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Männer und Frauen im Job

Männer und Frauen im Job

Dies ist mein zweiter Blogpost zum Thema Business Beziehungsratgeber. Ich möchte auch in diesem auf das was Männer und Frauen im Job unterscheidet eingehen. Jeder, der mit dem jeweils anderen Geschlecht bereits zusammengearbeitet hat, weiß, dass Männer und Frauen nicht nur privat sondern auch beruflich anders ticken. Den ersten Blogpost zum Thema findet ihr übrigens hier.

Business Beziehungsratgeber Teil 2

Männer denken hierarchisch während gerade Frauen grundsätzlich wenig mit Hierarchien in Berührung gekommen sind. Wenn wir ein wenig in der Geschichte zurückgehen, wird diese Tatsache ziemlich schnell klar. Klischeehaft gesagt, trafen sich Männer beim Militär während Frauen auf dem Markt waren oder den Haushalt führten. Das mag nun ein altes Rollenbild sein, aber prägt die Kommunikation von Männern und Frauen bis heute.

Unterschiede in der Kommunikation

Männer und Frauen kommunizieren anders. Das wissen wir nicht schon aus unseren privaten Beziehungen Zuhause, aber trotzdem gerät dieser Aspekt immer wieder in Vergessenheit. Frauen kommunizieren eher indirekt und im konjunktiv, während Männer gerade direkte Aussagen brauchen. Während die eine Seite also vor allem um eine gute Stimmung bemüht ist, fragt der andere sich, warum sie so unsicher und wenig durchsetzungsfähig wirkt.

In Meetings sprechen Frauen tendenziell alle an und versuchen jeden inhaltlich abzuholen. Männer hingegen legen wert den Ranghöchsten abzuholen und auf ihre Seite zu ziehen.

Unterbrechen oder ausreden lassen?

So viel ist sicher, die meisten Frauen unterbrechen extrem ungern, aber gerade das geschickte unterbrechen insbesondere von Männern, die als „rangniedriger“ im Meeting empfunden werden, kann einer Frau Respekt bringen.

Das mag nicht immer so sein und auch ich bin der Meinung, dass aufmerksames Zuhören eine große Stärke insbesondere von Frauen ist, aber in manchen Situationen schadet ein gezieltes Unterbrechen im richtigen Moment ganz und gar nicht.

Wird man selbst unterbrochen, sollte man kurz überlegen, ob die Unterbrechung begründet ist oder nicht. Unbegründete Unterbrechungen sollten sich weder Männer noch Frauen gefallen lassen.

Horizontale oder vertikale Gesprächsebene

Die Gesprächsebene spielt in der Kommunikation eine wichtige Rolle. Wenn Männer und Frauen miteinander kommunizieren bewegen sie sich häufig auf unterschiedlichen Ebenen. Während Frauen die horizontale, gleichberechtigte Gesprächsebene vorziehen, begegnen sich Männer nicht selten eher auf der vertikalen, hierarchischen Ebene.

Ein Praxisbeispiel

Erst kürzlich war ich einer Telefonkonferenz mit etwa 10 ranghöheren Männern. Es ging um eine Projektausschreibung eines Kunden und ich legte meine Sicht der Dinge mit sehr viel Hintergrundwissen den Kollegen dar. Plötzlich erhob ein mir bisher unbekannter Kollege die Stimme: „Wer bist Du eigentlich, dass Du Dich hier in dem Thema engagierst?“ Das war ganz klar der Beginn der vertikalen Kommunikation. Mein Rang wurde in Frage gestellt, der Unterton war zudem leicht abfällig.

Meine Antwort: „Ich habe fast 2 Jahre für den Kunden gearbeitet, ich kenne die Organisation in- und auswendig.“ Damit war das Thema erledigt und der Kollege schwieg. Diese Art der Kommunikation ist typisch männlich und wir Frauen reagieren häufig persönlich angegriffen. Dabei geht es Männern gar nicht um einen persönlich gemeinten Angriff, sondern es ist ein ganz normales Verhalten, um Rang und Status abzufragen.

Was können Männer und Frauen daraus lernen?

Ich möchte nicht zu klischeehaft sein. Es gibt sicher auch Frauen die vertikal kommunizieren, sowie Männer die horizontal orientiert sind. Was ich sagen will ist, dass es klare geschlechtsspezifische Tendenzen gibt. Männer und Frauen sollten beide Varianten kennen und beide Kommunikationsvarianten in Gesprächen in betracht ziehen. Nur so kann vermieden werden, dass größere Konflikte oder Missverständnisse entstehen.

Ich kann aus Erfahrung sagen, dass die meisten Situationen, die gerade wir Frauen als persönliche Attacken empfinden gar keine persönlichen Angriffe sind. In den meisten Fällen handelt sich um eine typische vertikale Gesprächsführung um Rang und Hierarchie zu klären.

 

 

 

 

 

Business Beziehungsratgeber Teil 1

Business Beziehungsratgeber Teil 1

Beziehungsratgeber über Männer und Frauen und deren Eigenheiten gibt es wie Sand am Meer. Aber es gibt soweit ich weiß keinen Business Beziehungsratgeber über die geschlechtsspezifischen Gepflogenheiten im beruflichen Umfeld. Aus diesem Grund habe ich mir vorgenommen aus diesem Thema eine Serie zu machen und über teilweise skurrile Situationen im Berufsalltag zu schreiben.

Es dabei wird um Eigenheiten und um „Gehabe“ gehen, vor allem aus meiner weiblichen Sicht. Aber es geht mir auch darum Transparenz für die weibliche und die männliche Sicht zu schaffen wie die jeweils andere Seite denkt und fühlt. Wie funktionieren berufliche Beziehungen und wie unterschiedlich verhalten sich Männer und Frauen. All das soll Inhalt dieser Blogserie Business Beziehungsratgeber werden.

Meine Erfahrungen

Die Idee zu einem Beziehungsratgeber basiert auf eigenen Erfahrungen. Wie häufig habe ich in den vergangenen Jahren männliche und weibliche berufliche Verhaltensweisen bemerkt, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Ich habe Kollegen und Kolleginnen befragt und um ihre Einschätzung gebeten. Ich habe mit meinem Mann, der selbst Führungskraft ist darüber gesprochen und reflektiert. Warum reagieren Männer so wie es eine Frau nie tun würde? Wie verhalten sich weibliche Führungskräfte im Vergleich zu männlichen? Was ist der Unterschied?

Bin ich selbst in einer männlich dominierten Umgebung anders als unter Frauen? Ja, ich bin anders, das habe ich bereits festgestellt. Ich antizipiere teilweise männliches Verhalten, um schneller an mein Ziel zu kommen. Aber es hilft auch unter Männern als Frau akzeptiert und respektiert zu werden.

Wofür sind Meetings gut?

Schon in Meetings wird klar, dass Frauen und Männer anders ticken. Männer nutzen Meetings gerne zum „Schaulaufen“, der Inhalt ist gerade zu Beginn eher zweitrangig. Das verstehen Frauen nicht. Frauen möchten zum Punkt kommen, denn es gibt noch viel zu erledigen. Sie sehen keinen Sinn Dinge mehrfach zu wiederholen und aufeinander zu referenzieren. Männer auf der anderen Seite nutzen ein Meeting genau dafür. Es geht um Hierarchien und Rangordnungen für Männer. Insbesondere die Worte des „Ranghöchsten“ werden am liebsten wiederholt und aufgegriffen. Es ist eine Form Loyalität zu zeigen.

Allein über das Verhalten in Meetings könnte ich einen halben Beziehungsratgeber schreiben. Wer beginnt das Meeting? Wer hat den höchsten Redeanteil? Wie ist die Sitzordnung? Wer sagt was? All diese Dinge spielen eine große Rolle für Männer. Für Frauen geht es bei den meisten Meetings nur um die Inhalte und die Ergebnisse. Für Männer ist ein Meeting viel mehr. Es ist ein soziales Event. Und liebe Frauen, es ist unglaublich wie viel Männer in Meetings reden können. Die Beiträge von manchen Männern in Meetings übertreffen die Anzahl der Worte, die ein Mann mit seiner Frau wöchentlich austauscht um ein vielfaches.

Braucht man(n) Statussymbole?

Ja, viele Männer brauchen sie. Statussymbole sind Männern viel wichtiger als Frauen. Ich kenne unzählige Männer, die ihre Initialen auf ihren Hemden eingestickt haben. Auf der andere Seite kenne ich keine einzige Frau, die eine Bluse mit ihren Anfangsbuchstaben hat. Ich könnte hier beliebig viele andere Statussymbole aufzählen von gravierten Montblanc Kugelschreibern, Autoschlüsseln, Krawatten im Wert von 500 Euro, das große Büro oder die Ehefrau zuhause, die mindestens 2 Kinder hütet. Die Ehefrau? Ja, richtig. Für Männern ist eine Familie zu haben ein Statussymbol. Im Gegensatz zu uns Frauen. Wenn wir äußern frisch verheiratet zu sein, dann wird man als Frau kritisch beäugt, ob sich in unserer Mitte nicht vielleicht schon etwas wölbt. Eine Schwangerschaft wird uns negativ ausgelegt. Ein Mann hat seinen Status mit einer schwangeren Frau eher erhöht als erniedrigt. Klingt absurd? Ich weiß.

Auch über das Thema Statussymbole könnte man einen ganzen Beziehungsratgeber schreiben. Deswegen wird es auch hierzu einen separaten Beitrag geben.

Berufliche Feind- und Freundschaften

Unter Frauen werden Feindschaften auch im beruflichen Kontext recht schnell offensichtlich. Einmal als „Feindin“ auserkoren, wird es keine freundschaftlichen Gesten zwischen diesen Frauen geben. Männer hingegen halten selbst mit ihren Smalltalk und klopfen sich gegenseitig auf die Schulter in jovialer Lockerheit. Männliche Feindschaften werden selten schnell offensichtlich, selbst für Männer untereinander ist es oft schwer zu erkennen wie andere zueinander stehen. Aber genau hier die Gründe und Gepflogenheiten zu verstehen und zu ergründen, wird Teil des Beziehungsratgebers sein.

Business Beziehungsratgeber für Männer und Frauen

Gerade Frauen in Führungspositionen sehen sich nicht selten einer großen Gruppe männlicher Kollegen gegenüber. Ich weiß wovon ich spreche, da gerade im Automotive Sektor hauptsächlich Männer die Entscheidungen treffen und die Führungsebenen männlich dominiert sind. Wie kann ich mich als Frau hier integrieren, wenn Männer ihre Bündnisse gemeinsam schwitzend in der Sauna schmieden oder abends beim Bier zum Champions League Spiel. Wie können sich weibliche Führungskräfte in einem solchen Umfeld behaupten und positionieren und was müssen sie dabei beachten?

Aber auch das Thema warum Frauen und Männer unterschiedlich mit ihren Kompetenzen in der Außenwirkung umgehen, möchte ich erläutern. Auflockern werde ich mit typischen Szenen aus dem Alltag und den Fragen, die ich mir aus weiblicher Sicht dazu gestellt habe.

Ziel ist es Transparenz über typisch weibliches und typisch männliches Verhalten im Business Kontext zu geben. Dabei soll es Männern als auch Frauen leichter gemacht werden sich gegenseitig, aber auch untereinander besser lesen und verstehen zu können.

 

 

 

 

 

 

Karriere mit Kind

Karriere mit Kind

Karriere mit Kind – oder wie vereinbare ich Privatleben und Beruf?

Aktuell arbeite ich Vollzeit als angestellte Führungskraft in einem internationalen Unternehmen und als freiberuflicher Coach. Mein Sohn ist mittlerweile 8 Jahre alt. Vollzeit arbeite ich seitdem er etwa 15 Monate alt ist und  ich habe es nie bereut. War es immer einfach? Nein, ganz sicher nicht. Aber es ist machbar und auch gut machbar. Wie ich trotz Kind meine persönlichen Karriereziele verfolge und mein Privatleben trotzdem nicht zu kurz kommt, erzähle ich Dir in diesem Beitrag.

Schadet es meinem Kind, wenn ich arbeite?

Wir Mamas zweifeln oft, wenn wir eine Karriere mit Kind anstreben. Fragen wie: Bin ich eine schlechte Mutter, wenn ich arbeiten gehe? Wird mein Kind schaden nehmen? Schaffe ich das? Was denken andere Mütter womöglich über mich? „Warum habe ich ein Kind, wenn ich arbeiten will?“ Sind für eine Working Mom ganz normal. Ich kenne wirklich keine arbeitende Mutter, die sich eine dieser Fragen nicht schon gestellt hat. Und wisst ihr was? Männer bzw. Väter stellen sich solche Fragen nicht.

Traditionelle Rollenbilder

Für einen Mann wäre es  aus traditioneller und heute noch fest verankerter Sicht eher unnormal, wenn er als Vater nicht arbeiten ginge. Man würde ihm vorwerfen, er würde seine Familie nicht versorgen. Schließlich gehört sich das so. Diese Haltung spiegelt die immer noch aktuelle allgemeingültige gesellschaftliche Sichtweise wieder.

Unsere Gesellschaft befindet sich jedoch im Wandel. Unser Frauenbild, unser Familienbild wandelt sich. Allerdings war es in der Vergangenheit für viele unserer Mütter noch ziemlich normal, dass der Mann arbeiten geht und die Frau zuhause die Kinder hütet und sich um den Haushalt kümmert. Unsere Mütter kannten es zum großen Teil gar nicht anders. Es gab damals sogar noch Ausbildungen im Bereich der Hauswirtschaft, die nur Frauen absolviert haben. Unsere Mütter werden uns deshalb eher wenige Impulse in Bezug auf eine Karriere mit Kind geben können.

Was ich sagen will: Uns Frauen heute fehlen sogenannte „role models“. Frauen, die zeigen, dass es auch anders geht. Und vor allem, dass es möglich ist eine Karriere mit Kind zu haben, ohne dass es nachteilig für unsere Kinder ist. Wenn Du eine Mutter hast, die für Dich dieses Vorbild sein konnte, dann hast Du großen Glück. Die Realität sieht leider anders aus.

Kind oder Karriere? Das ist hier die Frage

Leider ist in unserer Gesellschaft der Glaube verankert, dass man als Frau entweder eine Karriere haben oder ein Kind haben kann. Eine Karriere mit Kind ist für viele schwer vorstellbar. Sowohl für die betroffenen Frauen selbst als auch für deren Umfeld.

Kind oder Karriere ? Aus meiner Sicht ist jedoch die falsche Frage. Warum sollte eine Karriere für uns Mütter ausgeschlossen sein, wenn wir Kinder haben, während es für Väter machbar ist? Noch viel mehr, bei Männern gehört es „zum guten Ton“ Familie zu haben. Kinder sind in Männerkreisen ein Statusymbol während sie bezogen auf eine Mutter eher Makel zu sein scheinen.

Ich habe noch nie einen Mann sagen hören: Auf meine Karriere musste ich verzichten, wegen meiner Kinder.

Sicherlich braucht ein gestilltes Kind im ersten Lebensjahr mehr die Nähe der Mutter, aber mit zunehmenden Alter können auch Väter, Tagesmütter, Kinderfrauen, die Großeltern oder ein Au Pairs die Kinderbetreuung übernehmen.

Alternative Betreuungsmöglichkeiten

Es gibt eine Vielzahl von Betreuungsmöglichkeiten, die es jeder Mutter ermöglichen ihre persönliche Ziele zu verwirklichen. Oft ist eine Kombination aus den verschiedensten Optionen aus meiner Sicht die beste Lösung. Jede Familie muss hier ihr eigenes Modell finden.

Kita, Hort, Großeltern, Au Pair & Co.

Die meisten Kitas und Schulen bieten heutzutage bereits längere Betreuungszeiten an. So ist es üblich, dass die Kinder meistens von 7.30 bis 16.30 Uhr von Montags bis Freitags betreut sein können. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass das meistens sehr gut klappt. Der Vorteil: Die Kinder können mit gleichaltrigen Spielen und werden auch bei den Hausaufgaben beaufsichtigt. Sicher ist noch nicht alles perfekt und es gibt in dieser Sache noch viel zu tun, aber es ist möglich bei guter und zeitiger Planung entsprechende Betreuungsmöglichkeiten zu finden.

Betreuung durch Großeltern

Des weiteren gibt es bei uns feste Oma bzw. Opa Tage. Wenn die Großeltern in der Nähe sind und man sich über die grundlegenden Erziehungsgrundlagen geeinigt hat, funktioniert das ganz wunderbar. Bei den Großeltern ist es oft nicht schlimm, wenn man dann mal eine Stunde später kommt. Auch für die Betreuung über Nacht eignen sich Großeltern ganz hervorragend und für die Kleinen ist es ein großes Abenteuer bei Oma und Opa zu schlafen. Oftmals hat man als Mutter bei der eigenen Familie auch größeres Vertrauen, dass sich gut gekümmert wird.

Betreuung durch ein Au Pair

Die beste Betreuungsform für uns ist und bleibt jedoch ein Au Pair. Wir haben schon mehrere Au Pairs bei uns gehabt und jedes einzelne war eine echte Bereicherung für die Familie. Die Betreuung durch ein Au Pair hat viele Vorteile, denn sie ermöglicht mir extrem viel Flexibilität. Ein Au Pair ist vor allem für Familien, die sehr offen sind eine gute Option. Wir mögen es neue Menschen kennen zu lernen und diese auch in unserem Haus leben zu lassen. Unsere Au pairs sind wie große Schwestern oder Brüder für meinen Sohn. Sie bringen neue Kulturen und Ansichten in die Familie, sie erweitern den eigenen Horizont und machen das Haus lebendiger. Für uns stellt dies eine wahre Bereicherung dar, allerdings gibt  auch es viele Menschen, die diesbezüglich eine andere Einstellung haben. Ich rate jeder Familie dazu es mal zu versuchen bevor ein Au pair pauschal abgelehnt wird.

Flexible Arbeitsmodelle

Seit einigen Jahren bieten viele Unternehmen immer flexiblere Arbeitsmodelle. Es gibt flexible Home Office Regelungen, Optionen für Sabbaticals, flexible Zeiteinteilung, eigene Kitas in Unternehmen und viele technische Neuerungen, die ein ortsunabhängiges Arbeiten ermöglichen.

Sei die Erste!

Es bedarf immer einer Person, die bestimmte Dinge zum ersten Mal umsetzt. Genauso erging es mir mit meinem Wunsch Kind und Karriere miteinander zu verbinden. Deswegen ist es wichtig, dass wir Mütter auch ein bisschen mutig sind, um unsere Träume zu verwirklichen. Nur, weil es noch niemand anders vor uns versucht hat, heißt es nicht, dass es nicht funktioniert.

Einfach mal machen, könnte ja gut werden.

Ich war viele Jahre lang die einzige vollzeitarbeitende Mutter in meinen Teams. Heute treffe ich Hin und Wieder eine Mutter, die sich auch an eine Karriere mit Kind wagt. Es sollten sich allerdings mehr Frauen trauen dies zu tun. Wir haben nichts zu verlieren, versuchen kostet nichts oder nicht viel. Gemäß dem Sprichwort, wer nicht wagt, gewinnt nicht.

Väter in die Pflicht nehmen

Das traditionelle Rollenbild gilt es zu überkommen. Insbesondere heutzutage, da Mädchen durchschnittlich das bessere Abitur aufweisen, (vgl. Artikel in der FAZ) aber auch im Studium schneiden Männer nicht wesentlich besser ab als Frauen. Wobei sich im Studium die Dinge bereits beginnen zu wandeln. Die sogenannten „Kuschelfächer“ mit geringerer späterer Einkommenserwartung werden vermehrt von Frauen belegt, Männer belegen Wirtschaft, Naturwisschenschaften und Jura. Trotzdem stehen Frauen in Bezug auf Qualifikation Männern in nichts nach. Frauen sind  prinzipiell genauso qualifiziert für ein Familieneinkommen zu sorgen wie Männer.

Männer können auch Windeln wechseln

Leider erlebe ich immer wieder Familien in denen Männer nicht wissen wie man eine Waschmaschine bedient, wie man die einfachsten Gerichte kocht, wie man ein Baby wickelt oder ein Fläschen warm macht. Dafür gibt es zwei Gründe: 1. Männer halten sich auf diesem für sie unsicheren Terrain eher zurück und 2. Wir Frauen neigen dazu die Väter nicht in die Pflicht zu nehmen.

Ausreden sind die Folge. „Wenn ich es mache, geht es schneller.“ „Er kapiert es einfach nicht.“ „Er ekelt sich davor.“ „Ich kann es nicht ändern, er ist eben so.“ „Er verdient doch das meiste Geld, dann muss er solche Dinge nicht machen“.

Solche Ausreden sind eher die Regel als die Ausnahme. Und leider ist es auch unser Job unseren Partnern, Ehemännern oder Vätern klar zu machen, dass Kindererziehung heutzutage eben nicht nur Frauensache ist.

Partnerschaft auf Augenhöhe

Je mehr wir mit unseren Partnern und Vätern unserer Kinder auf Augenhöhe sind, desto einfacher können wir ein Erziehungs- und Betreuungsmodell, dass unsere beruflichen Karrieren fördert, umsetzen. Deswegen ist ein wertschätzendes und respektvolles miteinander essentiell für eine eine Karriere mit Kind. Sobald unser Partner uns beispielsweise in die Rabenmutterrolle drängt, werden wir Schwierigkeiten haben unsere Ziele umzusetzen. Aber auch, wenn der Vater bestimmte Kinderbetreuungsthemen nicht bei sich sieht, wird eine erfolgreiche Karriere für uns Mütter schwierig.

Priorisierung als Schlüssel

Wie sieht nun aber der Alltag aus? Wie sieht es mit der Vereinbarkeit von Kindern und Beruf aus?

In meinen Augen bedarf es zweier Fähigkeiten: Planung und Priorisierung. Im Grunde klassische oder auch agile Projektmanagementfähigkeiten. Die wichtigste Nachricht vorab: beides kann man gut lernen.

Projekt = Familie

Man kann eine Familie wie ein Projekt sehen. Als Mutter bist Du dann quasi die Projekt- bzw. Familienmanagerin. Auch in der Familie gibt es wie bei Projekten Aktivitäten, To-do’s und feste Termine. All diese gilt es zu priorisieren und zu bewerten. Je komplexer man selbst die eigene Situation empfindet, desto mehr sollte in einem ersten Schritt alles notiert und priorisiert werden. Es gibt dafür mittlerweile Familienplanungs Apps. Wir nutzen diese nicht, da wir eine sehr kommunikationstarke Familie haben und wir eher über persönlich, telefonisch oder über WhatsApp Familienangelegenheiten koordinieren. Sobald diese Dinge funktionieren, sich eingespielt haben und erprobt sind, kann man das Ganze auch mal „laufen lassen“. Dann ist der Alltag auch mit weniger Planung möglich.

Jeden Morgen spreche ich immer mit meinem Mann über die Dinge, die offen sind, die erledigt sind und ob ich Hilfe brauche. Das entspricht dem sogenannten Daily Stand up im agilen Projektmanagement. 😉 Jede Woche gibt es mehr oder weniger feste Termine (sie sind fest in der Aktivität, aber flexibel in der Uhrzeit), die nur die Familie betreffen. Wenn für mich bestimmte Dinge zeitlich eng werden, delegiere ich diese immer an meinen Mann, das Au pair, Freunde oder an die Großeltern. So muss ich zwar im Voraus planen, stelle aber sicher, dass ich mich nicht übernehme.

Kein schlechtes Gewissen

Zum Schluss ist mir sehr wichtig, an alle Frauen zu appellieren, kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn ihr ein Kind und Karriere vereinbaren möchtet. Ich bin in einem früheren Blogpost zum Thema Muttertyp bereits auf diese Thematik eingegangen. Jede Mutter ist anders. Manche Frauen gehen in ihrer Mutterrolle mit all ihren Konsequenzen auf, andere brauchen die persönliche berufliche Herausforderung.

Wir sind keine schlechteren Mütter, nur weil wir unsere eigenen Ziele und Wünsche verwirklichen wollen. Unseren Kindern geht es nicht schlechter, nur weil wir nicht den ganzen Tag über Zuhause sind. Mein Sohn beispielsweise ist ein ganz normaler Junge, der aber auch sehr stolz ist, dass seine Mutter für viele große Automobilunternehmen gearbeitet hat.

Wir müssen uns befreien von Vorurteilen und Meinungen anderer. Wir, Working Moms, sollten uns gegenseitig unterstützen, so dass es möglich ist eine Karriere mit Kind haben zu können.

 

 

 

 

 

4 Prominente, die erfolgreich mit einem Life Coach gearbeitet haben

4 Prominente, die erfolgreich mit einem Life Coach gearbeitet haben

Auch Prominente sind nur Menschen und ein stückweit ist es auch ihr Job so zu tun als seien sie anders als die anderen. Doch glaube mir, auch Prominente haben ihre persönlichen Themen und Schwierigkeiten. Berühmte Menschen, Spitzensportler und Politiker haben ähnliche Ängste, Sorgen oder fühlen sich zu bestimmten Zeiten im Leben komplett überfordert. Dass auch sie Geld- oder Beziehungsprobleme haben, ist allgemein bekannt. Viele der erfolgreichen und bekannten Persönlichkeiten greifen auch außerhalb des Spitzensports auf einen Life Coach zurück.

Life Coach – Mehr als ein Guru

Viele Menschen nutzen Life Coaches an bestimmten Stellen im Leben, die schwierig oder herausfordernd sind. Life Coaches helfen eine neue Perspektive auf die Dinge zu bekommen, helfen reflektieren und geben Tools und Methoden an die Hand, die Dir weiterhelfen sollen. Es gibt heutzutage eine Vielzahl von Ausbildungen zum Life Coach, aber in meinen Augen ist es insbesondere wichtig, jemanden zu finden, der mit Dir auf Augenhöhe ist und der zu Dir inhaltlich und persönlich passt.

Häufig werden Coaches, die ganze Hallen füllen, als Guru bezeichnet und es wird ihnen unterstellt nichts anderes als eine Sekte zu sein. Allerdings wird diese Meinung nicht selten von Menschen vertreten, die sich nie ein eigenes Bild gemacht haben. Einen Coach per se abzulehnen, rührt nicht selten aus großer Angst sich mit den eigenen Themen zu beschäftigen. Selbstbewusste Menschen, die voll mit sich im Reinen sind, hören sich viel eher die Meinung eines Coaches an, mit der Absicht neues dazu zu lernen.

Bevor Du also einen Coach ablehnst, hör ihn Dir an. Entweder Du hattest recht oder Du lernst. Was besseres kann Dir doch gar nicht passieren. Es ist eine „Win-Win“ Situation.

Bei meiner Recherche war ich überrascht wie viele bekannte und berühmte Persönlichkeiten sich bereits Unterstützung von einem Life oder Business Coach geholt haben, aber lest selbst…

1. Serena Williams

Die weltbekannte Tennisspielerin, Mutter und jahrelange Weltranglistenplatzerste Serena Williams hat über einen längeren Zeitraum mit Tony Robbins zusammen gearbeitet. Gerade in ihren Verletzungspausen konnte ihr Tony Robbins weiterhelfen ihre Zuversicht zu bewahren. Aber er hat ihr auch klar machen können worauf es im Leben wirklich ankommt. Ein Mensch wie Serena Williams, die so sehr im Rampenlicht steht, hat zwar viele Fans und auch viele Neider. Damit umzugehen, dass es Menschen freut, wenn sie verliert bzw. , dass Menschen nur darauf warten, musste sie lernen.

Auf Youtube gibt es Videos in denen Serena über den Mehrwert von Tony Robbins spricht. Es lohnt sich dort mal reinzuschauen.

2. Leonardo Dicaprio

Auch Leonardo Dicaprio hat mit Tony Robbins zusammengearbeitet. Auch bei ihm ging es darum an seiner Persönlichkeit zu arbeiten. Zu verstehen, warum er in welchen Situationen eine bestimmte Reaktion zeigt und herauszufinden, was ihn antreibt.

3. Oprah Winfrey

Oprah hat ihrem Life Coach Martha Beck einen großen Teil ihres Erfolgs zugesprochen. Aber sie präsentiert seit Jahren immer wieder neue und andere Coaches mit denen sie zusammenarbeitet und empfiehlt ihren Fans und Zuschauern mit einem Life Coach zusammen zu arbeiten.

4. Bill Clinton

Selbst Bill Clinton, der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika hat die Hilfe von Coaches wie Tony Robbins in Anspruch genommen. Mehr Details findet ihr in diesem Artikel. Bill Clinton war auch anfangs skeptisch, ob ein Life Coach ihm wirklich ein guter Ratgeber sein könnte, aber in allen Interviews hat er sich immer höchst positiv über Tony Robbins geäußert.

Brauche ich einen Life Coach?

Ich habe in einem vorherigen Blogpost dieses Thema von einer anderen Seite bereits beleuchtet. Den Artikel „Warum Du keinen Coach brauchst“ findest Du hier

Ich für mich habe die Frage mit „ja“ beantwortet. Warum? Aus dem einfachen Grund: Ich bin ungeduldig und ich will Ergebnisse so schnell wie möglich. Darüber hinaus weiß ich, dass es mir einfach auch an Lebenserfahrung fehlt und ich bestimmte Dinge, die ich heute gerne wüsste noch gar nicht wissen kann. 

Ich habe viele Mentoren und Coaches in den letzten Jahren an meiner Seite gehabt und ich wäre heute niemals dort wo ich heute bin. Ich hätte nie die Jobs bekommen, wäre heute niemals emotional so stabil und hätte heute nicht diese Art von Partnerschaft mit meinem Mann.

Welcher Life Coach ist der oder die richtige?

Meine Coaches habe ich fast alle zufällig im Internet „gefunden“. Ich bin ein sehr digitaler Mensch und lese viel im Internet. Auch habe ich mittlerweile viele Freunde und Bekannte, die auch mit einem Life Coach arbeiten und wir tauschen uns darüber aus. So findet man auch sehr schnell Zugang zum geeigneten Coach.

Wichtig ist, dass die Chemie stimmt und die meisten seriösen Coaches (so wie ich) bieten kostenlose Erstgespräche an. Auch ist es für mich persönlich wichtig, dass mein Coach bereits nachweislich Dinge erreicht hat, die mir wichtig sind bzw. die ich auch erreichen möchte. Eine fundierte Ausbildung spielt da sicherlich auch eine Rolle, wobei ich auf die vielen verschiedenen Coaching Zertifikate, die mittlerweile am Markt grassieren nicht so viel Wert lege. Vielmehr geht es mir darum, ob der Life Coach mich mit seinen Inhalten anspricht und, ob ich denke, dass er mir auf Augenhöhe begegnen kann.

Kosten für persönliches Coaching

Ich investiere jährlich mindestens 10% meines Einkommens in meine persönliche Weiterentwicklung. Das können dann ganz spezifische Themen sein wie ein Seminar zum Thema Rhetorik bei Rene Borbonus oder ein Workshop zu Finanzen oder eine Ausbildung zur Yogalehrerin, die ich gerne machen würde.

10% des Nettoeinkommens klingen sicherlich viel für den ein oder anderen, aber ich habe mein Einkommen, seitdem ich mit einem Coach arbeite in den letzten 6 Jahren verdoppelt und meine Arbeitszeit in diesen Jahren fast um die Hälfte reduziert. Wenn das mal kein Business Case ist, der überzeugt?! 

Sollte der Gedanke „so viel Geld“ in Dich und deine Persönlichkeit zu investieren bei Dir aufkommen, dann sei beruhigt. Vor 10 Jahren hatte ich nämlich genau diesen Gedanken selbst und habe mich gefragt wie andere Menschen nur so viel Geld ausgeben können. In Wahrheit hatte ich damals ein eklatantes Selbstwertthema und war mir es selbst nicht wert. 

Ein guter Coach kostet Geld, aber er kann ein großer Erfolgsbeschleuniger für Dich sein. Nicht nur beruflich, sondern vor allem privat. Mein Leben haben meine Coaches und Mentoren verändert. Ich würde es jederzeit wieder tun.

 

 

 

 

Bin ich eine Scanner-Persönlichkeit?

Bin ich eine Scanner-Persönlichkeit?

Kennst Du das? Du bist vielinteressiert, es gibt so viele Themen, die Du spannend findest. Beruflich könntest Du Dir so vieles vorstellen und es überfordert Dich, dass es so viele Wahlmöglichkeiten gibt. Privat geht es Dir ähnlich, es gibt die unterschiedlichsten Bücher, die Du gerne lesen willst, etliche Länder, die Du gerne bereisen willst, verschiedene Sprachen, die Du erlernen willst und so viele andere Dinge mit denen Du dich beschäftigen willst. All das überfordert Dich und Du weißt nie genau, was Du jetzt als erstes machen sollst oder Du fängst so viele Dinge an und wirst dann immer wieder von Neuem abgelenkt. Erkennst Du Dich hier wieder? Dann bist Du wahrscheinlich eine Scanner-Persönlichkeit.

Vielbebegabte Scanner-Persönlichkeit

„Scanner“ sind  häufig vielbegabt und ständig neugierig. Dabei folgen sie keiner Logik, sondern wollen am liebsten mit allen Themen gleichzeitig beginnen. Es gibt dazu auch ein gutes Buch von Barbara Sher: Ich könnte alles tun, wenn ich nur wüsste, was ich will. Ich möchte es euch an dieser Stelle zur Vertiefung empfehlen.

Herausforderungen einer Scanner-Persönlichkeit

Für mich, sind Scanner-Persönlichkeiten die tollsten Kollegen und die wertvollsten Freunde. Ich liebe ihre Neugierde und auch das Interesse an allen Dingen. Sie haben ein besonderes Talent, eine Gabe, die man fördern und nutzen sollte und auch ich selbst weise sehr ausgeprägte Merkmale einer Scanner-Persönlichkeit auf.

Eine Scanner-Persönlichkeit ist aber auch nicht selten mit dem „Ich weiß nicht, was ich will.“ Syndrom ausgestattet. Ihnen wird schnell langweilig und sie suchen immer wieder neue Dinge auf, die ihr Interesse wecken. Sie lieben Abwechslung und verabscheuen Routine und gleiche Tagesabläufe.

Ich weiß nicht, was ich will.

Was will ich überhaupt? Und macht das, was ich gerade tue überhaupt Sinn? Egal, was ich mache, es fühlt sich nicht richtig an. Ich weiß nicht, was ich will, aber ich weiß, was ich nicht will. Diese Sätze höre ich in letzter Zeit gerade von jungen Menschen immer öfter. Es ist ein Dilemma und ich kenne diese Gedanken, denn auch ich hatte gerade  in der Zeit nach meinem Abitur, aber auch noch während meines Studiums genau diese Momente.

Häufig vergleichen wir uns mit anderen Menschen, vor allem mit denen, die nach außen sehr erfolgreich und glücklich wirken. Wir wollen dann genau das, was diese Menschen auch haben und neigen dann dazu genau diese Dinge zu tun, die diese Menschen vermeintlich erfolgreich und glücklich gemacht haben. Dabei vergessen wir, dass wir in uns selbst suchen sollten und nicht außen bei anderen Menschen. Wir wissen nämlich gar nicht, ob der Weg der anderen Personen auch unser Weg sein könnte und ob diese andere Personen wirklich glücklich sind oder ob es nur so wirkt.

Wenn Du nicht, weißt was Du willst, dann höre auf deinen Blick nach außen zu richten. Schau in Dich hinein, was willst Du wirklich? Was macht Dich als Person glücklich? Richte Deinen Blick nach innen. Wo willst Du in 3 Jahren von heute sein? Wie willst Du Dich fühlen? Mit welchen Menschen willst Du zusammen sein? Wir alle haben diese innere Stimme und auch wenn Deine innere Stimme, dir nicht immer den einfachsten Weg nennt, so lohnt es sich dennoch ihr zu folgen. 

Ich persönlich war niemand, die sich NUR auf eine Sache konzentrieren konnte. Ich war nie die absolute Spezialistin, sondern ich hatte immer breite Interessen und ein breites Wissen. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum ich Volkswirtschaftslehre studiert habe. Ich sehe mich in vielen Bereichen eher als Generalist und weniger als absoluter Spezialist. Mir war immer wichtig, dass große Ganze zu verstehen und viel Wissen und viele Fähigkeiten zu haben. Deswegen bin ich auch kein Spitzensportler, Pianist oder Physiker geworden.

Generalisten sind die typischen Scanner, Spezialisten kann man auch als „Taucher“ bezeichnen. Taucher spezialisieren sich auf genau eine Sache.

Ziele und Struktur

Was Scanner brauchen, sind Struktur und eigene Ziele. Struktur hilft die eigenen Wünsche und Ideen zu ordnen und zu priorisieren. Ziele helfen an den Dingen dran zu bleiben und sie zu Ende zu bringen, wenn sie einmal gesetzt sind. Denn eine Scanner-Persönlichkeit neigt sehr häufig dazu Dinge abzubrechen und etwas neues zu beginnen. Sie sind häufig sehr beliebt, weil sie bei vielen Dingen mitreden können, aber immer wieder auch leicht durch sich selbst überfordert.

Ich möchte Dir im Folgenden Tipps an die Hand geben wie Du das volle Potential deiner Scanner-Persönlichkeit ausschöpfen kannst.

Wie bringe ich Struktur in mein Leben?

Im folgenden beschreibe ich wie Du beruflich als auch privat mehr Struktur in Dein Leben bekommen kannst. Es gibt viele digitale oder nicht digitale Tools, die Dir zu mehr Struktur verhelfen. So möchte ich gerne ein bisschen Werbung für die App Evernote machen, die ich auf meinem Smartphone nutze, um mir Notizen zu machen und Gedanken festzuhalten. Diese App hilft Dir Aufgaben und Notizen zu strukturieren ohne, dass Du sie ständig im Kopf behalten musst.

Natürlich kannst Du dies auch ganz altmodisch mit einem Notizbuch tun, allerdings empfehle ich hier verschiedene Kategorien anzulegen. Du kannst zum Beispiel zwischen privaten und beruflichen Notizen unterscheiden, oder nach Wochen und Monaten. Wichtig ist, dass Du to do’s von kreativen Ideen und Gedanken trennst.

Aber eine App oder ein Notizbuch räumen natürlich noch nicht dein ganzes Leben auf. Deswegen sind zwei Dinge in deinem Leben wichtig:

Sinn und Ziele

1. Kennst Du deinen Lebenssinn?

Wenn wir nicht wissen, warum wir auf der Welt sind und wohin wir wollen, dann wissen wir auch nicht wie wir in unserem Leben priorisieren sollen. Es fällt uns dann auch sehr schwer Entscheidungen zu treffen. Gerade in Kombination mit einer Scanner-Persönlichkeit ist ein fehlender Lebenssinn eine großer Fluch.

Eine Methode Deinen Lebenssinn zu finden, ist darüber nachzudenken, was andere über Dich an Deinem Grab sagen sollen. Wenn Du darüber nachdenkst, erkennst Du schnell, wohin Du in deinem Leben wirklich willst und was für Dich Lebenssinn ist. Es ist so unglaublich wichtig den eigenen Sinn, die eigene Vision vom Leben zu finden. Ohne Sinn wirst Du nie genau entscheiden können, was Du wirklich willst. 

Aber Achtung: Dein Lebenssinn kann und wird sich verändern. Das ist ein ganz normaler natürlicher Prozess, der viel mit Erfahrung und persönlicher Reife zu tun hat. Je jünger Du bist, desto häufiger kann Dein Lebenssinn sich verändern. Deswegen nimm Dir Zeit Deine Vision vom Leben Hin und Wieder zu überprüfen.

Sollte es Dir schwer fallen Deinen Lebenssinn zu definieren, komm ins Tun. Es bringt Dich nicht weiter allein in Deinem stillen Kämmerlein zu hocken und zu hoffen, dass Du plötzlich eine Erleuchtung bekommst. Fang an Dinge zu tun und finde heraus, ob sie Dir Spaß machen oder nicht. Wenn Du nicht anfängst, wirst Du nie herausfinden, ob eine Sache etwas für Dich ist oder nicht. Eine gute Möglichkeit anzufangen ist einfach mal alle Dinge aufzuschreiben, die Du gerne tust. In einem zweiten Schritt priorisiert Du dann diese Dinge einmal für Dich und dann fang an.

Sobald Du deinen Lebenssinn kennst, wird es Dir leichter fallen persönliche Ziele zu definieren.

2. Setze Dir Ziele

Setze Dir ein großes Ziel und definiere kleinere Zwischenziele. Hierbei ist es sehr wichtig, dass Du Zeitpunkte definierst an denen die Zwischenziele erreicht sein sollen. Von diesen Zwischenzielen wiederum kannst Du einzelne Aktivitäten ableiten, die notwendig sind Dein Zwischenziel zu erreichen. Ich empfehle Ziele, Zwischenziele und einzelne Aktivitäten immer aufzuschreiben. In meinen Coachings erarbeiten wir dafür ein ganzes Plakat, mit Meilensteinen und einzelnen Aktivitäten, dass meine Coachees sich zu Hause aufhängen können.

Eine tolle Methode zum setzen von Zielen ist die SMART Methode. Spezifisch, Messbar, Realistisch, Terminiert. Je spezifischer Dein Ziel ist desto besser. Also nimm Dir Zeit genau zu beschreiben, wohin Du möchtest. Messbar bedeutet, dass Du genau feststellen kannst, ob Du Dein Ziel erreicht hast. Zum Beispiel, wenn Du ein Läufer werden willst, dann wären es messbare Kilometer Marken. Realistisch ist Dein Ziel dann, wenn Du es auch wirklich erreichen kannst. Du wirst sicher nicht von heute auf morgen zum Marathonläufer, aber in einem Jahr kann man es schaffen, wo wir dann auch schon bei der Terminierung wären. Setze Dir einen Zeitpunkt bis wann Dein Ziel erreicht sein soll.

Sinn und Ziele helfen uns zu priorisieren und uns nicht zu verzetteln. Für eine Scanner-Persönlichkeit, aber natürlich auch für alle anderen ist es absolut notwendig einen Lebenssinn und klare Ziele zu haben.

Scanner-Persönlichkeit positiv nutzen

Die gute Nachricht: Eine Scanner-Persönlichkeit zu sein, ist ein großes Geschenk. Die schlechte: Du musst Dich um Dein Scanner Talent kümmern wie um ein kleines Kind. 😉 Du brauchst klare Regeln für Deine Neigung. Das heißt, Du musst fokussiert bleiben und Deine Ziele und Deinen Lebenssinn immer vor Augen behalten. Auch ist es hilfreich nur ein großes, übergeordnetes Ziel zu haben. Mehrere Ziele lenken Dich nur ab und die Gefahr besteht, dass Du Dich verzettelst. Ich bin Meisterin im Multitasking, aber auch ich reduziere meine Ziele meist nur auf ein einziges Hauptziel.

Da Du eine Scanner-Persönlichkeit bist, wirst Du mit einem konkreten Plan schneller an dein Ziel kommen. Deine Neugierde treibt dich an.

 

Zweites Kind ja oder nein?

Zweites Kind ja oder nein?

Ich bin bereits Mutter und liebe meinen Sohn über alles. Ich habe in einem vorherigen Blogpost zum Thema Mütter in der Unternehmensberatung mich bereits mit dem Thema Muttersein befasst. Nun bin ich Mitte 30, habe den Mann meines Lebens an meiner Seite und frage mich, ob ich bzw. wir nicht noch ein zweites Kind möchte(n).

Die folgenden Zeilen sind zum Teil eine Reflektion meiner Gedanken und der Art und Weise wie ich mit dieser Fragestellung umgehe. Ich muss dazu sagen, dass ich eine kreative Regenbogenmutter bin. Kindererziehung allein erfüllt mich nicht und eine berufliche Perspektive war mir immer wichtig. Zum Thema Muttertyp und was der Unterschied zwischen einer Regenbogenmutter und einer Erdmutter ist, findest Du hier einen weiteren Beitrag.

Das zweite Kind

Ein weiteres oder zweites Kind ist eine ganz andere Entscheidung, als sich zu fragen, ob man ein erstes Kind möchte. Beim ersten Kind sind zumindest wir Frauen viel mehr von Instinkten getrieben. Der erste Kinderwunsch ist nicht selten ein abstraktes Bedürfnis und weniger ein ganz konkretes Gefühl, das man beschreiben kann. Ich kenne viele Mütter, die das erste Kind bekommen mit der einfachen Begründung, dass sie eben ein Kind wollten. Das ist völlig normal, aber beim zweiten Kind ist die Situation für viele etwas anders. Man kennt eigentlich alles, was einen erwartet oder man glaubt es zumindest. Man erinnert sich an die schwere Geburt, die schlaflosen Nächte und vollen Windeln. Ich erinnere mich auch an ein Baby im Maxi Cosi, das auch beim Duschen immer mit dabei sein wollte.

Ich schreibe all diese Zeilen aus meiner Regenbogenmuttersicht. Ein zweites oder weiteres Kind ist für mich in erster Linie sehr viel Verantwortung. Es ist eine Entscheidung für viele Jahre und es bedeutet gerade in den ersten Jahren, dass man auch große Opfer bringen muss.

Im Folgenden werde ich zunächst, die aus meiner Sicht negativen, und dann die positiven Punkte aufzählen und kommentieren.

Zweites Kind oder Karriere?

Die negative oder sagen wir kritische Seite:

Wenn Frauen lange hadern, ob sie noch ein zweites Kind bekommen sollen oder nicht, dann nenne ich das auch sehr häufig: die Regenbogenmutterfrage. Denn eine Erdmutter, die voll und ganz in der Kindererziehung aufgeht, stellt eine solche Frage eher seltener.

Gerade, wenn man berufliche Ambitionen hat, bremst ein Kind die berufliche Entwicklung zunächst. Die wenigsten Mütter gehen nach dem Mutterschutz wieder arbeiten, die meisten nehmen Elternzeit. Elternzeit ist wunderbar, aber bedeutet eben auch, dass man die meiste oder gar alle Zeit Mutter ist. Ich habe bei meinem ersten Kind auch Elternzeit genommen und es war damals die richtige Entscheidung. Heute weiß ich aber, dass ich schneller wieder in meinen Beruf zurückkehren wollte. Die Elternzeit hat meiner Karriere nicht mehr geschadet, als ein Sabbatical es auch getan hätte, aber förderlich war sie natürlich auch nicht.

Karrierekiller Teilzeit

Teilzeit kann in meinen Augen ein echter Karrierekiller sein. Dazu gibt es einige Studien und hier einen Artikel auf der Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung. Ich habe nie Teilzeit gearbeitet, weil dieses Modell in der Unternehmensberatung schwer umsetzbar ist. Als Unternehmensberaterin konnte ich nicht nur 3 Tage verfügbar sein, auch waren 8 Stunden Tage einfach nicht abbildbar. 

Ich kenne keine Frau, die Karriere in Teilzeit gemacht hat. Hat man berufliche Ambitionen, dann muss man Vollzeit arbeiten oder in kauf nehmen, dass Beförderungen länger dauern. Auch sind gerade Frauen in höheren Positionen mit Teilzeitstellen zunehmend frustriert, da sie weder der Mutterrolle noch ihrer Rolle im Job richtig gerecht werden können. Im Job fällt es Vorgesetzten mit Teilzeitmüttern sehr schwer geeignete Aufgaben zu finden und diese speisen sie nicht selten mit Sonderprojekten ab, die mehr einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme gleichen. Wenn man sich als Teilzeitmutter oder Teilzeitvater damit abfindet, ist Teilzeit als reine Maßnahme, um Geld zu verdienen und trotzdem für das Kind da zu sein, sicherlich eine Option.

Beziehungskiller (zweites) Kind

Kinder verändern die Beziehung zum Partner. Jeder, der das leugnet, lügt. Oft werden Beziehungen dann auch auf eine harte Probe gestellt. Der unregelmäßige Schlaf und die große neue Verantwortung nehmen auch Einfluss auf die Beziehung. Wir Frauen verändern uns mit jeder Geburt, unser Hormonhaushalt fährt einmal Achterbahn, unser Körper verändert sich, unser Gemütszustand und auch unsere Beziehung zu unserem Partner ist nach einer Geburt anders. Ganz zu Schweigen von der Sexualität.

Ein Kind, gerade ein Säugling, ist vergleichbar mit anderen Extremsituationen, die eine jede Beziehung mal durchleben muss. Manchmal erleben wir nach der Geburt diese Extremsituation zum ersten Mal mit unserem Partner und das kann sehr überfordernd sein. Selbst Paare, die sich schon lange kennen und bisher stabile Einheiten waren, kommen hier ins Straucheln. Ich denke, das ist ganz normal, aber man muss sich im Vorhinein darüber im Klaren sein.

Romantische Zweisamkeit

Kinder sind etwas wunderbares, aber nicht wenn sie schreien, quengeln oder krank sind. Romantisch Essen gehen, ist mit einem Säugling oder Kleinkind so gut wie unmöglich. Für mich war Essen gehen mit einem unter 3-jährigen immer anstrengend. Man kommt nie wirklich zum essen, ständig fällt etwas runter oder es wird gequengelt. Auch ist es oft nicht möglich sich in Ruhe zu unterhalten, denn das Kind braucht volle Aufmerksamkeit.

Veränderungen des Körpers

Jedes Baby verändert den Körper der Mutter, das ist sicherlich jedem klar. Aber es passieren viel mehr Veränderungen als man sich vor einer Geburt vorstellen kann. Da gibt es die offensichtlichen Veränderungen, die die Geburt mit sich bringt. Das große Loch im Bauch durch die verdrängten Muskeln, Geburtsverletzungen, mögliche  vorübergehende Inkontinenz aufgrund des strapazierten Beckenbodens, die länger anhaltende Blutung im Wochenbett, die geschwollenen Brüste  und so viele Dinge mehr, die von Frau zu Frau unterschiedlich ausgeprägt sein können. Die nicht sichtbaren Veränderungen hormonell und persönlich sind meiner Meinung nach aber mindestens genauso schwerwiegend.

Außenseiter Mann

Für Männer bzw. die Väter ist diese Situation auch nicht wirklich einfach. Als Mann steht man quasi nur daneben und beobachtet, was passiert. Es ist für uns Frauen schon schwer vorstell- und nachvollziehbar, was mit uns in einer solchen Situation passiert, wie muss dies dann für einen Mann sein?

Ich kenne Männer, die nach der Geburt eine Art Eifersucht dem Kind gegenüber entwickelt haben, die sich weigern die Windel zu wechseln und die seelenruhig weiterschlafen, wenn das Neugeborene in der Nacht schreit. Das ist in den meisten Fällen keine böse Absicht der Männer, oftmals sind sie genauso überfordert wie die Mutter auch. Auch wird Männern in unserer, aber auch in anderen Gesellschaften, nicht beigebracht wie man mit Babys umgeht. Die meisten werden bei der Geburt ihres eigenen Kindes vielleicht noch nie ein Baby im Arm gehabt haben.

Beim zweiten Kind haben sie dann vielleicht schon etwas Übung, aber auch sie werden sich wieder mehr einschränken müssen und auch Mehr an Verantwortung mit übernehmen.

Regretting motherhood

Vor einigen Jahren wurde eine Studie, der israelischen Soziologin, Orna Donath, veröffentlicht, in der es darum geht, dass Mütter ihre Mutterschaft bedauern. Sie hat dazu auch ein Buch veröffentlicht, den Link dazu findest du hier. Über dieses Studie gab es allgemein einen großen Aufschrei. Viele echauffierten sich wie eine Mutter überhaupt so denken kann.

Ich denke, dass sehr viele Mütter einmal, und wenn auch nur kurz an den Punkt kommen, an dem sie ihre Mutterschaft vielleicht nicht bereuen, aber es sich zumindest anders vorgestellt haben. 

Gerade Regenbogenmütter und sogenannte Scannerpersönlichkeiten überkommt häufiger das Gefühl, dass man aufgrund der Verantwortung für ein Kind einen Teil seiner Freiheit und Möglichkeiten verliert. Man fühlt sich eingeschränkt und gebunden.

Zweites Kind als Krönung der Beziehung

 oder auch die positive Seite des Kinderkriegens

Nach all den Zweifeln, die ich gerade beschrieben habe, ist ein Kind, egal das wievielte, in meinen Augen die Krönung einer jeden Beziehung. Kinder sind etwas wunderbares und machen in meinen Augen eine Familie erst so richtig komplett.

Gerade wir Regenbogenmütter zweifeln sehr oft, ob wir ein erstes oder zweites Kind wollen. Wir sind Hin und Her gerissen zwischen den Welten. Im einen Moment ist es die tollste Vorstellung im nächsten sehen wir uns unserer Freiheit beraubt. Dahinter stecken viele Ängste, wie die Existenzangst oder die Angst vor Freiheitsverlust, aber auch die Angst keine gute Mutter zu sein schwingt immer ein wenig mit.

Familie als Basis für ein glückliches Leben

Es gibt eine Studie, die Menschen über Jahre immer wieder befragt hat, was sie glücklich macht. Je älter diese Menschen wurden, desto häufiger war einer der Kernpunkte die Familie. Natürlich kann man auch ohne Kinder glücklich sein, aber ich bin der Meinung, dass gerade Kinder nochmal eine ganz andere positive Dynamik in das Familienleben bringen. Gerade bei vielen älteren Menschen beobachte ich, dass Einsamkeit mit das schlimmste Übel ist, was einem widerfahren kann. Meine Oma hatte viele Kinder und Enkelkinder, in ihrem Leben war bis zum Schluss immer richtig was los und sie genoss das Familienleben bis zum Schluss.

Persönliche Erfüllung in der Mutterschaft

Trotz der Tatsache, dass mir eine Karriere immer wichtig war, erfüllt mich meine Mutterrolle sehr. Einem Kind all seine bedingungslose Liebe zu schenken, ist ein atemberaubendes Gefühl. Gemeinsam mit Kindern die Welt erkunden, zu beobachten wie sie die Dinge wahr nehmen oder mit ihnen früh morgens oder spät abends im Bett zu kuscheln, ist ein absolut unvergleichbares Gefühl. Wenn ich abends frage, was mich heute glücklich gemacht hat, dann steht sehr oft die Zeit mit meiner Familie ganz weit oben. Seitdem ich Mutter bin, fühle ich mich vollständig.

Zweites Kind als Chance für Entwicklung

Ein zweites oder weiteres Kind bedeutet Veränderung. Veränderung wiederum bedeutet die Chance auf Weiterentwicklung. Das betrifft jedes einzelne Familienmitglied für sich allein, aber auch die ganze Familie zusammen. Ich sehe es als eine Herausforderung um noch eine bessere Familienmanagerin zu werden, gelassener mit Herausforderungen um zu gehen und natürlich, die Dinge, die ich durch mein erstes Kind gelernt habe, dem zweiten zu Gute kommen zu lassen.

Konfliktpotential eindämmen

Im Folgenden gebe ich euch ein paar Tipps an die Hand, um den typischen Konfliktfällen im Rahmen des Familienzuwachses vorzubeugen.

Kommunikation mit dem Partner als Schlüssel

Wichtig ist, dass man seine Sorgen und Zweifel zum Thema Kinderwunsch offen und ehrlich mit dem Partner bespricht. Wir Frauen neigen dazu das Thema Kinderwunsch oft nur mit uns selbst auszumachen und die Diskussion und Kommunikation mit dem Partner kommt nicht selten viel zu kurz. Für Männer bedeutet ein Baby auch ein hohes Maß an mehr Verantwortung, schließlich tragen Mütter in der ersten Zeit oftmals nur eingeschränkt oder gar nicht zum Haushaltseinkommen bei.

Ich rate dazu vor der Schwangerschaft über alle Sorgen und Ängste zu sprechen und auch die gegenseitigen Vorstellungen im Alltag abzuklären. Viele Mütter sind gerade in den ersten Monaten frustriert, wenn sie sich allein um den Säugling und den Haushalt kümmern und der Vater erst spät abends nach Hause kommt. Dann fallen Sätze wie „so habe ich mir das nicht vorgestellt“, aber geredet wurde vorher darüber auch nicht.

Bevor man sich für ein Kind entscheidet, sollte mit dem Partner geklärt sein wie man sich ein späteres Zusammenleben mit Kind vorstellt. Jede Mutter braucht auch Auszeiten, ein Kind ist viel anstrengender als ein Vollzeitjob. Erst vor kurzem las ich einen Bericht in dem stand, dass ein Kind vergleichbar mit 2,5 Vollzeitjobs ist. Männer haben oft kein Gefühl dafür was es bedeutet sich den ganzen Tag um einen Säugling oder ein Kleinkind zu kümmern. Sie unterschätzen die Last, die auf der Mutter liegt, aus Unwissen, nicht absichtlich.

Paarzeit

Auch mit einem Baby oder Kleinkind sollte man Zeit nur zu zweit verbringen. Unser Partner hat unsere ungeteilte Aufmerksamkeit genauso verdient und jede Beziehung leidet darunter, wenn der Mann sich nur in die Arbeit stürzt oder die Frau zu 100% nur für das Neugeborene da ist. Mütter müssen ab einem gewissen Zeitpunkt auch in der Lage sein, das Baby mal in andere Hände zu geben.

Meine Empfehlung daher: Babysitter buchen. Ob Oma, beste Freundin oder eine bezahlte andere Person, aber dies ist die einzige Möglichkeit ein halbwegs entspannte Zweisamkeit zu genießen. Ich sage „halbwegs“, weil es meist dann doch nicht so reibungslos und stressfrei läuft wie gewünscht. Aber auch ein Baby, das gestillt wird, kann einen Abend mal mit der Flasche und abgepumpter Milch ernährt werden. Und wir Mütter müssen uns unserem Partner zuliebe auch mal überwinden können, wenn dieser darum bittet.

Elterngeld federt finanzielle Sorgen ab

Das Elterngeld ist eine einkommensabhängige Leistung und sicher Eltern während der ersten Zeit nach dem Mutterschutz ab. Mehr zum Thema Elterngeld findet ihr hier. Auch ich habe bei meinem ersten Kind Elterngeld bezogen und empfand es als absolute Erleichterung, die es mir damals ermöglichte ein Jahr zu Hause zu bleiben. Maximal kann man 1800 Euro monatlich für 12 bzw. 14 Monate bekommen oder das ganze auf 24 Monate ausweiten, wobei es dann nur die Hälfte monatlich gibt. 

Eine Karriere mit Kind ist möglich

Unternehmen werden immer flexibler und Muttersein und Arbeiten wird immer besser vereinbar. Sicherlich gibt es nach wie vor viel zu tun, aber mehr und mehr entwickelt sich auch die Arbeitswelt zu einer kinderfreundlichen Umgebung. Viele Unternehmen bieten bereits interessantere flexible Arbeitsmodelle an und Homeoffice wird immer mehr Regel statt Ausnahme.

Auch gibt es immer mehr Väter, die mehr Verantwortung in der Kindererziehung übernehmen. So sehr ein Kind einerseits ein Karrierekiller sein kann, so kann es aber mit guter Planung und Aufteilung trotzdem möglich sein private und berufliche Ziele zu vereinbaren.

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