbst ärgern.“ An diesem Sprichwort ist so viel wahres dran und es ist auch genauso gut übertragbar. Der Spiegel einer Führungskraft sind zum großen Teil seine Mitarbeiter. Gute Menschen ziehen gute an, schlechte wiederum nur schlechte.

Ein Pferd erkennt eine schwache Führungskraft sofort, denn es wird in Gegenwart einer solchen Person sofort versuchen der „Chef“ zu sein. Es ist nicht an der Person als solche interessiert, sondern nur am Verhalten und darüber zieht es seine Rückschlüsse und entscheidet, ob es vertraut oder nicht. Und auch im Berufsleben sollte jede Führungskraft zunächst Vertrauen zu den Mitarbeitern aufbauen und dies als Basis für jegliche Zusammenarbeit verstehen.

Ein Selbst-Erfahrungsprozess

Die Arbeit mit Pferden ist ein Selbst-Erfahrungsprozess und ich kann sie jedem Menschen nur empfehlen. Um diese Erfahrung machen zu können, braucht man keinerlei Pferdeerfahrung. Es ist sogar manchmal von Vorteil, wenn man sich mit Pferden vor einem Coaching noch nie auseinander gesetzt hat. Das Feedback ist so meistens noch viel ausgeprägter und deutlicher.

Dieses Jahr erschien auch auf der Handelsblatt Webseite ein Artikel dazu.

 

4 Prominente, die erfolgreich mit einem Life Coach gearbeitet haben

4 Prominente, die erfolgreich mit einem Life Coach gearbeitet haben

Auch Prominente sind nur Menschen und ein stückweit ist es auch ihr Job so zu tun als seien sie anders als die anderen. Doch glaube mir, auch Prominente haben ihre persönlichen Themen und Schwierigkeiten. Berühmte Menschen, Spitzensportler und Politiker haben ähnliche Ängste, Sorgen oder fühlen sich zu bestimmten Zeiten im Leben komplett überfordert. Dass auch sie Geld- oder Beziehungsprobleme haben, ist allgemein bekannt. Viele der erfolgreichen und bekannten Persönlichkeiten greifen auch außerhalb des Spitzensports auf einen Life Coach zurück.

Life Coach – Mehr als ein Guru

Viele Menschen nutzen Life Coaches an bestimmten Stellen im Leben, die schwierig oder herausfordernd sind. Life Coaches helfen eine neue Perspektive auf die Dinge zu bekommen, helfen reflektieren und geben Tools und Methoden an die Hand, die Dir weiterhelfen sollen. Es gibt heutzutage eine Vielzahl von Ausbildungen zum Life Coach, aber in meinen Augen ist es insbesondere wichtig, jemanden zu finden, der mit Dir auf Augenhöhe ist und der zu Dir inhaltlich und persönlich passt.

Häufig werden Coaches, die ganze Hallen füllen, als Guru bezeichnet und es wird ihnen unterstellt nichts anderes als eine Sekte zu sein. Allerdings wird diese Meinung nicht selten von Menschen vertreten, die sich nie ein eigenes Bild gemacht haben. Einen Coach per se abzulehnen, rührt nicht selten aus großer Angst sich mit den eigenen Themen zu beschäftigen. Selbstbewusste Menschen, die voll mit sich im Reinen sind, hören sich viel eher die Meinung eines Coaches an, mit der Absicht neues dazu zu lernen.

Bevor Du also einen Coach ablehnst, hör ihn Dir an. Entweder Du hattest recht oder Du lernst. Was besseres kann Dir doch gar nicht passieren. Es ist eine „Win-Win“ Situation.

Bei meiner Recherche war ich überrascht wie viele bekannte und berühmte Persönlichkeiten sich bereits Unterstützung von einem Life oder Business Coach geholt haben, aber lest selbst…

1. Serena Williams

Die weltbekannte Tennisspielerin, Mutter und jahrelange Weltranglistenplatzerste Serena Williams hat über einen längeren Zeitraum mit Tony Robbins zusammen gearbeitet. Gerade in ihren Verletzungspausen konnte ihr Tony Robbins weiterhelfen ihre Zuversicht zu bewahren. Aber er hat ihr auch klar machen können worauf es im Leben wirklich ankommt. Ein Mensch wie Serena Williams, die so sehr im Rampenlicht steht, hat zwar viele Fans und auch viele Neider. Damit umzugehen, dass es Menschen freut, wenn sie verliert bzw. , dass Menschen nur darauf warten, musste sie lernen.

Auf Youtube gibt es Videos in denen Serena über den Mehrwert von Tony Robbins spricht. Es lohnt sich dort mal reinzuschauen.

2. Leonardo Dicaprio

Auch Leonardo Dicaprio hat mit Tony Robbins zusammengearbeitet. Auch bei ihm ging es darum an seiner Persönlichkeit zu arbeiten. Zu verstehen, warum er in welchen Situationen eine bestimmte Reaktion zeigt und herauszufinden, was ihn antreibt.

3. Oprah Winfrey

Oprah hat ihrem Life Coach Martha Beck einen großen Teil ihres Erfolgs zugesprochen. Aber sie präsentiert seit Jahren immer wieder neue und andere Coaches mit denen sie zusammenarbeitet und empfiehlt ihren Fans und Zuschauern mit einem Life Coach zusammen zu arbeiten.

4. Bill Clinton

Selbst Bill Clinton, der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika hat die Hilfe von Coaches wie Tony Robbins in Anspruch genommen. Mehr Details findet ihr in diesem Artikel. Bill Clinton war auch anfangs skeptisch, ob ein Life Coach ihm wirklich ein guter Ratgeber sein könnte, aber in allen Interviews hat er sich immer höchst positiv über Tony Robbins geäußert.

Brauche ich einen Life Coach?

Ich habe in einem vorherigen Blogpost dieses Thema von einer anderen Seite bereits beleuchtet. Den Artikel „Warum Du keinen Coach brauchst“ findest Du hier

Ich für mich habe die Frage mit „ja“ beantwortet. Warum? Aus dem einfachen Grund: Ich bin ungeduldig und ich will Ergebnisse so schnell wie möglich. Darüber hinaus weiß ich, dass es mir einfach auch an Lebenserfahrung fehlt und ich bestimmte Dinge, die ich heute gerne wüsste noch gar nicht wissen kann. 

Ich habe viele Mentoren und Coaches in den letzten Jahren an meiner Seite gehabt und ich wäre heute niemals dort wo ich heute bin. Ich hätte nie die Jobs bekommen, wäre heute niemals emotional so stabil und hätte heute nicht diese Art von Partnerschaft mit meinem Mann.

Welcher Life Coach ist der oder die richtige?

Meine Coaches habe ich fast alle zufällig im Internet „gefunden“. Ich bin ein sehr digitaler Mensch und lese viel im Internet. Auch habe ich mittlerweile viele Freunde und Bekannte, die auch mit einem Life Coach arbeiten und wir tauschen uns darüber aus. So findet man auch sehr schnell Zugang zum geeigneten Coach.

Wichtig ist, dass die Chemie stimmt und die meisten seriösen Coaches (so wie ich) bieten kostenlose Erstgespräche an. Auch ist es für mich persönlich wichtig, dass mein Coach bereits nachweislich Dinge erreicht hat, die mir wichtig sind bzw. die ich auch erreichen möchte. Eine fundierte Ausbildung spielt da sicherlich auch eine Rolle, wobei ich auf die vielen verschiedenen Coaching Zertifikate, die mittlerweile am Markt grassieren nicht so viel Wert lege. Vielmehr geht es mir darum, ob der Life Coach mich mit seinen Inhalten anspricht und, ob ich denke, dass er mir auf Augenhöhe begegnen kann.

Kosten für persönliches Coaching

Ich investiere jährlich mindestens 10% meines Einkommens in meine persönliche Weiterentwicklung. Das können dann ganz spezifische Themen sein wie ein Seminar zum Thema Rhetorik bei Rene Borbonus oder ein Workshop zu Finanzen oder eine Ausbildung zur Yogalehrerin, die ich gerne machen würde.

10% des Nettoeinkommens klingen sicherlich viel für den ein oder anderen, aber ich habe mein Einkommen, seitdem ich mit einem Coach arbeite in den letzten 6 Jahren verdoppelt und meine Arbeitszeit in diesen Jahren fast um die Hälfte reduziert. Wenn das mal kein Business Case ist, der überzeugt?! 

Sollte der Gedanke „so viel Geld“ in Dich und deine Persönlichkeit zu investieren bei Dir aufkommen, dann sei beruhigt. Vor 10 Jahren hatte ich nämlich genau diesen Gedanken selbst und habe mich gefragt wie andere Menschen nur so viel Geld ausgeben können. In Wahrheit hatte ich damals ein eklatantes Selbstwertthema und war mir es selbst nicht wert. 

Ein guter Coach kostet Geld, aber er kann ein großer Erfolgsbeschleuniger für Dich sein. Nicht nur beruflich, sondern vor allem privat. Mein Leben haben meine Coaches und Mentoren verändert. Ich würde es jederzeit wieder tun.

 

 

 

 

Kündigung – Soll ich kündigen?

Kündigung – Soll ich kündigen?

Soll ich kündigen? Dieser Frage stellen sich fast alle ArbeitnehmerInnen einmal im Leben. Eine Kündigung muss wohl überlegt sein und oft ist es nicht so einfach zu entscheiden.

Ich habe schon einige Male gekündigt und manchmal habe ich lange überlegt, ob ich kündigen soll, andere Male habe ich sehr schnell gehandelt.

Gründe für eine Kündigung

Es gibt unzählige Gründe ein Arbeitsverhältnis zu kündigen. Ich habe an dieser Stelle mal einige aufgelistet:

  • Probleme mit Kollegen oder Chef
  • Mobbing
  • Langweilige Tätigkeiten
  • Mangelnde Weiterentwicklung
  • Zu wenig Gehalt
  • Zu lange Arbeitszeiten und zu wenig Freizeit
  • Keine berufliche Perspektive
  • Was Neues wagen wollen…

Vorsicht vor emotionalen Situationen

Gerade in emotionalen oder sehr stressigen Situationen sagt man oft Dinge, die man später bereut. Deshalb ist es ein guter Tipp die emotional aufgeladene Situation zunächst zu verlassen und einen oder mehrere Tage darüber zu schlafen und nicht unüberlegt eine Kündigung auszusprechen.

Mündliche Kündigungen haben meist nur dann eine Wirkung, wenn der Vorgesetzte diese bestätigt. Deshalb sind die meisten Kündigungen nur dann wirksam, wenn sie schriftlich formuliert wurden.

Mir ist es auch schon passiert, dass ich leichtfertig eine Kündigung ausgesprochen habe. Mein damaliger Chef hat meine emotionale Reaktion damals aber richtig eingeschätzt und war sehr nachsichtig mit mir, wofür ich ihm heute noch sehr dankbar bin. Seitdem kündigte ich „überlegter“.

Abmahnungen

Eine Abmahnung ist noch lange keine Kündigung, allerdings sind bei den meisten Abmahnungen die Fronten bereits so verhärtet, so dass es überhaupt zu einer Abmahnung kommen konnte. Eine Abmahnung kann auch ein gutes Zeichen sein über eine spätere Kündigung nachzudenken und sich bereits alternative Angebote einzuholen.

Übrigens, bleibt bitte ruhig bei einer Abmahnung. Abmahnungen passieren, aber sie sind kein Weltuntergang. Ruhe bewahren, ist wichtig.

Alternative Angebote einholen

Eigentlich ein sogenannter „no-brainer“, aber ich möchte trotzdem ein paar Worte hierzu loswerden. Egal wie schlimm die Situation gerade an Deiner aktuellen Arbeit ist, es ist wichtig, dass Du Dir alternative Angebote von anderen Abteilungen oder anderen Unternehmen einholst. Willst Du Dein eigenes Business starten, dann sollte zumindest Dein Businessplan (mehr zum Thema Businessplan) stehen und Deine Finanzierung für die die nächsten 6-12 Monate gesichert sein. Ich sage 6-12 Monate, da das Sicherheitsbedürfnis der Menschen sehr individuell ist.

Meine Empfehlung ist, sich mindestens zwei alternative Angebote einzuholen. Drei finde ich optimal. Mein Geheimtipp ist übrigens auch, Vorstellungsgespräche anzunehmen von denen man sich im Vorfeld nicht so viel erwartet. In meiner Karriere waren bei solchen Gesprächen die größten Überraschungen dabei. Nicht selten habe ich mich dann genau für die Stelle entschieden, die mir zu Beginn am unattraktivsten erschien.

Headhunter

Für viele Berufe gibt es Headhunter, die man im Laufe seiner Karriere ansammelt. Ich habe mittlerweile eine recht große Anzahl, die mich immer wieder kontaktieren. Gerade renommierte, große und internationale Headhunting Gesellschaften sind sehr professionell aufgestellt und ich habe mit ihnen wirklich sehr gute Erfahrungen gemacht.

Privates Netzwerk

Nicht selten kann man nach einer Kündigung auf Empfehlungen von Freunden, Kollegen, ehemaligen Kollegen und Bekannten zurückgreifen. Diskretion ist hier natürlich wichtig, sofern man noch in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis steht.

Es lohnt sich schon zu Beginn der Karriere ein Netzwerk aufzubauen, auf das man dann zu einem späteren Zeitpunkt zurückgreifen kann.

Gekündigt! Wie geht es weiter?

Eine Kündigung bedeutet nicht selten auch ein hohes Maß an emotionalem Stress. Wichtig ist, dass man Ruhe behält und sich gut um sich selbst kümmert. Ich habe in solchen Phasen immer viel Sport gemacht, um meinen Kopf frei zu bekommen und Gespräche mit Freunden und Bekannten gesucht.

Je nachdem wie der jeweilige Arbeitsvertrag ausgestaltet ist, hat man zwischen 2-4 Wochen (Probezeit), 3 Monate oder mehr Zeit einen Job zu finden. 3 Monate klingen auf den ersten Blick wenig, ich habe aber in dieser Zeit eigentlich immer eine oder mehrere gute Alternativen gefunden.

Eine Kündigung kann eine große Chance sein

Viele, die zum ersten Mal gekündigt haben, fühlen sich im ersten Moment nicht gut. Es fühlt sich manchmal an als hätte man versagt. Oft kommt auch das Gefühl der Leere hinzu. Das ist völlig normal, schließlich fehlt zumindest für eine gewisse Zeit eine neue Aufgabe und damit muss man erst einmal umgehen können.

Sprünge im Lebenslauf

Ich kenne auch viele Menschen, die sich wegen der Sprünge im Lebenslauf Gedanken machen, insbesondere dann, wenn man schon mehrmals nach kurzer Zeit gewechselt ist. Wichtig ist hier, dass man die Wechsel immer gut begründet (hier darf man auch mal ein bisschen flunkern ;-)). Heutzutage ist es auch eher normal, dass man keine 10 Jahre in einem Unternehmen bleibt und es hinterlässt keinen negativen Eindruck, wenn man häufiger den Job gewechselt hat. Insbesondere, wenn man bei jedem Wechsel „aufgestiegen“ ist, werden einem diese Jobwechsel sogar noch positiv ausgelegt. Frei nach dem Motto: „Er/Sie weiß, was er/sie will.“

Großes Veränderungspotential

Zu kündigen bedeutet aber auch die Möglichkeit auf viele positive Veränderungen zu haben. Ich bin heute froh über jede einzelne meiner Kündigungen, denn sie haben mir so viel neues und gutes eröffnet. Ich habe in dieser Zeit rückblickend so viel mehr gelernt und ich habe die Überbrückungszeiten auch sehr oft genutzt, um ausgiebig zu reisen. Auch habe ich in solchen Übergangszeiten sehr viel gelesen und die Zeit für Weiterbildung genutzt. Das hilft, um ein potentielles Gefühl der Leere auszugleichen.

Wichtig ist, dass man Ängsten und Sorgen nicht zu viel Raum lässt. Die Sorge, dass man unter einer Brücke schlafen muss, ist zumindest hier in Deutschland komplett unbegründet und auch, wenn ich niemandem rate sich auf den Staat zu verlassen, ist er sozusagen, der letzte Rettungsanker, den man am Ende hätte.

Die besten Tipps, wenn Du über eine Kündigung nachdenkst

Nachfolgend möchte ich Dir meine besten Tipps verraten, die mir im Rahmen einer Kündigung geholfen haben.

  1. Nimm Dir Zeit für Dich, um das Thema zu verarbeiten: Eine Kündigung ist immer emotional und belastet manchmal mehr als man sich zugestehen will. Nimm Dir Auszeiten, hör auf Dich und tu Dir bewusst etwas gutes. Sprich mit Deiner Familie und Deinen Freunden darüber.
  2. Tu etwas gegen die Leere: Zu kündigen bedeutet auch mit einer großen Leere konfrontiert zu sein. Etwa 40 Stunden Deiner wöchentlichen Zeit verbringst Du mit Deiner Arbeit. Es ist also ganz normal, dass diese Leere kommen kann, wenn Du gekündigt hast. Mir hat Sport geholfen und die Beschäftigung mit mir selbst und meinen Lebensplänen. Eine Kündigung ist auch ein Neuanfang. Nutze ihn. Mach Dir nochmal klar, wohin Du beruflich willst und was Dir wichtig ist.
  3. Habe keine Angst: Du wirst nicht unter der Brücke schlafen müssen. Es gibt immer eine Lösung und das ist keine Floskel, sondern mein Ernst. Oft überlagern unsere Ängste und Sorgen unseren Verstand. Wir sehen dann nur Probleme und mögliche Schreckensszenarien, aber nicht die positiven Optionen und Möglichkeiten.
  4. Komm ins Handeln: Lehn‘ Dich jetzt nicht zurück, es sei denn Du hast genug Sicherheiten und Du möchtest eine Auszeit. Ich habe immer sofort angefangen mich um eine neue Stelle oder eine neue Einkommensquelle zu bemühen. Mach Dir einen Plan, was Du bis wann erledigt haben willst und halte Dich daran.
  5. Lass Dir helfen und suche proaktiv nach Hilfe: Gerade Freunde und Bekannte können ein guter Feedbackgeber sein oder Dich beim nächsten Schritt beraten. Ich rufe in solchen Situationen immer meine Mentoren an und bitte sie mit mir die ein oder andere Option zu reflektieren. Das hilft eine neutralere Sicht zu bekommen und relativiert die eigene Sicht noch einmal.

 

Der Businessplan: Tipps und Tricks

Der Businessplan: Tipps und Tricks

In der vergangenen Woche hatte ich die Ehre Businesspläne zu bewerten. Ich war als Jurymitglied, zur Auswahl eines zu fördernden sozialen Startups, ausgewählt worden. Da ich während meiner beruflichen Karriere schon den ein oder anderen Businessplan analysiert oder sogar selbst erstellt habe, war ich voller Vorfreude mich spannenden neuen Ideen zu widmen.

Was ist ein Businessplan?

Auf der Webseite gruenderszene.de steht „Der Businessplan soll eine anfängliche Idee zu einem großen Konzept weiterentwickeln und komplett durchleuchten.“ Ich finde damit ist schon recht gut beschrieben, worum es bei einem Businessplan oder zu deutsch Geschäftsplan im Grunde geht. Es geht darum eine potentielle Geschäftsidee zu beschreiben und zu beweisen, dass dieses Vorhaben Wert ist verfolgt zu werden.

Wer braucht einen Businessplan?

Eigentlich jeder, der ein neues Business aufbauen möchte, braucht einen Businessplan. Ganz egal, ob man sich selbständig machen möchte, ein Unternehmen gründen oder der eine Geschäftsidee umsetzen will. Gerade für Gründer ist ein Businessplan unabdingbar, da die meisten Banken, Kapitalgeber, Investoren, Kunden oder andere Personen und Institutionen einen Businessplan verlangen, um sich einen transparenten Einblick in die Geschäftsidee zu verschaffen.

Ein Businessplan soll den Leser von der Geschäftsidee überzeugen und glaubhaft vermitteln, dass es sich lohnt in das Produkt oder die Idee zu investieren. Er ist quasi sie Bewerbung für die eigene Geschäftsidee.

Struktur des Businessplans

Grundsätzlich gibt es eine allgemeingültige Struktur für einen Businessplan, die aus folgenden Punkten besteht:

  1. Kurzbeschreibung der Idee,
  2. Ausführliche Beschreibung des Vorhabens,
  3. Beschreibung der Vision oder des Produkts,
  4. Standort- bzw. Umfeldanalyse (inkl. Wettbewerbsanalyse),
  5. Personalbedarf,
  6. Finanzplan,
  7. Ausarbeitung einer Marketing-Strategie (inklusive Social Media),
  8. Analyse der Risiken und Chancen deines Vorhabens (z.B. SWOT- Analyse).

Format eines Businessplans

Ich empfehle nach wie vor das klassische Powerpoint Format, zumindest für das Basisdokument. Gerade Banken und konservative Kunden können mit anderen Formaten noch nicht viel anfangen. Allerdings sollte man auch im Powerpoint Format ein bestimmtes Layout wählen und sich Gedanken über Farbgebung, Schriftart und Design machen. Aus meiner Erfahrung vernachlässigen die meisten Gründer dieses Thema, aber eine professionelle Unterlage kann entscheidend sein. Das Auge liest bei einem Businessplan einfach mit und manchmal ist die Entscheidung ein bestimmtes Projekt oder Vorhaben zu unterstützen mehr Bauchgefühl als alles andere.

Meine Erfahrungen aus der Praxis

Leider verwenden die meisten Gründer zu wenig Zeit mit ihrem Businessplan und bekommen früher oder später die Quittung dafür. Meine Erfahrung ist, dass je mehr Zeit in die Erstellung des Business Plans gesteckt wird, desto erfolgreicher starten die meisten Geschäftsvorhaben auch.

Typische Fehler bei der Erstellung eines Business Plans

Mittlerweile habe ich von den verschiedensten Startups und Geschäftsvorhaben Businesspläne evaluieren dürfen.

Die häufigsten Fehler sind aus meiner Erfahrung folgende:

  1. Die Geschäftsidee wird für außenstehende nicht klar
  2. Das Produkt ist nicht klar
  3. Keine ausreichende Recherche zum Wettbewerb
  4. Der Zielkundenbereich bzw. die Zielgruppe ist unklar oder sehr unspezifisch
  5. Der Finanzplan ist zu oberflächlich
  6. Der Finanzplan ist komplett unrealistisch und nicht mit glaubhaften Argumenten untermauert
  7. Die Formulierungen klingen vage
  8. Detaillierte SWOT-Analyse wurde vernachlässigt
  9. Der Unique Selling Point (USP) ist unklar oder nicht genau spezifiziert
  10. Das Team hat nicht die benötigten Qualifikationen

Finger Weg von standard Businessplan Vorlagen

Standard Business Plan Vorlagen findet man überall im Netz. Aber Vorsicht. Deine Geschäftsidee ist einzigartig und besonders, eine Standardvorlage passt so gar nicht dazu. Solche Vorlagen können Dich vielleicht inspirieren und Dir einen ersten Eindruck verschaffen, aber Dein Plan sollte ganz genau auf dein Vorhaben zugeschnitten sein. Es sollte der Plan Deiner Idee sein und keine 0815 Vorlage. Wie gesagt zur Inspiration und Ideenfindung sind Vorlagen immer eine gute Idee, aber niemals um nur noch den Text anzupassen.

Feedback von Freunden und Bekannten

Leider passieren diese Fehler immer wieder und ich sehe wie eigentlich gute Geschäftsideen an ihren schlecht ausgearbeiteten Businessplänen scheitern. Das muss aber nicht sein. Ich empfehle daher immer ein bisschen mehr Zeit mit der Erstellung eines detaillierten Plans zu verbringen und ihn von verschiedenen Freunden und Bekannten, zu denen man vertrauen hat, lesen zu lassen. Vertrauen ist besonders wichtig, denn man möchte schließlich nicht, dass die neue Geschäftsidee plötzlich von jemand anderem verwirklicht wird. Aber es ist auch wichtig sich ein breites Feedback einzuholen. Eine Mischung aus fachfremden, fachnahen Frauen und Männer sowie Menschen mit einem betriebswirtschaftlichen Hintergrund ist immer zu empfehlen.

 

Mein Businessplan Coaching

Aufgrund meiner Erfahrung biete ich ein gezieltes Businessplan Coaching in drei Kategorien an. Insbesondere Personen ohne betriebswirtschaftlichen Hintergrund tun sich bei der Erstellung von Businessplänen schwer. Hier empfehle ich die silber oder sogar gold Kategorie. Bronze ist für diejenigen geeignet, die eine fundierte Beurteilung eines komplett unbeteiligten suchen. Gerne unterstütze ich aber auch ganz individuell bei der Erstellung eines Businessplans.

Businessplan Coaching Angebot

Bronze Silber Gold
  • Schriftliche Analyse des finalen Businessplans
  • Vorschläge für Optimierungen sowohl inhaltlich als auch bezüglich Format
  • Telefonische oder persönliche Beratung (2-3 Stunden) bei der Erstellung des Businessplans
  • Schriftliche Analyse des finalen Businessplans
  • Vorschläge für Optimierungen sowohl inhaltlich als auch bezüglich Format
  • Persönliche Intensivbegleitung bei der Erstellung des Businessplans vom Konzept bis zum finalen Dokument
  • Unterstützung bei der Layoutgestaltung im Powerpoint
  • Schriftliche Analyse des finalen Businessplans
  • Vorschläge für Optimierungen
150 Euro  500 Euro 2000 Euro

Für weitere Details kontaktiere mich bitte über mein Kontaktformular auf dieser Webseite oder telefonisch.

 

 

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