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Männer und Frauen im Job

Männer und Frauen im Job

Dies ist mein zweiter Blogpost zum Thema Business Beziehungsratgeber. Ich möchte auch in diesem auf das was Männer und Frauen im Job unterscheidet eingehen. Jeder, der mit dem jeweils anderen Geschlecht bereits zusammengearbeitet hat, weiß, dass Männer und Frauen nicht nur privat sondern auch beruflich anders ticken. Den ersten Blogpost zum Thema findet ihr übrigens hier.

Business Beziehungsratgeber Teil 2

Männer denken hierarchisch während gerade Frauen grundsätzlich wenig mit Hierarchien in Berührung gekommen sind. Wenn wir ein wenig in der Geschichte zurückgehen, wird diese Tatsache ziemlich schnell klar. Klischeehaft gesagt, trafen sich Männer beim Militär während Frauen auf dem Markt waren oder den Haushalt führten. Das mag nun ein altes Rollenbild sein, aber prägt die Kommunikation von Männern und Frauen bis heute.

Unterschiede in der Kommunikation

Männer und Frauen kommunizieren anders. Das wissen wir nicht schon aus unseren privaten Beziehungen Zuhause, aber trotzdem gerät dieser Aspekt immer wieder in Vergessenheit. Frauen kommunizieren eher indirekt und im konjunktiv, während Männer gerade direkte Aussagen brauchen. Während die eine Seite also vor allem um eine gute Stimmung bemüht ist, fragt der andere sich, warum sie so unsicher und wenig durchsetzungsfähig wirkt.

In Meetings sprechen Frauen tendenziell alle an und versuchen jeden inhaltlich abzuholen. Männer hingegen legen wert den Ranghöchsten abzuholen und auf ihre Seite zu ziehen.

Unterbrechen oder ausreden lassen?

So viel ist sicher, die meisten Frauen unterbrechen extrem ungern, aber gerade das geschickte unterbrechen insbesondere von Männern, die als „rangniedriger“ im Meeting empfunden werden, kann einer Frau Respekt bringen.

Das mag nicht immer so sein und auch ich bin der Meinung, dass aufmerksames Zuhören eine große Stärke insbesondere von Frauen ist, aber in manchen Situationen schadet ein gezieltes Unterbrechen im richtigen Moment ganz und gar nicht.

Wird man selbst unterbrochen, sollte man kurz überlegen, ob die Unterbrechung begründet ist oder nicht. Unbegründete Unterbrechungen sollten sich weder Männer noch Frauen gefallen lassen.

Horizontale oder vertikale Gesprächsebene

Die Gesprächsebene spielt in der Kommunikation eine wichtige Rolle. Wenn Männer und Frauen miteinander kommunizieren bewegen sie sich häufig auf unterschiedlichen Ebenen. Während Frauen die horizontale, gleichberechtigte Gesprächsebene vorziehen, begegnen sich Männer nicht selten eher auf der vertikalen, hierarchischen Ebene.

Ein Praxisbeispiel

Erst kürzlich war ich einer Telefonkonferenz mit etwa 10 ranghöheren Männern. Es ging um eine Projektausschreibung eines Kunden und ich legte meine Sicht der Dinge mit sehr viel Hintergrundwissen den Kollegen dar. Plötzlich erhob ein mir bisher unbekannter Kollege die Stimme: „Wer bist Du eigentlich, dass Du Dich hier in dem Thema engagierst?“ Das war ganz klar der Beginn der vertikalen Kommunikation. Mein Rang wurde in Frage gestellt, der Unterton war zudem leicht abfällig.

Meine Antwort: „Ich habe fast 2 Jahre für den Kunden gearbeitet, ich kenne die Organisation in- und auswendig.“ Damit war das Thema erledigt und der Kollege schwieg. Diese Art der Kommunikation ist typisch männlich und wir Frauen reagieren häufig persönlich angegriffen. Dabei geht es Männern gar nicht um einen persönlich gemeinten Angriff, sondern es ist ein ganz normales Verhalten, um Rang und Status abzufragen.

Was können Männer und Frauen daraus lernen?

Ich möchte nicht zu klischeehaft sein. Es gibt sicher auch Frauen die vertikal kommunizieren, sowie Männer die horizontal orientiert sind. Was ich sagen will ist, dass es klare geschlechtsspezifische Tendenzen gibt. Männer und Frauen sollten beide Varianten kennen und beide Kommunikationsvarianten in Gesprächen in betracht ziehen. Nur so kann vermieden werden, dass größere Konflikte oder Missverständnisse entstehen.

Ich kann aus Erfahrung sagen, dass die meisten Situationen, die gerade wir Frauen als persönliche Attacken empfinden gar keine persönlichen Angriffe sind. In den meisten Fällen handelt sich um eine typische vertikale Gesprächsführung um Rang und Hierarchie zu klären.

 

 

 

 

 

Von Pferden Führung lernen

Von Pferden Führung lernen

Wie Pferde führen oder was wir als Führungskräfte von Pferden lernen können

Seit meiner Kindheit bin ich mit Pferden in Berührung. Meine Familie hat über mehrere Generationen hinweg Rennpferde, Englische Vollblüter, besessen und gezüchtet. Mein Onkel wurde in England ausgebildet und war sogar Trainer für Rennpferde in Asien. Man kann also sagen mir ist der Umgang mit Pferden in die Wiege gelegt worden. Seit über 30 Jahren arbeite ich nun mit Pferden und seit über 10 Jahren arbeite ich unter anderem als Führungskraft in der Industrie mit Vorständen, Unternehmensleitern, Fach- und anderen Führungskräften zusammen.

Meine Kindheit mit Pferden

Mein Glück war, dass Lehrer und Erzieher mir in der Schule/Kindergarten „Hyperaktivität“ bescheinigten und der Kinderarzt meiner Mutter rieten mich reiten zu lassen.  Geritten bin ich deshalb bereits im Alter von etwa 5 Jahren, mein erstes eigenes Pferd besaß ich bereits mit 9 Jahren, wofür ich meinen Eltern noch heute zutiefst dankbar bin. Auch, wenn ich damals vielleicht noch nicht reif dafür war und man vieles vielleicht hätte anders machen müssen, so habe ich gerade von diesem Pferd auch sehr viel für mein späteres Leben gelernt. Und an alle Eltern: Ruhiger und konzentrierter wurde ich dank der Arbeit mit Pferden dann auch.

Den Grundstein meines heutigen Werteverständnisses hat mir ein Pferd gelegt.

Pferde als Lehrmeister

Ein Pferd ist ist nicht bestechlich und Pferde folgen Dir nur, wenn sie vertrauen. Pferde sind von Natur aus Fluchttiere, sie sind also in erster Linie darauf aus sich in Sicherheit zu bringen und für ihre Sicherheit zu Sorgen. Aber Pferde sind auch extrem aufmerksam und feinfühlig. Ein Pferd spürt, wenn eine Fliege auf seinem Rücken sitzt. Pferde besitzen aufgrund ihrer Eigenschaften die Fähigkeit menschliches Verhalten zu reflektieren.

Pferdegestütztes Coaching

Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Coaches die auf pferdegestütztes Coaching setzen. Ein oft belächelter Ansatz und gerade für männliche Führungskräfte befremdlich wie mir bereits einige Male erläutert wurde. Allerdings hat bisher noch jeder seine vorerst ablehnende Haltung geändert und bei vielen hat sich der anfängliche Respekt auch in eine positive Neugierde Pferden gegenüber gewandelt.

Ich glaube, dass es für ein pferdegestütztes Coaching für Führungskräfte zwei Komponenten braucht: 1. Langjährige Pferdeerfahrung und 2. Persönliche Erfahrung als Führungskraft.

Was kann mir ein Pferd lehren?

Pferde eignen sich hervorragend dazu Verhalten zu spiegeln. Sie können einem Menschen zeigen wie er wirkt und zwar vom ersten Moment an. Mitarbeiter folgen ihren Vorgesetzten häufig auch ohne Vertrauen und machen ihre Arbeit, ein Pferd würde dies wenn überhaupt nur widerwillig tun. Extremer ist es noch bei unklaren und ungenauen Anweisungen. An dieser Stelle wird ein Pferd die Kooperation einstellen und sehr deutlich werden lassen, dass es nicht versteht, was es tun soll. Es wird stehen bleiben anstatt vorwärts zu gehen oder nach links anstatt nach rechts gehen.

Klare Anweisungen

Ein Pferd zu führen, heißt klare Anweisungen zu geben. Es wird nicht reagieren, wenn der Mensch im übertragenen Sinne sagt: „Ich weiß nicht genau, was ich gerade tue, aber mach bitte einfach mal.“ Je weniger ich mir selbst sicher bin, was zu tun ist, desto weniger wird ein Pferd mit mir kooperieren. Wie auch? Es kann ja nicht wissen, was zu tun ist. Mitarbeiter kompensieren dieses Unwissen von Vorgesetzten häufig, Respekt wird dadurch allerdings nicht gefördert. Oft ist einem Chef aber auch gar nicht klar, dass er unklare Anweisungen gibt.

Im Tagesgeschäft geht so manche Struktur und Logik nicht selten verloren, eine E-Mail jagt die andere, es gibt nur kurze und knappe Anweisungen, die häufig unklar sind. Ein Tag mit einem Pferd kann hier heilend sein. Ein Pferd lehrt Achtsamkeit und schult Präzision in der Kommunikation, die über die Jahre vielleicht verloren gegangen ist. Ich hatte in den vergangenen Jahren die ein oder andere Führungskraft, die überrascht war wie wenig er bzw. sie in den letzten Jahren auf eine klare Kommunikation geachtet hat.

Haltung und Körpersprache

In der Arbeit mit Pferden spielt die Haltung, die innere also auch die äußere, sowie die Art wie ich mit meinem Körper umgehe eine entscheidende Rolle. Ein Pferd ist als Fluchttier darauf trainiert kleinste Veränderungen in seiner Umwelt wahrzunehmen. Es merkt also auch wie energetisch ich in meiner Körpersprache bin. Wenn ich mit hängenden Schultern einem Pferd sage, dass es sich nun bitte schneller und voller Energie bewegen soll, wird das Pferd mich nicht verstehen. Es erkennt die Diskrepanz zwischen der verbalen Kommunikation und der nonverbalen Haltung und Körpersprache. Die meisten Pferd ignorieren dann die verbale Aufforderung. Es ist für ein Pferd quasi nicht glaubwürdig.

Nonvervale Kommunikation

Die unbewussten und oder nonverbalen Signale sind bei der Arbeit mit Pferden höchst relevant und machen nicht selten den großen Unterschied in der Zusammenarbeit. Wir Menschen untereinander sind auch in der Lage unbewusste und nonverbale Signale zu deuten, allerdings sind wir wesentlich ungeübter darin und beachten sie viel zu selten.

Bedeutung von Authentizität

Die wenigsten von uns sind zum Führen geboren und gerade viele Führungskräfte werden ob sie wollen oder nicht irgendwann vor diese Aufgabe gestellt. Leider stelle ich sehr oft fest, dass so manche Führungskraft fachlich ein Genie ist, aber zwischenmenschlich große Defizite aufzeigt. Führungsqualitäten werden viel zu selten geprüft oder ausreichend gelehrt und rein fachliche Kompetenzen überlagern die meisten Beförderungsentscheidungen. Darüber hinaus will auch nicht jede Führungskraft führen, was in den allermeisten Unternehmen gar nicht bedacht wird.

Ein Pferd allerdings wird sofort merken, wenn ein Mensch nicht Führen kann. Unsicherheit oder gar Angst kann ein Mensch vor keinem Pferd verstecken. Authentizität ist den meisten Menschen nicht in die Wiege gelegt, aber man kann und muss sie lernen. Da Pferde sehr intuitiv reagieren, muss die Autorität, Ruhe und Überzeugungskraft vom Menschen tatsächlich gelebt und verinnerlicht sein, um ein Pferd davon zu überzeugen bedingungslos und freudig zu kooperieren. Auch Mitarbeiter spüren, ob Chefs authentisch sind oder nicht. 

Pferde als Feedbackgeber

Mit Pferden ist es ein bisschen wie mit Kindern, sie geben Dir ein sehr aufrichtiges und ungefiltertes Feedback. Im chinesischen gibt es ein Sprichwort, das lautet: „Dein Pferd ist Dein Spiegel. Ärgerst Du Dich über Dein Pferd, kannst Du Dich genauso gut über Dich selbst ärgern.“ An diesem Sprichwort ist so viel wahres dran und es ist auch genauso gut übertragbar. Der Spiegel einer Führungskraft sind zum großen Teil seine Mitarbeiter. Gute Menschen ziehen gute an, schlechte wiederum nur schlechte.

Ein Pferd erkennt eine schwache Führungskraft sofort, denn es wird in Gegenwart einer solchen Person sofort versuchen der „Chef“ zu sein. Es ist nicht an der Person als solche interessiert, sondern nur am Verhalten und darüber zieht es seine Rückschlüsse und entscheidet, ob es vertraut oder nicht. Und auch im Berufsleben sollte jede Führungskraft zunächst Vertrauen zu den Mitarbeitern aufbauen und dies als Basis für jegliche Zusammenarbeit verstehen.

Ein Selbst-Erfahrungsprozess

Die Arbeit mit Pferden ist ein Selbst-Erfahrungsprozess und ich kann sie jedem Menschen nur empfehlen. Um diese Erfahrung machen zu können, braucht man keinerlei Pferdeerfahrung. Es ist sogar manchmal von Vorteil, wenn man sich mit Pferden vor einem Coaching noch nie auseinander gesetzt hat. Das Feedback ist so meistens noch viel ausgeprägter und deutlicher.

Dieses Jahr erschien auch auf der Handelsblatt Webseite ein Artikel dazu.

 

4 Prominente, die erfolgreich mit einem Life Coach gearbeitet haben

4 Prominente, die erfolgreich mit einem Life Coach gearbeitet haben

Auch Prominente sind nur Menschen und ein stückweit ist es auch ihr Job so zu tun als seien sie anders als die anderen. Doch glaube mir, auch Prominente haben ihre persönlichen Themen und Schwierigkeiten. Berühmte Menschen, Spitzensportler und Politiker haben ähnliche Ängste, Sorgen oder fühlen sich zu bestimmten Zeiten im Leben komplett überfordert. Dass auch sie Geld- oder Beziehungsprobleme haben, ist allgemein bekannt. Viele der erfolgreichen und bekannten Persönlichkeiten greifen auch außerhalb des Spitzensports auf einen Life Coach zurück.

Life Coach – Mehr als ein Guru

Viele Menschen nutzen Life Coaches an bestimmten Stellen im Leben, die schwierig oder herausfordernd sind. Life Coaches helfen eine neue Perspektive auf die Dinge zu bekommen, helfen reflektieren und geben Tools und Methoden an die Hand, die Dir weiterhelfen sollen. Es gibt heutzutage eine Vielzahl von Ausbildungen zum Life Coach, aber in meinen Augen ist es insbesondere wichtig, jemanden zu finden, der mit Dir auf Augenhöhe ist und der zu Dir inhaltlich und persönlich passt.

Häufig werden Coaches, die ganze Hallen füllen, als Guru bezeichnet und es wird ihnen unterstellt nichts anderes als eine Sekte zu sein. Allerdings wird diese Meinung nicht selten von Menschen vertreten, die sich nie ein eigenes Bild gemacht haben. Einen Coach per se abzulehnen, rührt nicht selten aus großer Angst sich mit den eigenen Themen zu beschäftigen. Selbstbewusste Menschen, die voll mit sich im Reinen sind, hören sich viel eher die Meinung eines Coaches an, mit der Absicht neues dazu zu lernen.

Bevor Du also einen Coach ablehnst, hör ihn Dir an. Entweder Du hattest recht oder Du lernst. Was besseres kann Dir doch gar nicht passieren. Es ist eine „Win-Win“ Situation.

Bei meiner Recherche war ich überrascht wie viele bekannte und berühmte Persönlichkeiten sich bereits Unterstützung von einem Life oder Business Coach geholt haben, aber lest selbst…

1. Serena Williams

Die weltbekannte Tennisspielerin, Mutter und jahrelange Weltranglistenplatzerste Serena Williams hat über einen längeren Zeitraum mit Tony Robbins zusammen gearbeitet. Gerade in ihren Verletzungspausen konnte ihr Tony Robbins weiterhelfen ihre Zuversicht zu bewahren. Aber er hat ihr auch klar machen können worauf es im Leben wirklich ankommt. Ein Mensch wie Serena Williams, die so sehr im Rampenlicht steht, hat zwar viele Fans und auch viele Neider. Damit umzugehen, dass es Menschen freut, wenn sie verliert bzw. , dass Menschen nur darauf warten, musste sie lernen.

Auf Youtube gibt es Videos in denen Serena über den Mehrwert von Tony Robbins spricht. Es lohnt sich dort mal reinzuschauen.

2. Leonardo Dicaprio

Auch Leonardo Dicaprio hat mit Tony Robbins zusammengearbeitet. Auch bei ihm ging es darum an seiner Persönlichkeit zu arbeiten. Zu verstehen, warum er in welchen Situationen eine bestimmte Reaktion zeigt und herauszufinden, was ihn antreibt.

3. Oprah Winfrey

Oprah hat ihrem Life Coach Martha Beck einen großen Teil ihres Erfolgs zugesprochen. Aber sie präsentiert seit Jahren immer wieder neue und andere Coaches mit denen sie zusammenarbeitet und empfiehlt ihren Fans und Zuschauern mit einem Life Coach zusammen zu arbeiten.

4. Bill Clinton

Selbst Bill Clinton, der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika hat die Hilfe von Coaches wie Tony Robbins in Anspruch genommen. Mehr Details findet ihr in diesem Artikel. Bill Clinton war auch anfangs skeptisch, ob ein Life Coach ihm wirklich ein guter Ratgeber sein könnte, aber in allen Interviews hat er sich immer höchst positiv über Tony Robbins geäußert.

Brauche ich einen Life Coach?

Ich habe in einem vorherigen Blogpost dieses Thema von einer anderen Seite bereits beleuchtet. Den Artikel „Warum Du keinen Coach brauchst“ findest Du hier

Ich für mich habe die Frage mit „ja“ beantwortet. Warum? Aus dem einfachen Grund: Ich bin ungeduldig und ich will Ergebnisse so schnell wie möglich. Darüber hinaus weiß ich, dass es mir einfach auch an Lebenserfahrung fehlt und ich bestimmte Dinge, die ich heute gerne wüsste noch gar nicht wissen kann. 

Ich habe viele Mentoren und Coaches in den letzten Jahren an meiner Seite gehabt und ich wäre heute niemals dort wo ich heute bin. Ich hätte nie die Jobs bekommen, wäre heute niemals emotional so stabil und hätte heute nicht diese Art von Partnerschaft mit meinem Mann.

Welcher Life Coach ist der oder die richtige?

Meine Coaches habe ich fast alle zufällig im Internet „gefunden“. Ich bin ein sehr digitaler Mensch und lese viel im Internet. Auch habe ich mittlerweile viele Freunde und Bekannte, die auch mit einem Life Coach arbeiten und wir tauschen uns darüber aus. So findet man auch sehr schnell Zugang zum geeigneten Coach.

Wichtig ist, dass die Chemie stimmt und die meisten seriösen Coaches (so wie ich) bieten kostenlose Erstgespräche an. Auch ist es für mich persönlich wichtig, dass mein Coach bereits nachweislich Dinge erreicht hat, die mir wichtig sind bzw. die ich auch erreichen möchte. Eine fundierte Ausbildung spielt da sicherlich auch eine Rolle, wobei ich auf die vielen verschiedenen Coaching Zertifikate, die mittlerweile am Markt grassieren nicht so viel Wert lege. Vielmehr geht es mir darum, ob der Life Coach mich mit seinen Inhalten anspricht und, ob ich denke, dass er mir auf Augenhöhe begegnen kann.

Kosten für persönliches Coaching

Ich investiere jährlich mindestens 10% meines Einkommens in meine persönliche Weiterentwicklung. Das können dann ganz spezifische Themen sein wie ein Seminar zum Thema Rhetorik bei Rene Borbonus oder ein Workshop zu Finanzen oder eine Ausbildung zur Yogalehrerin, die ich gerne machen würde.

10% des Nettoeinkommens klingen sicherlich viel für den ein oder anderen, aber ich habe mein Einkommen, seitdem ich mit einem Coach arbeite in den letzten 6 Jahren verdoppelt und meine Arbeitszeit in diesen Jahren fast um die Hälfte reduziert. Wenn das mal kein Business Case ist, der überzeugt?! 

Sollte der Gedanke „so viel Geld“ in Dich und deine Persönlichkeit zu investieren bei Dir aufkommen, dann sei beruhigt. Vor 10 Jahren hatte ich nämlich genau diesen Gedanken selbst und habe mich gefragt wie andere Menschen nur so viel Geld ausgeben können. In Wahrheit hatte ich damals ein eklatantes Selbstwertthema und war mir es selbst nicht wert. 

Ein guter Coach kostet Geld, aber er kann ein großer Erfolgsbeschleuniger für Dich sein. Nicht nur beruflich, sondern vor allem privat. Mein Leben haben meine Coaches und Mentoren verändert. Ich würde es jederzeit wieder tun.

 

 

 

 

Zweites Kind ja oder nein?

Zweites Kind ja oder nein?

Ich bin bereits Mutter und liebe meinen Sohn über alles. Ich habe in einem vorherigen Blogpost zum Thema Mütter in der Unternehmensberatung mich bereits mit dem Thema Muttersein befasst. Nun bin ich Mitte 30, habe den Mann meines Lebens an meiner Seite und frage mich, ob ich bzw. wir nicht noch ein zweites Kind möchte(n).

Die folgenden Zeilen sind zum Teil eine Reflektion meiner Gedanken und der Art und Weise wie ich mit dieser Fragestellung umgehe. Ich muss dazu sagen, dass ich eine kreative Regenbogenmutter bin. Kindererziehung allein erfüllt mich nicht und eine berufliche Perspektive war mir immer wichtig. Zum Thema Muttertyp und was der Unterschied zwischen einer Regenbogenmutter und einer Erdmutter ist, findest Du hier einen weiteren Beitrag.

Das zweite Kind

Ein weiteres oder zweites Kind ist eine ganz andere Entscheidung, als sich zu fragen, ob man ein erstes Kind möchte. Beim ersten Kind sind zumindest wir Frauen viel mehr von Instinkten getrieben. Der erste Kinderwunsch ist nicht selten ein abstraktes Bedürfnis und weniger ein ganz konkretes Gefühl, das man beschreiben kann. Ich kenne viele Mütter, die das erste Kind bekommen mit der einfachen Begründung, dass sie eben ein Kind wollten. Das ist völlig normal, aber beim zweiten Kind ist die Situation für viele etwas anders. Man kennt eigentlich alles, was einen erwartet oder man glaubt es zumindest. Man erinnert sich an die schwere Geburt, die schlaflosen Nächte und vollen Windeln. Ich erinnere mich auch an ein Baby im Maxi Cosi, das auch beim Duschen immer mit dabei sein wollte.

Ich schreibe all diese Zeilen aus meiner Regenbogenmuttersicht. Ein zweites oder weiteres Kind ist für mich in erster Linie sehr viel Verantwortung. Es ist eine Entscheidung für viele Jahre und es bedeutet gerade in den ersten Jahren, dass man auch große Opfer bringen muss.

Im Folgenden werde ich zunächst, die aus meiner Sicht negativen, und dann die positiven Punkte aufzählen und kommentieren.

Zweites Kind oder Karriere?

Die negative oder sagen wir kritische Seite:

Wenn Frauen lange hadern, ob sie noch ein zweites Kind bekommen sollen oder nicht, dann nenne ich das auch sehr häufig: die Regenbogenmutterfrage. Denn eine Erdmutter, die voll und ganz in der Kindererziehung aufgeht, stellt eine solche Frage eher seltener.

Gerade, wenn man berufliche Ambitionen hat, bremst ein Kind die berufliche Entwicklung zunächst. Die wenigsten Mütter gehen nach dem Mutterschutz wieder arbeiten, die meisten nehmen Elternzeit. Elternzeit ist wunderbar, aber bedeutet eben auch, dass man die meiste oder gar alle Zeit Mutter ist. Ich habe bei meinem ersten Kind auch Elternzeit genommen und es war damals die richtige Entscheidung. Heute weiß ich aber, dass ich schneller wieder in meinen Beruf zurückkehren wollte. Die Elternzeit hat meiner Karriere nicht mehr geschadet, als ein Sabbatical es auch getan hätte, aber förderlich war sie natürlich auch nicht.

Karrierekiller Teilzeit

Teilzeit kann in meinen Augen ein echter Karrierekiller sein. Dazu gibt es einige Studien und hier einen Artikel auf der Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung. Ich habe nie Teilzeit gearbeitet, weil dieses Modell in der Unternehmensberatung schwer umsetzbar ist. Als Unternehmensberaterin konnte ich nicht nur 3 Tage verfügbar sein, auch waren 8 Stunden Tage einfach nicht abbildbar. 

Ich kenne keine Frau, die Karriere in Teilzeit gemacht hat. Hat man berufliche Ambitionen, dann muss man Vollzeit arbeiten oder in kauf nehmen, dass Beförderungen länger dauern. Auch sind gerade Frauen in höheren Positionen mit Teilzeitstellen zunehmend frustriert, da sie weder der Mutterrolle noch ihrer Rolle im Job richtig gerecht werden können. Im Job fällt es Vorgesetzten mit Teilzeitmüttern sehr schwer geeignete Aufgaben zu finden und diese speisen sie nicht selten mit Sonderprojekten ab, die mehr einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme gleichen. Wenn man sich als Teilzeitmutter oder Teilzeitvater damit abfindet, ist Teilzeit als reine Maßnahme, um Geld zu verdienen und trotzdem für das Kind da zu sein, sicherlich eine Option.

Beziehungskiller (zweites) Kind

Kinder verändern die Beziehung zum Partner. Jeder, der das leugnet, lügt. Oft werden Beziehungen dann auch auf eine harte Probe gestellt. Der unregelmäßige Schlaf und die große neue Verantwortung nehmen auch Einfluss auf die Beziehung. Wir Frauen verändern uns mit jeder Geburt, unser Hormonhaushalt fährt einmal Achterbahn, unser Körper verändert sich, unser Gemütszustand und auch unsere Beziehung zu unserem Partner ist nach einer Geburt anders. Ganz zu Schweigen von der Sexualität.

Ein Kind, gerade ein Säugling, ist vergleichbar mit anderen Extremsituationen, die eine jede Beziehung mal durchleben muss. Manchmal erleben wir nach der Geburt diese Extremsituation zum ersten Mal mit unserem Partner und das kann sehr überfordernd sein. Selbst Paare, die sich schon lange kennen und bisher stabile Einheiten waren, kommen hier ins Straucheln. Ich denke, das ist ganz normal, aber man muss sich im Vorhinein darüber im Klaren sein.

Romantische Zweisamkeit

Kinder sind etwas wunderbares, aber nicht wenn sie schreien, quengeln oder krank sind. Romantisch Essen gehen, ist mit einem Säugling oder Kleinkind so gut wie unmöglich. Für mich war Essen gehen mit einem unter 3-jährigen immer anstrengend. Man kommt nie wirklich zum essen, ständig fällt etwas runter oder es wird gequengelt. Auch ist es oft nicht möglich sich in Ruhe zu unterhalten, denn das Kind braucht volle Aufmerksamkeit.

Veränderungen des Körpers

Jedes Baby verändert den Körper der Mutter, das ist sicherlich jedem klar. Aber es passieren viel mehr Veränderungen als man sich vor einer Geburt vorstellen kann. Da gibt es die offensichtlichen Veränderungen, die die Geburt mit sich bringt. Das große Loch im Bauch durch die verdrängten Muskeln, Geburtsverletzungen, mögliche  vorübergehende Inkontinenz aufgrund des strapazierten Beckenbodens, die länger anhaltende Blutung im Wochenbett, die geschwollenen Brüste  und so viele Dinge mehr, die von Frau zu Frau unterschiedlich ausgeprägt sein können. Die nicht sichtbaren Veränderungen hormonell und persönlich sind meiner Meinung nach aber mindestens genauso schwerwiegend.

Außenseiter Mann

Für Männer bzw. die Väter ist diese Situation auch nicht wirklich einfach. Als Mann steht man quasi nur daneben und beobachtet, was passiert. Es ist für uns Frauen schon schwer vorstell- und nachvollziehbar, was mit uns in einer solchen Situation passiert, wie muss dies dann für einen Mann sein?

Ich kenne Männer, die nach der Geburt eine Art Eifersucht dem Kind gegenüber entwickelt haben, die sich weigern die Windel zu wechseln und die seelenruhig weiterschlafen, wenn das Neugeborene in der Nacht schreit. Das ist in den meisten Fällen keine böse Absicht der Männer, oftmals sind sie genauso überfordert wie die Mutter auch. Auch wird Männern in unserer, aber auch in anderen Gesellschaften, nicht beigebracht wie man mit Babys umgeht. Die meisten werden bei der Geburt ihres eigenen Kindes vielleicht noch nie ein Baby im Arm gehabt haben.

Beim zweiten Kind haben sie dann vielleicht schon etwas Übung, aber auch sie werden sich wieder mehr einschränken müssen und auch Mehr an Verantwortung mit übernehmen.

Regretting motherhood

Vor einigen Jahren wurde eine Studie, der israelischen Soziologin, Orna Donath, veröffentlicht, in der es darum geht, dass Mütter ihre Mutterschaft bedauern. Sie hat dazu auch ein Buch veröffentlicht, den Link dazu findest du hier. Über dieses Studie gab es allgemein einen großen Aufschrei. Viele echauffierten sich wie eine Mutter überhaupt so denken kann.

Ich denke, dass sehr viele Mütter einmal, und wenn auch nur kurz an den Punkt kommen, an dem sie ihre Mutterschaft vielleicht nicht bereuen, aber es sich zumindest anders vorgestellt haben. 

Gerade Regenbogenmütter und sogenannte Scannerpersönlichkeiten überkommt häufiger das Gefühl, dass man aufgrund der Verantwortung für ein Kind einen Teil seiner Freiheit und Möglichkeiten verliert. Man fühlt sich eingeschränkt und gebunden.

Zweites Kind als Krönung der Beziehung

 oder auch die positive Seite des Kinderkriegens

Nach all den Zweifeln, die ich gerade beschrieben habe, ist ein Kind, egal das wievielte, in meinen Augen die Krönung einer jeden Beziehung. Kinder sind etwas wunderbares und machen in meinen Augen eine Familie erst so richtig komplett.

Gerade wir Regenbogenmütter zweifeln sehr oft, ob wir ein erstes oder zweites Kind wollen. Wir sind Hin und Her gerissen zwischen den Welten. Im einen Moment ist es die tollste Vorstellung im nächsten sehen wir uns unserer Freiheit beraubt. Dahinter stecken viele Ängste, wie die Existenzangst oder die Angst vor Freiheitsverlust, aber auch die Angst keine gute Mutter zu sein schwingt immer ein wenig mit.

Familie als Basis für ein glückliches Leben

Es gibt eine Studie, die Menschen über Jahre immer wieder befragt hat, was sie glücklich macht. Je älter diese Menschen wurden, desto häufiger war einer der Kernpunkte die Familie. Natürlich kann man auch ohne Kinder glücklich sein, aber ich bin der Meinung, dass gerade Kinder nochmal eine ganz andere positive Dynamik in das Familienleben bringen. Gerade bei vielen älteren Menschen beobachte ich, dass Einsamkeit mit das schlimmste Übel ist, was einem widerfahren kann. Meine Oma hatte viele Kinder und Enkelkinder, in ihrem Leben war bis zum Schluss immer richtig was los und sie genoss das Familienleben bis zum Schluss.

Persönliche Erfüllung in der Mutterschaft

Trotz der Tatsache, dass mir eine Karriere immer wichtig war, erfüllt mich meine Mutterrolle sehr. Einem Kind all seine bedingungslose Liebe zu schenken, ist ein atemberaubendes Gefühl. Gemeinsam mit Kindern die Welt erkunden, zu beobachten wie sie die Dinge wahr nehmen oder mit ihnen früh morgens oder spät abends im Bett zu kuscheln, ist ein absolut unvergleichbares Gefühl. Wenn ich abends frage, was mich heute glücklich gemacht hat, dann steht sehr oft die Zeit mit meiner Familie ganz weit oben. Seitdem ich Mutter bin, fühle ich mich vollständig.

Zweites Kind als Chance für Entwicklung

Ein zweites oder weiteres Kind bedeutet Veränderung. Veränderung wiederum bedeutet die Chance auf Weiterentwicklung. Das betrifft jedes einzelne Familienmitglied für sich allein, aber auch die ganze Familie zusammen. Ich sehe es als eine Herausforderung um noch eine bessere Familienmanagerin zu werden, gelassener mit Herausforderungen um zu gehen und natürlich, die Dinge, die ich durch mein erstes Kind gelernt habe, dem zweiten zu Gute kommen zu lassen.

Konfliktpotential eindämmen

Im Folgenden gebe ich euch ein paar Tipps an die Hand, um den typischen Konfliktfällen im Rahmen des Familienzuwachses vorzubeugen.

Kommunikation mit dem Partner als Schlüssel

Wichtig ist, dass man seine Sorgen und Zweifel zum Thema Kinderwunsch offen und ehrlich mit dem Partner bespricht. Wir Frauen neigen dazu das Thema Kinderwunsch oft nur mit uns selbst auszumachen und die Diskussion und Kommunikation mit dem Partner kommt nicht selten viel zu kurz. Für Männer bedeutet ein Baby auch ein hohes Maß an mehr Verantwortung, schließlich tragen Mütter in der ersten Zeit oftmals nur eingeschränkt oder gar nicht zum Haushaltseinkommen bei.

Ich rate dazu vor der Schwangerschaft über alle Sorgen und Ängste zu sprechen und auch die gegenseitigen Vorstellungen im Alltag abzuklären. Viele Mütter sind gerade in den ersten Monaten frustriert, wenn sie sich allein um den Säugling und den Haushalt kümmern und der Vater erst spät abends nach Hause kommt. Dann fallen Sätze wie „so habe ich mir das nicht vorgestellt“, aber geredet wurde vorher darüber auch nicht.

Bevor man sich für ein Kind entscheidet, sollte mit dem Partner geklärt sein wie man sich ein späteres Zusammenleben mit Kind vorstellt. Jede Mutter braucht auch Auszeiten, ein Kind ist viel anstrengender als ein Vollzeitjob. Erst vor kurzem las ich einen Bericht in dem stand, dass ein Kind vergleichbar mit 2,5 Vollzeitjobs ist. Männer haben oft kein Gefühl dafür was es bedeutet sich den ganzen Tag um einen Säugling oder ein Kleinkind zu kümmern. Sie unterschätzen die Last, die auf der Mutter liegt, aus Unwissen, nicht absichtlich.

Paarzeit

Auch mit einem Baby oder Kleinkind sollte man Zeit nur zu zweit verbringen. Unser Partner hat unsere ungeteilte Aufmerksamkeit genauso verdient und jede Beziehung leidet darunter, wenn der Mann sich nur in die Arbeit stürzt oder die Frau zu 100% nur für das Neugeborene da ist. Mütter müssen ab einem gewissen Zeitpunkt auch in der Lage sein, das Baby mal in andere Hände zu geben.

Meine Empfehlung daher: Babysitter buchen. Ob Oma, beste Freundin oder eine bezahlte andere Person, aber dies ist die einzige Möglichkeit ein halbwegs entspannte Zweisamkeit zu genießen. Ich sage „halbwegs“, weil es meist dann doch nicht so reibungslos und stressfrei läuft wie gewünscht. Aber auch ein Baby, das gestillt wird, kann einen Abend mal mit der Flasche und abgepumpter Milch ernährt werden. Und wir Mütter müssen uns unserem Partner zuliebe auch mal überwinden können, wenn dieser darum bittet.

Elterngeld federt finanzielle Sorgen ab

Das Elterngeld ist eine einkommensabhängige Leistung und sicher Eltern während der ersten Zeit nach dem Mutterschutz ab. Mehr zum Thema Elterngeld findet ihr hier. Auch ich habe bei meinem ersten Kind Elterngeld bezogen und empfand es als absolute Erleichterung, die es mir damals ermöglichte ein Jahr zu Hause zu bleiben. Maximal kann man 1800 Euro monatlich für 12 bzw. 14 Monate bekommen oder das ganze auf 24 Monate ausweiten, wobei es dann nur die Hälfte monatlich gibt. 

Eine Karriere mit Kind ist möglich

Unternehmen werden immer flexibler und Muttersein und Arbeiten wird immer besser vereinbar. Sicherlich gibt es nach wie vor viel zu tun, aber mehr und mehr entwickelt sich auch die Arbeitswelt zu einer kinderfreundlichen Umgebung. Viele Unternehmen bieten bereits interessantere flexible Arbeitsmodelle an und Homeoffice wird immer mehr Regel statt Ausnahme.

Auch gibt es immer mehr Väter, die mehr Verantwortung in der Kindererziehung übernehmen. So sehr ein Kind einerseits ein Karrierekiller sein kann, so kann es aber mit guter Planung und Aufteilung trotzdem möglich sein private und berufliche Ziele zu vereinbaren.

Inspirierende Frauen

Inspirierende Frauen

Women empowering Women oder Frauen inspirieren Frauen

Wie ihr vielleicht schon bemerkt habt, gibt es auf meiner Webseite einen neuen Bereich, der sich „Inspirational Women“ nennt. Ihr findet dort kurze, inspirierende Interviews mit Frauen, die mich inspirieren und deren Geschichte ich gerne mit euch teilen möchte. Zum Inspirational Bereich bitte hier clicken.

Inspirierende weibliche Vorbilder

Viele Jahre habe ich nach weiblichen Vorbildern gesucht. Ich wollte wissen, wie es andere Frauen und Mütter machen. Wie setzen sich Frauen in Männerberufen durch, wie kann ich als Mutter meinem Job weiterhin gerecht werden ohne nur Mutter sein zu müssen? Weibliche Vorbilder, abseits der Mütter und Frauen, die ich bereits kannte, habe ich kaum gefunden. Ich war auf der Suche nach einer Art „Role Model“ zur Orientierung. Mütter, die es anders machen als den traditionellen Vorstellungen und Rollenbildern zu entsprechen. Versteht mich nicht falsch, es geht mir nicht darum zu werten. Die traditionelle Mutterrolle hat ihre guten und richtigen Seiten, aber ich für mich wollte nie diese Rolle für mich annehmen. Ich bin eine Regenbogenmutter und wollte und will meine Ziele und Visionen verwirklichen. Zum Thema, welcher Muttertyp Du bist, findest Du auch einen Blogartikel von mir.

Ich selbst möchte heute andere Frauen inspirieren ihren eigenen Weg zu gehen, aber ich möchte auch eine Plattform bieten, inspirierende Geschichten von Frauen für Frauen teilen zu können.

Serena Williams – eine inspirierende Frau

Vergangenes Wochenende war das Wimbledon Tennis Finale. Serena Williams stand im Finale und verlor gegen die deutsche Angelique Kerber. So herausragend der Triumph der Deutschen war, um so inspirierender empfand ich den Auftritt von Serena Williams. Serenas Tochter ist heute 10 Monate alt, Serena ist also eine frischgebackene Mutter und stand am Wochenende im Finale des wohl berühmtesten Tennisturniers der Welt. Jede Mutter wird mir beipflichten, dass das eine unglaubliche Leistung ist. Jede Mutter wird mir zustimmen, dass das nur mit einer unglaublichen Disziplin und einem unbändigen Willen zu schaffen ist.

Ich war beeindruckt Serena so zu sehen, fit, durchtrainiert, aber auch irgendwie gelassener als man sie noch von Zeiten vor ihrer Schwangerschaft kennt. Die Welt berichtete darüber, den Artikel findet ihr hier.

Kann ich das / darf ich das als Mutter?

Gerade, wenn es an weiblichen Rollenvorbildern mangelt, stellt man sich die Frage, ob man bestimmte Dinge überhaupt „darf“. Schnell steckt man in der Schublade, der Rabenmutter und wird von allen Seiten angefeindet. Gerade andere Mütter können hier besonders herablassend sein. Aber bitte bedenkt, dass sie mit solchen Aussagen ihre Grenzen aufzeigen und es nicht die Eigenen sind.

Ich habe lange gebraucht mir die Frage, ob ich das als Mutter darf oder nicht, nicht mehr zu stellen. Natürlich darf ich das, wenn ich mich damit wohlfühle. Nur oft fühlen wir uns gerade aus dem Grund nicht wohl, da wir von anderen dafür kritisiert werden. Wir müssen lernen unser Handeln nicht mehr von anderen Menschen abhängig zu machen und erkennen, dass nur wir ganz allein die Verantwortung für uns und unser Handeln tragen.

Wenn Dir jemand sagt, das geht nicht, dann sind dies seine/ihre Grenzen, nicht Deine.

Du kannst alles, was Du Dir vornimmst. Du willst weiterhin Sport in der Schwangerschaft machen, dann tu es. Du willst für einen Marathon trainieren, obwohl Du noch Kleinkind zuhause hast, dann tu es. Es gibt immer Wege Lösungen zu finden. Ich bin bis in den 9 Monat geritten und mir ging es unglaublich gut damit. Meine damalige Hebamme hat mich bestärkt alle Dinge zu tun, die ich sportlich auch vorher getan habe. Als mein Sohn drei Jahre alt war, habe ich begonnen für einen Marathon zu trainieren und das trotz Vollzeitjob in der Unternehmensberatung. Ich habe trainiert, wenn er nachts schlief oder habe ihn zur Oma gebracht und bin dann dort zwei Stunden laufen gegangen. Auch habe ich ihn auf dem Hof spielen lassen und bin dann immer 100m Sprints hin und her gelaufen. Wenn man etwas möchte, dann findet man einen Weg.

Sei die Erste!

Deshalb mein Rat an Dich: Sei die Erste! Habe den Mut die Dinge zu tun, die Du tun möchtest. Ganz egal, ob Du Mutter bist oder nicht. Es gibt immer jemanden, der etwas zum ersten Mal macht und Du wirst andere dadurch inspirieren und anderen Mut machen. Nichts ist inspirierender, aber jemand, der schon mal etwas gemacht hat, was Du Dich bisher nicht getraut hast.

Ich weiß, wie es sich anfühlt die Erste zu sein, die etwas macht. Als Unternehmensberaterin war ich oft die erste Mutter, die Vollzeit gearbeitet hat. Bei der Volkswagen Consulting war ich die erste vollzeitarbeitende Beraterin, bei PwC in der Management Consulting war ich damals auch die erste, die Mutter und zugleich Unternehmensberaterin war. Ich habe den Job so sehr geliebt und wollte unbedingt noch so viel lernen, dass ich meine Zweifel damals überwinden konnte. War es schwer? Oh, ja. Aber heute bin ich unendlich dankbar für diese Erfahrungen und für die Fähigkeiten, die ich erwerben durfte. Sie helfen mir heute sogar eine in meinen Augen bessere Mutter zu sein, denn ich war nicht nur im Beruf eine der besten Projektmanagerinnen, die es gab. Ich bin auch privat in der Lage jedes Projekt zu managen. Je größer, komplizierter und komplexer desto besser.

Wie werde ich eine inspirierende Mutter?

  1. Ganz einfach: Machen! Auch, wenn man Mutter ist, kann man seine Träume verwirklichen und seine Ziele verfolgen. Ja, Kinder brauchen Zeit und Aufmerksamkeit, aber Kinder wachsen auch an Müttern, die ihnen Möglichkeiten statt Grenzen zeigen.
  2. Hör auf Dein Herz und nicht auf andere. Es ist Dein Leben, niemand anderes trägt dafür die Verantwortung außer Dir selbst.
  3. Sei mutig! Es gibt immer eine, die Erste ist und sich traut Dinge zu tun, andere folgen dann.
  4. Rechne mit Rückschlägen. Aller Anfang ist schwer, gerade, wenn der Weg noch nicht klar ist. Lass dich nicht entmutigen, Scheitern gehört zum Leben dazu.
  5. Suche Dir ein bestärkendes Umfeld. Suche Menschen, die Dich positiv bestärken, meide die Menschen, die Dich grundlos kritisieren.
  6. Teile Deine Erfahrungen. Inspiriere andere mit Deiner Geschichte.

Sei Du selbst die inspirierende Mutter, die Du Dir immer als Vorbild gewünscht hast und mach anderen Frauen Mut auch ihren Träumen zu folgen.

 

Welcher Muttertyp bist Du?

Welcher Muttertyp bist Du?

Bist Du eine Erdmutter oder eine Regenbogenmutter?

Ich habe letzte Woche einen spannenden Artikel zum Thema Muttertyp gelesen. Lynn V. Andrews, eine Autorin und Schamanin, unterscheidet in ihrem Buch „Jaguar Woman“ zwei Muttertypen: kreative Regenbogenmütter und Erdmütter.

Archetypen einer Mutter

Andrews bezeichnet die zwei Archetypen einer Mutter mit den Begriffen Regenbogenmutter und Erdmutter. Die alten Maya haben diese beiden Begrifflichkeiten zum Muttertyp ursprünglich geprägt.

Das tolle an ihrer Unterscheidung finde ich, dass beide Muttertypen sowohl gute als auch schlechtere Seiten, vergleichbar mit Yin und Yang. Kein Muttertyp ist besser oder schlechter als der andere und beide haben ihre Berechtigung.

Die Regenbogenmutter

Die Regenbogenmutter wird oft, in ihrer eigenen Wahrnehmung oder die der Gesellschaft, als nicht „richtig“ wahrgenommen. Sie hat Visionen, sie ist kreativ, sie hat viele Projekte in ihrem Kopf und sie probiert immer wieder neue Dinge aus. Die Regenbogenmutter ist wie ein Schmetterling, der von einer Blüte zur nächsten fliegt, dabei braucht sie Zeit für sich, um sich mit ihren Ideen und Visionen zu verbinden.

The ecstatic Rainbow Mother is the energy of the poet, the dancer, the weaver and the Seer. Artists are intimate with Rainbow Mother, for she is their muse. And she is completely misunderstood in our society, a world that does not support its artists, its writers and thinkers. She wants to dream and inspire people to health and wellbeing, and routine wilts her. – Lynn Andrews

Die kreative Regenbogenmutter hat nicht selten ein leicht chaotisches Leben und halb fertige Projekte, aber mit viel Platz für Kreativität und Inspiration. Hausarbeit hält die Regenbogenmutter für überwertet und sie widmet sich lieber ihren Träumen und  arbeitet an ihren persönlichen Lebenszielen. Von Zeit zu Zeit benötigt sie die Freiheit frei zu sein.

Die Wahrheit ist, dass sie zwei Seelen in ihrer Brust trägt. Ihr Zuhause und ihre Familie und ihre große Liebe zu diesen Dingen und auf der anderen Seite der Geist, der nach Selbstverwirklichung strebt. Auch, wenn es manchmal so aussieht als sei ihr letzteres wichtiger, braucht auch sie ihr Zuhause, eine stabile Partnerschaft und ihre Kinder, um sich zu erden. Nicht selten birgt dieses Spannungsfeld natürlich auch Konfliktpotential. Die Regenbogenmutter wird in unserer Gesellschaft nicht selten als die „Rabenmutter“ bezeichnet.

Energielevel Regenbogenmutter

Mütter mit dem Muttertyp der Regenbogenmütter ziehen ihre Energie in kreativen und inspirierenden Momenten. Ihr Energielevel ist selten stetig, sondern von Höhen und Tiefen durchzogen. Kreative Regenbogenmütter tun sich weitaus schwerer damit mehr als ein Kind zu haben, da sie sich bewusst darüber sind, dass ein Kind immer einen großen Teil ihrer so dringend benötigten Energie entziehen wird. Ihre Kinder fremdbetreuen zu lassen, ist eine gute, gesellschaftlich allerdings nicht immer akzeptierte, Lösung. Regenbogenmütter fühlen sich in sippenähnlichen Umgebungen, in denen die eigene Mutter das Kind mitbetreut oder vielleicht auch ein Au Pair Mädchen diese Rolle übernimmt, wohl.

Die Erdmutter

Die Erdmutter bevorzugt hingegen komfort, Sicherheit und findet vollkommene Erfüllung in der Ehe. Sie ist oft gerne an einen Ort gebunden und zieht dort ihre Kinder auf. Sie liebt die Ordnung und das Geregelte in ihrem Leben. Die Erdmutter wird in der Gesellschaft als die „gute Mutter“ wahrgenommen.

Die Erdmutter ist umschließend, umgreifend, sie füllt den Raum mit Ruhe und Stärke. Beständigkeit, Geduld und Verlässlichkeit sind Begriffe, die sie sehr gut beschreiben.

A strong but gentle flow of constant energy comes from her heart, her arms embracing firmly to comfort, to hold on, and sometimes to hold back.

Energielevel der Erdmutter

Das Energievel der Erdmütter ist relativ beständig. Es schwankt auch, aber nicht so extrem wie bei einer Regenbogenmutter. Erdmütter laden ihre Energie durch Interaktionen in zwischenmenschlichen Beziehungen, Routine und geordnete Abläufe auf. Sie gehen voll in ihrer Rolle als Mutter auf und sind die in unserer Gesellschaft „perfekten“ Mütter.

Kein Muttertyp ist besser oder schlechter als der andere

Ich mag keine Stereotypen und Klischees. Ich denke, dass jede Mutter ein stückweit Regenbogenmutter und stückweit Erdmutter ist. Vielleicht gibt es sogar noch andere Muttertypen, ganz sicher sogar. Wir Frauen haben verschiedene Charaktere in uns: die Mutter, die Liebhaberin, die Heilerin, die Kriegerin usw.

Wenn wir Archetypen verwenden, können wir uns aber sehr viel klarer werden, wer  und wie wir sind und das wir genau so richtig sind. Der Gesellschaft steht es nicht zu ein Urteil zu fällen wie wir sein sollen und wann wir gute Mütter sind und wann nicht. Jede Mutter sollte so sein wie es ihrer Veranlagung entspricht und wir Frauen müssen lernen uns darin zu unterstützen, statt uns gegenseitig zu verurteilen.

Mein Muttertyp

Ich bin eine bekennende Regenbogenmutter und habe heute gelernt dieses Konzept auch offen in der Gesellschaft zu leben. Mein Sohn wurde bereits recht früh (nach etwas über einem Jahr) fremdbetreut und ich habe seit Jahren sehr gute Erfahrungen mit Au Pair Mädchen, die ich als Teil der Familie wahrnehme. Ich mag die Gemeinschaft und den Gedanken, dass wir alle als eine kleine „Sippe“ zusammen leben. Viele Jahre musste ich mich für diese Lebensweise rechtfertigen. Heute weiß ich, dass diese Art von Leben das beste für mich und das beste für mein Kind ist. Dem gegenüber bewundere ich aber den Muttertyp der Erdmutter, da ich Frauen, die voll in dieser Rolle aufgehen wunderbar finde, und diese Frauen mich ganz besonders an meine geliebte Oma erinnern.

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